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Posts Tagged ‘Buch- und Medientipps’

Liebe Leser*innen,

erst „A Song to Raise a Storm“ und jetzt „A Storm to Kill a Kiss“.
Julia Dippel schafft es immer wieder, mich mit Ihren Büchern abzuholen, gefangen zu nehmen und zu verzaubern. Und deshalb stelle ich euch diesen Monat die Fortsetzung der Sonnenfeuer-Trilogie vor.

Ihr erinnert euch vielleicht noch an den ersten Band der Reihe (ausführliche Rezension siehe hier: Buch des Monats Juni | Stadtbibliothek Euskirchen), in dem wir unsere Hauptprotagonisten Sin und Arez das erste Mal kennenlernen durften. Und nun geht ihre Geschichte weiter.

Bild: Thienemann Verlag | https://www.thienemann.de/produkt/die-sonnenfeuer-ballade-2-a-storm-to-kill-a-kiss-isbn-978-3-522-50814-8

Sintha konnte die mysteriöse Mordserie in Enebha zwar beenden, doch der Preis dafür war hoch: Jeder weiß nun, wer sie ist. Darum muss sie an der Seite der Monarchin in die Hauptstadt reisen, wo sie als Symbol des Friedens vorgeführt werden soll. Doch das scheinbare Wohlwollen der Monarchin hat ein Ablaufdatum und Arez’ Misstrauen verfolgt sie ebenso wie der Sturm. Wenn es ihr nicht gelingt, den Drahtzieher hinter der gefährlichen Intrige zu finden, in die sie verstrickt wurde, verliert sie nicht nur seine Liebe, sondern auch ihr Leben.

„A Storm to Kill a Kiss.“ Oder wie ich ihn nennen würde: „Mein Herz macht Bumm-Bumm und Julia liebt Cliffhanger.“
Sin reist mit der Monarchin und Arez sowie seiner Truppe in die Hauptstadt. Dort soll sie als Friedenssymbol vorgeführt werden, natürlich mit Ablaufdatum, denn sie ist immer noch eine Schwerverbrecherin in den Augen der Vakár. Aber schon bei der Ankunft gibt es den ersten Anschlag auf sie.
Nur, wer steckt dahinter?
Im Palast angekommen wird ihre Situation auch nicht besser. In Begleitung von Tillard wird es lustiger, aber gewiss nicht einfacher. Wie gut, dass Sin noch Nivi, das kleine Irrlicht hat.
Nivi lässt Sin nicht alleine und folgt ihr überall hin, was Sin am Ende sogar das Leben rettet.

Das Buch steckt voller Geheimnisse, Fragen und vielen Rätseln. Wird Arez noch an Sin´s Unschuld glauben und können sie einander verzeihen? Kann er ihr Todesurteil aufheben oder wird sie mit dem Gift der Vakár in Verbindung kommen? Wer steckt hinter den ganzen Anschlägen und auch hinter der Ermordung so vieler Wesen? Was passiert mit der Monarchin? Hat sie doch etwas für Sin übrig? Wird sie hinter das Geheimnis des Sturms kommen?

Fast alle Antworten und Auflösungen erfahrt ihr in diesem Buch. Einiges endet jedoch in einem großen Cliffhanger, da ja noch ein weiterer Band folgt.

Ich persönlich freue mich schon auf den dritten Teil, denn ich möchte unbedingt wissen, wie es für Sin und Arez weitergeht.

Wenn auch ihr dieses Abenteuer erleben wollt, dann leiht euch das Buch gerne bei uns in der Bibliothek aus!

Eure
Lena

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Liebe Leser*innen,

heute möchte ich Euch als Buch des Monats den neuen Roman von Joachim Meyerhoff „Man kann auch in die Höhe fallen“ ans Herz legen.

Vielen von Euch ist Meyerhoff als Theater- und Fernsehschauspieler bekannt, vor Jahren hat er jedoch seinen ersten Roman geschrieben – und das mit einem Riesenerfolg.

