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Posts Tagged ‘Buch- und Medientipps’

Liebe Leser*innen,

heute stelle ich euch mal wieder einen richtig guten Pageturner vor. Das Buch des Monats September heißt „Thirteen“ und ist ein spannender, wendungsreicher Thriller.

Bild: Goldmann Verlag | https://www.penguinrandomhouse.de/Paperback/Thirteen/Steve-Cavanagh/Goldmann/e590572

Es ist Amerikas spektakulärster Mordfall. Doch der Killer steht nicht vor Gericht. Er sitzt in der Jury.

Der New Yorker Strafverteidiger Eddie Flynn soll Amerikas prominentesten Mordverdächtigen vor Gericht vertreten: Robert »Bobby« Solomon – jung, attraktiv und der Liebling von ganz Hollywood. Eddies Klienten zählen normalerweise nicht zu den Reichen und Schönen. Aber wenn er von der Unschuld eines Angeklagten überzeugt ist, tut Eddie alles, um ihn freizubekommen. Und er glaubt Bobby, dass dieser nichts mit dem Mord an seiner Frau und deren Liebhaber zu tun zu hat, obwohl alle Beweise gegen ihn sprechen. Der Fall scheint aussichtslos, bis Eddie erkennt: Der wahre Killer sitzt in der Jury …

Erzählt wird die Geschichte aus zwei Perspektiven: zum Einen aus der Ich-Perspektive des Strafverteidigers Eddie Flynn, dessen Gedanken und Handlungen wir hautnah miterleben. Zum Anderen verfolgen wir den Killer Kane in der dritten Person, bei ihm schauen wir beobachtend über die Schulter und bekommen so einen Einblick in seine Psyche. Dadurch wird bis zur letzten Seite des Buches der Spannungsbogen sehr hoch gehalten. Und obwohl man meint, der Fall wäre klar und man kennt den Täter, wird man am Ende doch noch mal ordentlich überrascht. Und die Idee des Autors, den Täter – einen hochintelligenten Serienkiller – als Geschworenen in die Jury des Prozesses zu setzen, ist meiner Meinung nach ein sehr kreativer Einfall.

Die wechselnde Erzählperspektive sorgt für ein interessantes und ausgewogenes Lesevergnügen, die Story nimmt schnell an Fahrt auf und ist sehr temporeich. Infolgedessen gibt es keine langen oder stockenden Passagen und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Nachdem ich mit dem Buch fertig war, fand ich heraus, dass es noch weitere Bände des Autors gibt. Ich muss aber gleich dazu sagen, dass man keinerlei Vorwissen für diesen Roman benötigt und man dieses Buch unabhängig von den Vorgänger-Bänden lesen kann. Da ich allerdings total begeistert von dem Autor bin, werde ich auf jeden Fall die restlichen Bände auch noch lesen.

Wenn ihr nun neugierig geworden seid, dann könnt ihr euch „Thirteen“ natürlich bei uns ausleihen.

Eure

Desiree Sterr

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Liebe Leser*innen,

nach längerer Zeit habe ich mal wieder einen Abstecher in die Jugendbuchabteilung gemacht.

Dort habe ich einen echt spannenden Jugendthriller gefunden, den ich euch gerne als Buch des Monats vorstellen möchte.

Bild: Broken Things – Alles nur (k)ein Spiel | dtv

Vor fünf Jahren, mit gerade einmal 13, ermordeten Mia und Brynn ihre beste Freundin Summer. Zumindest dachten das alle, weil die Mädchen die Tat detailliert in einer Fan-Fiction zu ihrem Lieblingsbuch aufgeschrieben hatten. In Wirklichkeit war jedoch alles ganz anders: Mia und Brynn wurden fälschlicherweise verdächtigt und haben seit damals keinen Kontakt mehr. Doch jetzt zwingt ein erstaunlicher Fund sie dazu, gemeinsam der Wahrheit auf den Grund zu gehen. Denn wie die Mädchen herausfinden, hatte Summer ein dunkles Geheimnis, und der wahre Täter ist weiterhin auf freiem Fuß …

Gleich nach den ersten Kapiteln wurde ich richtig mitgerissen von der Story. Die Autorin schafft es mit ihrer Schreibweise, eine fesselnde Atmosphäre zu schaffen. Dadurch, dass die Erzählweise zwischen Vergangenheit und Gegenwart wechselt, erfährt man erst nach und nach die wahre Geschichte der drei Freundinnen. Außerdem wechseln sich die Hauptcharaktere Mia und Brynn mit dem Erzählen der Geschichte ab, sodass man zusätzlich unterschiedliche Sichtweisen präsentiert bekommt.

