Liebe Leser*innen,
heute stelle ich euch das kooperative Aufbauspiel „Menara“ vor, also macht euch gefasst. Ihr seid Forscher und Architekten und entdeckt im tiefsten Dschungel von Menara Baufragmente eines antiken Tempels. Mithilfe von verschollenen Bauplänen legt ihr los, um den Tempel in seiner längst vergangenen Herrlichkeit wiederzuerwecken. Dabei arbeitet ihr euch Etage für Etage vor während ihr die Baupläne entziffert. Doch seid gewarnt! Ein kleiner Fehler könnte bereits euer Schicksal besiegeln und euch zum Scheitern verurteilen. Also geht bei jedem Schritt mit Bedacht, einer ruhigen Hand und einem kühlen Kopf vor.

Menara ist ein kooperatives Tempelbauspiel für bis zu 4 Forscher mit einer Altersempfehlung ab 8 Jahren und einer Zeitdauer von ca. 45 Minuten. Meiner Meinung nach ist genügend Variation im Spiel vorhanden, sodass keine Spielrunde 45 Minuten dauern muss und auch mit Kindern unter 8 Jahren gespielt werden kann, ohne dass die älteren Mitspieler den Reiz daran verlieren.
Das Ziel des Spiels ist es den „menara“ (malaysisch für Tempelturm) vollständig fertigzubauen. Dies lässt sich mithilfe guter Kommunikation untereinander und dem Erfüllen der Baubedingungen erreichen.
Gebaut wird Etage für Etage mithilfe von Tempelböden und bunt gemischten Säulen. Zu Beginn des Spiels hat man drei Tempelböden als Grundfläche und jeder Spieler hat eine bestimmte Anzahl an Säulen zur Hand, die mit dem Lager im Spielzug getauscht werden können. Wie Säulen platziert werden steht in den Bauplankarten, welche nach 3 Schwierigkeitsgraden sortiert sind. Jede Karte kann je nach Schwierigkeit ganz spezifische oder ganz einfache Anforderungen haben. Die Säulen dürfen auch nicht beliebig gebaut werden sondern müssen mit dem jeweiligen Tempelfeld auf dem Tempelboden farblich übereinstimmen. Ein Spielzug besteht aus 4 Schritten: Zuerst tauscht man beliebig viele Säulen mit dem Camp-Vorrat. Dann bestimmt man, welche Bauaufgabe erfüllt werden soll und führt den Auftrag mit seinen Bedingungen aus. Und am Ende stockt man seine Säulen wieder auf. Vorsicht und Kommunikation ist angebracht, denn sollte man einen Bauauftrag nicht erfüllen können, muss eine weitere Etage hinzugefügt werden.
Das Spiel ist zu Ende sobald das Bauwerk eingestürzt ist oder die vorgegebene Anzahl an Etagen erreicht wurde und ihr euer Werk stolz vor euch sehen könnt.
Menara bietet eine angenehme Vielfalt und ist sehr leicht zu lernen, aber schwierig zu meistern. Jede Spielrunde endet in einem immer anderen verrückt aussehenden Bauwerk (oder einer Ruine 😀) und es ist stets Fingerspitzengefühl gefragt. Vor allem die etwas jüngeren Brettspieler/-innen lernen im Idealfall Konzentration, Kooperation und ein bisschen taktisches Vorgehen als Team. Alles Eigenschaften, die auch gerne von den nicht ganz so jungen Spieler/-innen trainiert werden können. Menara ist zudem attraktiv und mystisch gestaltet und kann in jeder Gruppe – egal welchen Alters – für jede Menge Spaß sorgen.
Ich hoffe, dass das Spiel euch genauso viel Spaß machen wird wie mir und hoffentlich bis bald in der Stadtbibliothek 😀.
Euer
Abdul





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