Dies ist nun der 6. Band der Reihe „Alle Toten fliegen hoch“ wo er auf sehr amüsante Weise die Höhen und Tiefen aus seinem Leben und seiner Kindheit erzählt. Dieses Mal geht es vor Allem um seine Mutter.

Bild: Kiepenheuer & Witsch | https://www.kiwi-verlag.de/buch/joachim-meyerhoff-man-kann-auch-in-die-hoehe-fallen-9783462006995

Nachdem er in Wien von einem Schlaganfall aus der Bahn geworfen wurde, hofft Joachim Meyerhoff, durch einen Neuanfang in Berlin wieder Fuß zu fassen. Doch alles kommt anders als gedacht. Die neue Stadt zerrt an den Nerven und die künstlerische Arbeit als Schriftsteller und Schauspieler fällt ihm von Tag zu Tag schwerer.

Auf der Geburtstagsfeier seines kleinen Sohnes ereignet sich ein Zwischenfall, der keinen Zweifel daran lässt, dass es so nicht weitergehen kann. Der Erzähler verlässt Berlin und zieht zu seiner Mutter aufs Land, die auf einem herrlichen Grundstück unweit vom Meer ein sehr selbstbestimmtes Leben führt. Mutter und Sohn sind sich immer schon sehr nah gewesen, aber diese gemeinsamen Wochen werden zu einer besonderen Zeit. Der Sohn klinkt sich ein in den Tagesablauf der Mutter, beginnt seinen Theaterroman und andere Geschichten zu schreiben und findet allmählich heraus aus Zorn und Nervosität, die ihn sein ganzes Leben begleitet haben.

Ich lese die Bücher von Joachim Meyerhoff sehr gerne. Auch von diesem Buch wurde ich nicht enttäuscht. Er hat einen unglaublich schönen Roman über seine Mutter geschrieben, wie immer berührend, humorvoll und voll unglaublicher Offenheit und viel Wortwitz. Ernst und Komik liegen dabei wie immer dicht nebeneinander. Für mich absolut lesenswert.

Alle 6 Bände könnt ihr gerne in der Stadtbibliothek ausleihen.

Abschließend noch ein kleiner Tipp am Rande: im März liest Joachim Meyerhoff bei der lit.Cologne in Köln. Seine Lesung lohnt sich auf jeden Fall.

Eure

Michaela Hürtgen

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Liebe Leser*innen,

da wir uns schon mitten in der Vorweihnachtszeit befinden, habe ich mir eine entsprechende Lektüre als Buch des Monats ausgesucht: „Weihnachten – ein Fest packt aus“.

Wolltet ihr schon mal wissen, was das Weihnachtsfest von seinem Leben hält? Und auf unterhaltsame Weise noch ein paar neue Fakten über das Fest lernen? Dann empfehle ich euch die „Autobiografie“ von Weihnachten.

Klingt amüsant? – ist es auch.

Bild: Verlagsgruppe Patmos | https://shop.verlagsgruppe-patmos.de/weihnachten-ein-fest-packt-aus-011504.html

Darf ich mich vorstellen? Ich bin das Weihnachtsfest. Natürlich kennen Sie mich schon lange. Und dennoch verspreche ich Ihnen feierlich: In meiner Autobiografie gibt es viele ungeahnte Seiten an mir zu entdecken, die Sie überraschen, ja verblüffen werden.

Ich nehme Sie mit auf eine Reise durch 2000 bewegte Jahre, die in der Antike beginnt und über die ganze Erde führt. Und wer könnte besser erzählen als ich selbst, wie ich nach Höhen und Tiefen schließlich wurde, was ich heute bin: das populärste Fest der Menschheit!

Mich hat das Buch gleich von Anfang an neugierig gemacht, da ich das Konzept „Weihnachten berichtet von seinem Leben“ sehr spannend finde. Und ich wurde nicht enttäuscht. In diesem informativen kleinen Büchlein erfährt man die Entstehungsgeschichte des Weihnachtsfestes sowie dessen Wandlung bis heute. Es werden viele Aspekte, wie zum Beispiel die unterschiedlichen Bräuche aus Deutschland und anderen Ländern, berücksichtigt und man erhält viele interessante und historische Fakten über die Entwicklung des Festes aus dem christlichen Gedanken heraus.