Beeindruckend war auch die Entwicklung der beiden Mädchen. Zuerst waren sie die Hauptverdächtigen in dem Mordfall ihrer Freundin, wurden von der ganzen Stadt gemieden und wollten eigentlich mit der Vergangenheit abschließen. Doch als nach und nach mehr Beweise für ihre Unschuld auftauchen, setzen sie sich gemeinsam noch einmal mit dem Fall auseinander und entwickeln dadurch stärkere Persönlichkeiten als am Anfang des Buches. Und auch ihre in die Brüche gegangene Freundschaft wird wieder repariert.

Bis zum Schluss war es spannend mitzuraten, wer denn nun der wahre Täter sein könnte…und durch die vielen unterschiedlichen Verdächtigen, die Mia und Brynn nach und nach anhand ihrer Erinnerungen abarbeiten, wurde ich sehr oft auf die falsche Fährte geführt. Deshalb war für mich das Ende mit seiner Auflösung auch sehr überraschend.

Na, neugierig geworden?

Dann könnt ihr euch das Buch natürlich bei uns ausleihen!

Viele Grüße,

Desiree Sterr

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Liebe Leser*innen,

als Sommerlektüre habe ich mir für das Buch des Monats etwas spezielles ausgesucht.

Ich stelle euch das Buch „No Place for us“ von Alicia Zett vor. Dieses Buch soll zeigen, dass man zu sich selbst und zu der Person, die man liebt, stehen sollte.

Bild: Droemer Knaur | https://www.droemer-knaur.de/buch/alicia-zett-no-place-for-us-9783426527443

Menschen sind Menschen, egal auf welches Geschlecht wir stehen.

Der New Adult-Liebesroman »No Place For Us« erzählt von Blumenhändlerin Ivy und Netflix-Star Jane, von dem Mut, zu sich selbst zu stehen, und von einer Liebe, die alle Unterschiede überwinden will.

Zwischen Ivy und Jane sprühen die Funken, als die junge Schauspielerin zufällig Ivys Blumenladen in Frankfurt betritt. Trotzdem verlieren sie sich nach einer durchtanzten Nacht und einem einzigen Kuss aus den Augen.

Erst ein halbes Jahr später begegnen Ivy und Jane sich wieder: Jane ist über Nacht zum Star einer Netflix-Serie geworden, während Ivy um die Existenz des Blumenladens kämpfen muss. Allen Unterschieden zum Trotz fühlen Ivy und Jane, dass sie zusammen gehören – doch eine öffentliche Beziehung wäre das Ende für Janes Karriere, und Ivy möchte sich nach ihrem Outing nie wieder verstecken müssen …

Alicia Zetts New Adult Liebesroman ist ihre eigene, queere Version von »Notting Hill«: einfühlsam, mutig und wunderbar romantisch. Eine angenehme Liebesgeschichte zwischen zwei jungen Frauen. Allerdings stehen sie an unterschiedlichen Stellen im Leben: während Jane eine erfolgreiche Schauspielkarriere absolviert und berühmt wird, muss Ivy mit ihrem Vater um die Existenz des Blumenladens kämpfen.

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und man kann sich schnell in die Geschichte reinversetzen. Alicia Zett hat unglaubliche Charaktere erschaffen, wobei ich sagen muss, dass Ivy mich sehr überzeugen konnte, wohingegen ich mit Jane zu kämpfen hatte. Für zwischendurch ist das Buch eine schöne Ablenkung aus dem Alltag. Außerdem finde ich es in der heutigen Zeit sehr vorbildlich, wenn Autoren in ihren Romanen das Thema „Gleichgeschlechtliche Liebe“ aufgreifen.

