Liebe Leser*innen,
seit dem 01.05.25 haben wir in unserem Team einen neuen Kollegen. Und vielleicht erkennt der ein oder andere ihn wieder. Denn Leonhard Müller hat vor einiger Zeit sein Praxissemester bei uns absolviert. Nun hat er den Weg zu uns zurückgefunden.
Da ihr ihm regelmäßig an der Ausleihtheke oder bei Veranstaltungen begegnen werdet, wollen wir ihm noch mal die Gelegenheit geben, sich und sein Aufgabenfeld vorzustellen.

Einwechslung mit Wirkung – Von der Taktiktafel in die medienpädagogische Offensive
Volltreffer! Transfer ins Stadtbibliotheks-Team geglückt. Nach dem Abschluss des Master-Trainingslagers an der Fachhochschule Südwestfalen ergänze ich als neuer medienpädagogischer Mitspieler die vierzehnköpfige Mannschaft auf dem Spielfeld.
Im zurückliegenden Praxissemester flammte mein Interesse am Arbeitsgebiet auf. Seitdem bin ich Feuer und Flamme. So befasste ich mich in meiner Masterthesis mit Chancen und Herausforderungen digitaler Spiele in Bibliotheken zur Förderung der Medien- und Informationskompetenz von Jugendlichen zum Thema Desinformationen. Dazu entwickelte ich einen digitalen Escape-Room, welcher sich an ausgewählten Bereichen des Medienkompetenzrahmen NRW orientierte. Die Spielenden befassen sich beispielsweise mit der Informationsbewertung und Medienanalyse. Das entwickelte Spiel wurde anschließend von Bibliotheksfachkräften bewertet – darunter auch die Stadtbibliothek Euskirchen.
Das Arbeitsfeld der Medienpädagogik innerhalb von Bibliotheken empfinde ich als besonders reizvoll, weil medienpädagogische Programme und Projekte sämtliche Altersgruppen einbeziehen. So gilt es, zielgruppengerechte Angebote sowohl für Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Familien und Senioren als auch für Institutionen wie Schulen und Kindergärten zu schaffen. Es handelt sich also um ein breites und abwechslungsreiches Arbeitsspektrum, in dem es mitunter gilt, neue (informationstechnische) Entwicklungen aufzugreifen und abzuwägen, innovative Formate zu konzipieren und auszuprobieren oder effektive Methoden zu evaluieren und zu gestalten. Bibliotheken mit medienpädagogischen und medienbildenden Angeboten sind bzw. werden in einer zunehmend mediatisierten Gesellschaft zentrale Anlaufstellen und fördernde Prozessbegleiter der Bevölkerung. Es heißt also: immer am Ball bleiben.
Ich freue mich darauf, in der Stadtbibliothek bestehende medienpädagogische Programme fortzuführen, eigene zielgruppenorientierte Ideen zu verwirklichen und moderne Methoden zu teilen, um das eigene medienpädagogische Geschick kooperativ zu verfeinern und (Medien- & Informations-) Kompetenzen der Euskirchener Mitmenschen zu stärken.
Euer Leonhard