Vieles davon war mir auch noch nicht bekannt und ich habe mich dadurch weiterinformiert und einiges dazugelernt. Aufgrund des kurzweiligen und flüssigen Schreibstils des Autors wurde das Buch nie langweilig und brachte mich an einigen Stellen sehr zum Schmunzeln.

Von daher empfehle ich dieses Buch allen, die gerne mal ein anderes Weihnachtsbuch lesen möchten. Natürlich könnt ihr es in der Stadtbibliothek ausleihen.

Eure

Désirée Sterr

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Liebe Leser*innen,

diesen Monat stelle ich euch einen Jugend-Dystopie-Roman der Autorin Alexandra Flint vor. Nach ihrer Lesung bei uns im Haus war ich neugierig auf ihren Schreibstil und habe mir „Two Sides of the Dark“ – Band Eins der „Emerdale“-Dilogie – vorgenommen.

Bild: Thienemann Verlag | https://www.thienemann.de/produkt/emerdale-1-two-sides-of-the-dark-isbn-978-3-522-50708-0

Als Taylor in Los Angeles auf Jo trifft, fühlen sie sich vom ersten Moment an zueinander hingezogen: Jo, der gescheiterte Schauspieler, der bei einem Unfall ein Bein verloren hat, und Taylor, aufgewachsen in Emerdale, einem auf Genmanipulation spezialisierten Forschungslabor, und nun auf der Flucht. Beide wollen ihre Vergangenheit hinter sich lassen und ein neues Leben beginnen. Doch je näher sich Taylor und Jo kommen, desto größer wird auch die Gefahr, in der sie beide schweben. Denn Emerdale ist Taylor dicht auf den Fersen und will nicht nur sie vernichten, sondern auch alle, die sie liebt …

Das Schöne an diesem Buch war, dass man sofort mit den ersten Seiten direkt in die Geschichte eingestiegen ist. Erst im Laufe der folgenden Kapitel lernte man die einzelnen Charaktere und ihren Hintergrund intensiver kennen. Und diese könnten nicht gegensätzlicher sein: Taylor, ein genmanipuliertes Experiment des Forschungsinstituts Emerdale, ist mit einem Wissenschaftler (getarnt als ihr Vater) vor den Genforschern auf der Flucht und versucht, in der normalen Welt nicht aufzufallen. Dann wäre da noch Jonathan, ein gefeierter Schauspieler, der nach einem schweren Unfall nun endlich die Chance sieht, sein Leben wieder selber in die Hand zu nehmen. Und nicht zu vergessen Vin, Jonathans Freund/Bodyguard, der sich ebenfalls mit Taylor anfreundet und eine wichtige Schlüsselrolle in Bezug auf Emerdale spielt.

Der Roman hat mich sofort nach den ersten Seiten in den Bann gezogen. Die packende Geschichte, die abwechselnd aus den Perspektiven von Taylor und Jonathan erzählt wird, variiert ausgewogen zwischen romantischen Szenen und actionreichen Sequenzen. Auch das Thema Genforschung und Genmanipulation wird spannend in den Roman eingebaut. Und natürlich sorgt der flüssige und ansprechende Schreibstil der Autorin für unterhaltsame Lesestunden ☺️.

Sollte ich euch jetzt neugierig gemacht haben, könnt ihr das Buch – und seine Fortsetzung – natürlich bei uns ausleihen!

Eure

Désirée Sterr

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Liebe Leser*innen,

für alle, die nicht vor einem über 800 Seiten starken Buch zurückschrecken, empfehle ich euch heute als Buch des Monats „Demon Copperhead“ von Barbara Kingsolver.

 Für mich ganz klar das Buch-Highlight des Sommers!