Die Aussage des Buches, dass man zu sich selbst und der Person, die man liebt stehen sollte, kommt in dem Buch immer wieder vor, was ich sehr schön finde.

Für zwischendurch ein süßer queerer New Adult Roman.

Natürlich könnt ihr euch das Buch vor Ort ausleihen!

Eure Lena



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Liebe Leser*innen,

für das Buch des Monats Juni habe ich mir wieder etwas Fantastisches ausgesucht (ihr seht meine Vorlieben… 😊).

Ich stelle euch die neue Reihe von Chris Colfer vor: Tale of Magic: Die Legende der Magie – Eine geheime Akademie.

Bild: S. Fischer Verlag | https://www.fischerverlage.de/buch/chris-colfer-tale-of-magic-die-legende-der-magie-1-eine-geheime-akademie-9783737357845

Brystal Evergreen liebt Bücher – doch in ihrer Heimat dürfen Mädchen und Frauen nicht lesen. Als sie trotzdem an ein geheimnisvolles Buch gerät, ändert sich ihr Leben: Brystal erfährt, dass sie magische Fähigkeiten besitzt. Sie wird an der Akademie der charismatischen Madame Weatherberry aufgenommen, wo sie in guter Magie ausgebildet wird. Aber auch diese Gemeinschaft kennt Unterdrückung: Eine Hexe unterwirft die Menschen mit böser Zauberkraft. Und nur eine hat die mächtige Gabe, sie aufzuhalten: Brystal Evergreen!

Wer Chris Colfer kennt und seine vorherige Reihe „Land of Stories“ gelesen hat, wird von diesem Werk genauso begeistert sein wie ich. Das war seit langem mal wieder ein Buch, das ich nicht mehr aus der Hand legen konnte! Außerdem dient diese Reihe als Vorgeschichte zu „Land of Stories“, was mir aber erst im Laufe der Geschichte so richtig bewusst wurde.

Denn mit Brystal Evergreen und der Welt der Magie hat der Autor wieder mal eine faszinierende Atmosphäre geschaffen, in der so einiges passiert.

Ich habe mich gleich auf den ersten Seiten wieder „zu Hause“ gefühlt und es macht eine Menge Spaß, die unterschiedlichen, individuellen Charaktere kennenzulernen und ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte mitzuerleben.

Ein besonders schöner Aspekt an diesem Buch ist, dass in diesem Roman zeitlose Werte und bedeutsame Botschaften vermittelt werden. Einige Passagen bieten Denkanstöße zu den Themen Identität, Machtmissbrauch, Diskriminierung und Verbreitung von Lügen. Denn Brystal und ihre Freunde setzen sich gegen Ungerechtigkeiten in der Gesellschaft ein und kämpfen für Akzeptanz .

Für mich war nach dem Ende des Buches auf jeden Fall noch nicht Schluss, denn über vieles habe ich im Nachhinein doch noch mal intensiver nachgedacht. Daher werde ich definitiv auch noch die Folgebände lesen, um zu sehen, wohin die Reise noch führt.

Na, neugierig geworden?

Dann könnt ihr selbstverständlich die bisherigen Bücher (Band 1-3) bei uns ausleihen.

Eure

Desiree Sterr

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Liebe Leser*innen,

„If you Believe…“ , wer kennt den 90er-Jahre-Klassiker des Popsängers Sasha nicht? 

Und für alle, die Sasha Röntgen-Schmitz noch näher kennen lernen möchten, stelle ich als Buch des Monats Mai seine Autobiografie „If you Believe“ vor.

Bild: Droemer Knaur | https://www.droemer-knaur.de/buch/sasha-roentgen-schmitz-if-you-believe-die-autobiografie-9783426286067

Der deutsche Weltstar mit Herz und Humor: die große Autobiografie zu Sashas 50. Geburtstag
Seit über 20 Jahren gehört Sasha zu den größten internationalen Popstars Deutschlands. Kaum jemand, der ihn und seine Hits wie “If you believe” nicht kennt. In diesem Buch aber erzählt Sasha erstmals seine ganze Geschichte – und lässt dabei nichts aus. Von den bescheidenen Verhältnissen seiner Jugend, der Abwesenheit seines Vaters, von Gelegenheitsjobs und dem ewigen Traum, es als Musiker zu schaffen. Vom Durchbruch und von seinen drei Karrieren, als Pop-Sänger, als Rock’n’Roller und als TV-Entertainer. Und schließlich erzählt er auch von der wichtigsten Rolle seines Lebens – der als später Vater und Ehemann.

Eine Biografie von seinem großen Aufstieg, bis hin zu den Herausforderungen, die das Leben so mit sich bringen.

Nachdem ich das Buch ausgeliehen und mit nach Hause genommen hatte, war meine erste Tat beim Lesen seine CD in die Musik-Anlage zu legen und laut aufzudrehen. Das Lied „If you Believe“, welchem er sein Buch gewidmet hat, ist sogar eins meiner Lieblingslieder!

Das Buch ist eine Empfehlung für alle Sasha-begeisterten. Man lernt ihn aus einer sehr privaten Sicht kennen. Er erzählt aus seiner Jugend, wie er den Weg zur Musik gefunden hat und wie es ihm damit ging. Das ein oder andere Mal konnte ich mitlachen, wenn er Anekdoten aus seiner Kindheit erzählte, aber auch mitfühlen, wenn es mal gerade nicht so rund lief. Man erfährt viel, was man im Vorfeld nicht wusste, welche Ereignisse ihn geprägt haben, oder wie er aufgewachsen ist, was ihm im Leben wirklich wichtig ist. Dass er sich alles selbst erarbeiten musste und nicht immer alles geklappt hat, wie es laufen sollte. Eine Zeitreise durch sein bisheriges Leben sozusagen.

Alle Fans (und diejenigen, die es noch werden möchten), die ihn besser kennenlernen möchten, können das Buch bei uns vor Ort ausleihen.

Eure Lena

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Liebe Leser*innen,

glaubt ihr an Dämonen, höhere oder dunkle Mächte? Ich muss zugeben, ich war am Anfang ein wenig skeptisch, als das Buch neu zu uns in die Bibliothek gekommen ist, allerdings siegte meine Neugierde. Das Buch ist direkt mit zu mir nach Hause gekommen und heute möchte ich es euch gerne als Buch des Monats vorstellen.

Bild: C. Bertelsmann | https://www.penguinrandomhouse.de/Buch/Mein-geheimes-Rom/Andreas-Englisch/C-Bertelsmann/e585805.rhd

Erneut taucht Andreas Englisch mit seinem Sohn Leo als Begleiter in die Geheimnisse der Ewigen Stadt ein und nimmt uns mit zu ihren verborgenen Winkeln und versteckten Schätzen. Das Vermächtnis einer alten Dame veranlasst die beiden, rätselhafte Orte aufzusuchen, die eines gemeinsam haben: Bis heute sagt man ihnen nach, dass dunkle Mächte dort am Werk waren. Die spannende Recherche durch die Geschichte Roms spannt sich von der frühen Kaiserzeit bis in unsere Gegenwart, immer auf der Suche nach den Mächten der Finsternis und ihren Gegenspielern. Vater und Sohn erforschen unter anderem den Ursprung des Fegefeuers oder den Pakt der Päpste mit dunklen Mächten und gelangen bei ihrer atemlosen Spurensuche zu kaum bekannten Kirchen, Kapellen und Palästen. Ein Lesevergnügen für alle, die Rom einmal ganz anders entdecken möchten.

Nein, es ist kein Reiseführer… für alle die das irgendwie denken! (Kleiner Witz am Rande, das hatte meine Mum gedacht, als sie das Buch auf dem Tisch liegen sah…)

In Rom selber war ich noch nie, allerdings hat mich das Buch dazu gebracht, diese Stadt irgendwann mal besuchen zu wollen. Dass das Buch so viel an geschichtlichen Fakten enthält, habe ich zu Anfang nicht gedacht.