Bild: dtv Verlag | https://www.dtv.de/buch/demon-copperhead-28396

Demon Copperhead kommt in einem rostigen Trailer irgendwo in Virginia auf die Welt. Gewalt und Armut prägen die Gegend, genauso wie die dort lebenden „Hillbillys“. Demons Mutter ist 18 Jahre alt und frisch auf Entzug, als sie ihn auf die Welt bringt, der Vater ist bereits verstorben.

Die zwei versuchen sich durchzuschlagen, doch seine Mutter wird es nicht schaffen. Sie ist ein frühes Opfer der „Opioidkrise“ und wird keine 30 Jahre alt. Demon hat zu der Zeit zwar einen Stiefvater, doch verlassen kann er sich auf den nicht. Zudem ist er gewalttätig.

Demon Copperheads Kindheit wird zu einem Albtraum. Er landet immer wieder bei neuen Pflegefamilien, wird ausgebeutet, versklavt und missbraucht. Erst als sein Talent für Football entdeckt wird, gibt es für ihn etwas Hoffnung …

Barbara Kingsolver erzählt das tragische Schicksal von Demon Copperhead so mitreißend und überzeugend, dass es mir sehr schwerfiel, das Buch zur Seite zu legen. Angelehnt an den Weltklassiker von Charles Dickens „David Copperfield“ hat sie die Geschichte jedoch in den heutigen USA angesiedelt.

Es zeigt die Hoffnungslosigkeit der Bevölkerung, vor allem der Kinder, die Armut und Gewalt und die grauenhafte Opioidkrise in den USA und die daraus entstandenen tragischen Drogenopfer.

Selten habe ich mit einem Helden so mitgefiebert, ihm die Daumen gedrückt und mich über jeden Erfolg gefreut. Ein ergreifendes, einzigartiges Werk, das lange nachhallt. Mich begleitet „Demon Copperhead“ immer noch.

Mein Tipp: Unbedingt lesen!

Das Buch gibt es bei uns in der Stadtbibliothek als Buch und als Ebook.

Eure

Michaela Hürtgen

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Liebe Leser*innen,

vom 30.09.- 28.10.2024 findet wieder die Leselounge von Libby statt. Aber aufgepasst, dieses Jahr gibt es eine Neuerung: die Veranstaltung wird in zwei Hälften unterteilt.

Wir starten die Aktion vom 30. September bis zum 13. Oktober mit dem Hörbuch „Jahrhundertsommer“ von Alice Grünfelder. In der zweiten Hälfte, vom 14. Oktober bis zum 28. Oktober 2024, geht es dann um das EBook bzw. Hörbuch „Nachtstille“ von Ines Buck.

Wie könnt ihr an dem digitalen Buchclub teilnehmen? Ganz einfach!

In diesem Zeitraum könnt ihr mit eurem gültigen Bibliotheksausweis an der Leselounge von Libby mitmachen. Leselounge mit Libby ist ein digitaler Buchclub für teilnehmende Bibliotheken in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Leselounge mit Libby ist Teil des weltweiten „Together We Read“-Programms von OverDrive, bei dem Leser*innen in allen Regionen zur gleichen Zeit dasselbe Buch lesen. Das heißt, alle Teilnehmer*innen können gleichzeitig denselben Titel als E-Book oder Hörbuch ausleihen, ohne vorher auf Wartelisten zu stehen oder Vormerkungen zu tätigen. Währenddessen habt ihr zudem die Möglichkeit, euch auf der Seite Leseloungemitlibby – OverDrive’s Together We Read mit anderen Leser*innen über die Hörbücher bzw. das EBook auszutauschen.

Soweit, so gut, nun habe ich euch die Leselounge erklärt aber das Wichtigste wollt ihr bestimmt noch wissen: was wird gehört/gelesen?

Die ausgewählten Hörbücher bzw. das ausgewählte EBook für die diesjährige Leselounge sind „Jahrhundertsommer“ von Alice Grünfelder und „Nachtstille“ von Ines Buck. Mehr zu den Büchern und Anregungen zur Vorbereitung auf die Diskussionen findet ihr hier: Jahrhundertsommer/Nachtstille.

Inhalt:

Jahrhundertsommer

Ein Dorf ist ein Dorf ist ein Dorf … ist ein Fluch.