Das Buch ist eher verfasst als kleine Geschichte, von einer Enkelin die versucht zu verstehen, was vor dem Tod ihrer Oma auf der Reise nach Rom passiert ist. Denn diese ist total verändert von einer Tour mit Andreas Englisch nach Hause gekommen. Ihre Enkelin mit dem Namen Lena versucht nun zu verstehen, was mit ihr passiert ist und Andreas soll ihr dabei helfen. Das Problem: woher soll er noch wissen, wo er diese alte Dame vor knapp zwei Jahren hingeführt hat.

Für mich war es teilweise nicht so leicht hineinzukommen, denn aufgrund von zeitlichen Sprüngen zwischen den verschiedenen Zeitaltern sowie häufigeren Wechseln zwischen den Personen von Gesellschaft und Kirche ist es zeitweise schwer, dem Inhalt der Geschichte zu folgen. Dennoch sind interessante Informationen über die Gesellschaft und die Kirche ans Licht gekommen, weshalb ich das Buch ein weiteres Mal lesen werde, um tiefer in die Geschichte, aber auch in die Orte, die er erkundet, eintauchen zu können.

Das Buch könnt ihr euch gerne bei uns vor Ort ausleihen.

Eure Lena

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Liebe Leser*innen,

für den Monat März habe ich mir seit langem Mal wieder ein Genre vorgenommen, das ich schon länger vernachlässigt habe…den Thriller. Da mir in letzter Zeit etwas Nervenkitzel gefehlt hat, wollte ich mir für den Wiedereinstieg etwas Fesselndes ohne blutige Leichenfunde aussuchen. Und bin über den Psychothriller „Der Mädchenwald“ von Sam Llyod gestolpert.

Bild: rowohlt Verlag | https://www.rowohlt.de/buch/sam-lloyd-der-maedchenwald-9783499001130

Auf dem Weg zum Jugendschachturnier wird die 13-jährige Elissa entführt. Als sie erwacht, liegt sie in einem dunklen Keller. Ihre Situation scheint aussichtslos – bis Elijah ihr Verlies entdeckt und sie heimlich zu besuchen beginnt.

Während draußen die Polizistin DI MacCullagh alle Hebel in Bewegung setzt, um das Mädchen zu finden, erkennt Elissa, dass ihr nur mit Elijahs Hilfe die Flucht gelingen kann. Doch der Junge ist sehr viel cleverer, als er zu sein vorgibt. Und er hat längst begonnen, das Spiel nach seinen Regeln zu spielen…

Zunächst einmal war dieses Buch trotz verschiedener Perspektiven (erzählt wird abwechselnd aus der Sicht von Elissa, von Elijah und der Ermittlerin) sehr angenehm zu lesen. Und als begeisterter Thriller-Leser bin ich bei diesem Buch hoch erfreut darüber, dass die Handlung ohne viel Blutvergießen auskommt. Man muss ja nicht bei jedem Thriller gefühlt auf jeder zweiten Seite die blutigen Details vorgelegt bekommen. Nein, der Nervenkitzel in diesem Roman entsteht durch die raffinierten Psychospiele der beiden Kinder (was mir durchaus schlaflose Nächte beschert hat).

Dieser düstere Psychothriller hält wirklich bis zur letzten Seite die Spannung auf höchstem Niveau und ist definitiv nichts für schwache Nerven.

Ein besonderes Highlight während des Lesens waren die überraschenden Wendungen, mit denen ich nicht unbedingt gerechnet hatte. Da führte mich doch der Autor tatsächlich das ein oder andere Mal auf den Holzweg.

Doch leider sind auch zwei kleine Wehmutstropfen vorhanden: das Ende kommt viel zu schnell bzw. überraschend und man erfährt leider nichts über das Motiv des Täters, was zumindest bei mir noch einige Fragen offenlässt.

Doch wen diese zwei Punkte nicht stören und wer auf der Suche nach einem spannenden Pageturner ist, dem sei dieses Buch auf jeden Fall empfohlen.