Eine eindrucksvolle Familiengeschichte und ein Zeitpanorama der deutschen Geschichte von den 1960er-Jahren bis zur Jahrtausendwende. Eine Frau zwischen sozialer Ächtung und dem Streben nach Selbstbestimmung.

Nachtstille

Ein Traumurlaub, der zum Albtraum wird: Vier Freunde brechen mit dem Campervan Richtung Italien auf. Doch nach einer Übernachtung auf dem Campingplatz „Waldesruh“ sind sie nur noch zu dritt. Die junge Medizinstudentin Sophia kehrt von einem Spaziergang nicht zurück. Was ist in jener Nacht passiert? Wieso musste Sophia sterben?

Solltet ihr nun Interesse gefunden haben, dann leiht euch die Medien vom 30.09.-28.10.24 über die Westleihe24 oder über die Libby-App aus.

Viel Spaß beim digitalen Buchclub wünscht euch

eure

Désirée Sterr

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Liebe Leser*innen,

für das Buch des Monats September habe ich mich mal an ein (für mich) neues Genre rangetastet: Romantasy. Romance und Fantasy sind zwei Bereiche, die ich sehr gerne lese. Und dass nun beide Genres in einem Buch vereint sind, war für mich ein ausschlaggebender Punkt, diesen Roman zu lesen. Deshalb stelle ich euch heute Band Eins der Dilogie „Letters of Enchantment – Divine Rivals“ von Rebecca Ross vor.

Während ein erbarmungsloser Krieg zwischen den Göttern herrscht, versucht die 18-jährige Iris Winnow alles, um ihre Familie über Wasser zu halten. Weil ihr Bruder an der Front vermisst wird, nimmt sie einen Job bei der Oath Gazette an, aber auch der arrogante Roman Kitt hat es auf die begehrte Beförderung zum Kolumnisten abgesehen. Obwohl zwischen ihnen ein erbitterter Wettkampf entsteht, fühlt sich Iris zu ihrem gutaussehenden Rivalen hingezogen. Denn was sie nicht weiß: Roman ist ihr mysteriöser Brieffreund, der durch eine magische Verbindung ihrer Schreibmaschinen mit seinen wunderschönen Worten ihr Herz berührt. Doch der Krieg rückt näher und droht die beiden schon bald zu entzweien …

Bild: https://www.luebbe.de/lyx/buecher/romantische-fantasy/divine-rivals/id_10515813

Der Autorin ist es durch ihren gefühlvollen Schreibstil relativ früh gelungen, mir die beiden Protagonisten ans Herz zu legen. Iris ist eine sehr sympathische junge Frau und bemüht sich trotz allen Widerständen, sich mit ihrem Kollegen Roman gutzustellen. Roman wirkt auf den ersten Blick höchst arrogant, doch sobald man seine Familiengeschichte erfährt, versteht man sein Verhalten.

Im Laufe des Romans, der abwechselnd aus den Perspektiven von Iris und Roman erzählt wird, konnte ich gut die unterschiedlichen Charakterentwicklungen nachvollziehen. Trotzdem war ich positiv von Roman überrascht, der in seinem Briefwechsel mit Iris so offen und ehrlich über seine Emotionen schreibt. Im Gegensatz dazu sind die persönlichen Treffen der Beiden immer eine erfrischende Abwechslung, die mich aus dem Grinsen nicht mehr rausbrachte…die Neckereien zwischen Iris und Roman sind wirklich einzigartig.

Am besten hat mir jedoch gefallen, dass dieses Buch so facettenreich ist: die Geschichte enthält viel Romantik, Spannung und Fantasy. Vor allem die Mythen über die Götter, die immer mal wieder erwähnt werden, haben es mir letztendlich angetan 😃.

Da dieses Buch mit einem gemeinen Cliffhanger endet, bin ich schon gespannt darauf, Band Zwei zu lesen.

Natürlich könnt ihr beide Bände bei uns ausleihen!

Eure

Désirée Sterr

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Liebe Leser*innen,

in diesem Monat stelle ich euch einen aufwühlenden Familienroman vor. „Der Verdacht“ von Ashley Audrain ist ein packendes Familiendrama, das sehr emotional an Themen herangeht, die heute noch in der Gesellschaft als tabu gelten.

Bild: Penguin Verlag | https://www.parkbuchhandlung.de/produkt/der-verdacht-von-ashley-audrain/

Violet ist ein Wunschkind, und Blythe möchte die liebevolle Mutter sein, die ihr selbst so sehr fehlte. Doch als man ihr das Neugeborene in den Arm legt, fühlt sich alles falsch an. Da ist nur Ablehnung, und je älter das Mädchen wird, desto mehr wächst die Angst vor Violet und ihrem feindseligen Verhalten, das sich Blythe nicht erklären kann. Alles nur Einbildung? Oder ist das Mädchen tatsächlich absichtsvoll böse? Fox, der seine Tochter von ganzem Herzen liebt, beobachtet seine Frau mit wachsendem Misstrauen. Bis eines Tages das größtmögliche Unglück über die Familie hereinbricht – und Blythe sich ihrer Wahrheit stellen muss.

Dieser Roman war mal eine ganz andere Herausforderung für mich. Selten hat mich ein Buch so dermaßen erschüttert und mitgenommen. Die Autorin lässt die Protagonistin ihre Version der Ereignisse so schonungslos berichten, dass man als Leser zwar versteht, wieso sie in gewissen Situationen entsprechend reagiert hat aber man möchte es eigentlich gar nicht wahrhaben. Auch ihre Rückblicke in ihre eigene Kindheit sind nicht einfach zu ertragen. Aber am schockierendsten zu lesen war für mich die (Verhaltens-)Entwicklung von Blythes Tochter.

Doch genau von diesem erschreckenden Plot lebt dieser Roman. Er greift gesellschaftliche Themen auf (Mutterschaft, fehlende Mutterliebe und die daraus resultierenden Auswirkungen), die heute noch totgeschwiegen werden und einen im Nachklang nachdenklich werden lassen.

Durch diese Familiengeschichte wird einem erst bewusst gemacht, was Verfehlungen in der Kindheit anrichten können und auch Generationen später noch Auswirkungen auf die Nachkommen und ihr Umfeld haben.

Auch wenn es sich bei diesem Roman um harte Lesekost handelt, kann ich ihn nur jedem empfehlen, der nicht abgeneigt ist, eine etwas andere Leseerfahrung zu machen. Selbstverständlich ausleihbar in der Stadtbibliothek.

Eure

Désirée Sterr

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Liebe Leser*innen,

in diesem Monat stelle ich euch einen echt spannenden Psychothriller vor. „Hope’s End“ von Riley Sager ist eine komplexe Familiengeschichte mit einigen gelungenen Plot-Twists.

Bild: dtv Verlag | https://www.dtv.de/buch/hope-s-end-21891

1929 erschüttert eine schreckliche Bluttat ganz Maine. Die 17-jährige Lenora Hope wird verdächtigt, ihre Eltern und ihre Schwester grausam ermordet zu haben. Sie streitet die Tat jedoch vehement ab. Erst als fast fünfzig Jahre später die junge Pflegerin Kit nach Hope’s End, den Familiensitz und Schauplatz der Tragödie, kommt, scheint sich das Geheimnis um die grausamen Morde zu lüften. Denn Lenora Hope, die nach einem Schlaganfall nur noch mithilfe einer Schreibmaschine kommunizieren kann, will Kit die ganze Geschichte erzählen. Doch Kit begreift schnell, dass sie niemandem trauen kann. Und schon bald weiß sie, dass sie in tödlicher Gefahr ist …

Ich war schon nach den ersten Kapiteln von diesem Pageturner begeistert. Besonders hat mir gefallen, dass wir mit dem ersten Kapitel sofort in die Geschichte einsteigen, ohne vorher mit zu vielen Nebenhandlungen auf die eigentliche Story vorbereitet zu werden.

Des Weiteren gefällt mir sehr gut, dass der Autor seine Geschichte ohne viel Blutvergießen erzählt und dafür mehr auf subtile Spannungsmomente setzt. Dadurch entsteht eine düstere, fesselnde Atmosphäre und besticht durch viele unvorhersehbare Situationen.

Einen kleinen (persönlichen) Kritikpunkt habe ich allerdings doch: gegen Ende des Romans entwickeln sich auf einmal so viele Plot-Twists, dass ich zeitweise den Faden/Überblick verloren habe. Wenn man sich allerdings auf die unterschiedlichen Wendungen einlässt, geht das Lesevergnügen auch nicht verloren.

Gerne könnt ihr euch selber ein Urteil bilden und das Buch bei uns ausleihen.

Eure

Désirée Sterr

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Liebe Leser*innen,

heute stelle ich euch als Buch des Monats „A Song to Raise a Storm“ von Julia Dippel vor. Es ist der Auftakt der Sonnenfeuer-Trilogie und ich kann nur sagen: Es ist großartig! Lasst euch verzaubern!

Bild: Thienemann Verlage | https://www.thienemann.de/produkt/die-sonnenfeuer-ballade-1-a-song-to-raise-a-storm-isbn-978-3-522-50813-1

Städte, Siedlungen und Straßen gehören den Menschen, die Wälder jedoch sind das Reich der Qidhe, der magischen Wesen. So will es das umstrittene und streng durchgesetzte Friedensabkommen. Aber Sintha pfeift auf diese Gesetze. Halb Mensch, halb Qidhe muss sie sich ohnehin mit dem Misstrauen beider Welten herumschlagen – besonders mit dem der Vakàr, einem dunklen magischen Volk, das die Einhaltung des Friedensabkommens erbarmungslos überwacht. Als eines Tages ein Schneesturm aufzieht und Sintha gezwungen ist, in einem menschlichen Gasthof Schutz zu suchen, ändert sich für sie alles.

Sintha ist unser Hauptcharakter. Sie ist halb Mensch, halb ein magisches Wesen, eine Halb-Onyde. Als Halb-Onyde ist sie nirgends sicher, deshalb versucht sie diesen Umstand vor allen zu verstecken. Dass sie dann auch noch für die Unterschicht arbeitet, macht es schwieriger. Auf dem Weg zu ihrem Vater, der dringend seine Medizin braucht, muss sie wegen eines starken Schneesturms Unterschlupf in einem Gasthaus finden. Sie lernt verschiedene Wesen kennen und fürchten. Ein Mord, der kurz zuvor in dem Dorf geschah, durchkreuzt ihre Pläne, sich von den Vakàr fern zu halten. Denn der gefährliche Anführer der Vakàr, der Syr der Syrs Arezander, soll persönlich den Mord aufklären. In den kommenden Tagen findet dieser heraus, dass Sintha eine Sonnenfeuer-Onyde ist, die eigentlich als ausgerottet gelten, und schon wächst sein Interesse an ihr. Mithilfe ihrer Gabe könnte er den Mörder entlarven. Doch als Sintha Arez und seine Skall besser kennenlernt, stellt sie fest, dass es sich nicht nur um einen Mord handelt. Vielmehr geht es um eine Verschwörung gegenüber der Monarchin, und nun steckt Sintha schon viel zu tief in der Sache drinnen, als dass sie sich zurückziehen könnte.

Während des Lesens habe ich mir einige Fragen gestellt: Welches Wesen hat den Mord begangen? Kann man dem Syr vertrauen, der für seine Position seinen eigenen Bruder umgebracht haben soll? Wird die Monarchin diesen Hinterhalt überleben? Wird Sintha es schaffen, Arez zu retten? Oder wird sie sich selbst in diesem Kampf opfern müssen?

Aber vor allem: Wem kann ich noch vertrauen?

Antworten auf die (meisten) Fragen bekommt ihr, wenn ihr dieses Buch lest!
Natürlich gibt es diesen Roman bei uns in der Bibliothek zum Ausleihen.

Eure
Lena

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