Wer nun neugierig geworden ist, der kann sich das Buch gerne bei uns in der Bibliothek vorbestellen.

Kriminale Grüße aus der Bibliothek

Desiree Sterr

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Liebe Leser*innen,

nach einiger Zeit Abstinenz möchte ich gerne wieder die Rubrik „Buch des Monats“ ins Leben rufen.

Zum Einstieg stelle ich euch für den Monat Februar den Start einer abenteuerlichen Fantasyreihe vor, den ich sowohl allen Märchenfans als auch allen Fantasyliteraturfans nur ans Herz legen kann. Und zwar handelt es sich um den ersten Band aus Chris Colfers Reihe „Land of Stories“: Land of Stories – Die Suche nach dem Wunschzauber“.

Bild: S.Fischer Verlag | https://www.fischerverlage.de/buch/chris-colfer-land-of-stories-das-magische-land-1-die-suche-nach-dem-wunschzauber-9783737356329

Als Alex und ihr Zwillingsbruder Conner ein altes Buch zum Geburtstag geschenkt bekommen, ahnen sie nicht, dass der dicke Schmöker ein Portal in ein magisches Reich ist. Sie geraten in eine Welt, in der es nicht nur gute Feen und verwunschene Prinzen gibt, sondern auch ein böses Wolfsrudel und eine noch viel bösere Königin. Doch ganz so einfach ist die Sache mit Gut und Böse leider nicht. Denn in all den Jahren nach dem Happy End haben die Märchenwesen einige Marotten entwickelt, was die Zwillinge in so manche verzwickte Lage bringt. Außerdem haben sie nicht den blassesten Schimmer, wie sie wieder nach Hause finden sollen. In einem geheimnisvollen Tagebuch steht die Lösung – doch hinter dem ist auch die böse Königin her …

Die Reihe „Land of Stories“, bestehend aus sechs Bänden, habe ich förmlich verschlungen, da der Autor wirklich kreativ war (dazu gleich mehr). Außerdem schafft es der Autor gleich im ersten Band, uns auf unterhaltsame Weise durch die verschiedenen Märchenwelten zu führen und Spannung bis zur letzten Seite aufzubauen.

Auf der Suche nach neuer Lektüre ist mir diese Reihe vor allem durch die unterschiedlich fantasievoll gestalteten Cover aufgefallen. Diese haben mich direkt neugierig auf den Inhalt der Bücher gemacht.

Und ich wurde nicht enttäuscht.

Inhaltlich ist dem Autor nämlich eine grandiose Kombination aus klassischen Märchenfiguren und neu geschriebenen Charakteren gelungen, die mich sofort angesprochen hat. Denn mal ehrlich: wer möchte nicht mal auf Goldlöckchen oder Rotkäppchen in der realen Welt treffen? Oder aus der realen Welt in die Märchenwelt reisen? Aber ich möchte hier natürlich nicht zu viel verraten, denn es folgen ja noch fünf weitere Bände.

Natürlich könnt ihr alle sechs Bände bei uns vorbestellen. Also, taucht ein in eine abenteuerliche Fantasiewelt!

Es grüßt euch märchenhaft aus der Bibliothek

Desiree Sterr

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Liebe Leserinnen und Leser,

ein „frohes Neues“ Euch allen!

Wir als Bibliotheksteam hoffen natürlich, dass Ihr alle gut „reingekommen“ seid und uns auch 2020 weiterhin gerne besucht 😊

Ein Thema, das unweigerlich mit dem Jahresanfang verbunden ist, ist natürlich diese Sache mit den guten Vorsätzen. Wie sieht es aus, habt Ihr welche? Oder haltet ihr nichts davon?             
Ich muss gestehen: Ich eigentlich nicht. Jedoch habe ich einen gefunden, den wir uns tatsächlich alle einmal vornehmen könnten (neben „Viel lesen!“, natürlich 😉 ), und zwar: Schluss mit negativen Gedanken!         
Denn wenn es etwas gibt, worauf jeder freiwillig sofort verzichten würde, dann doch Stress, oder?

Warum es also nicht versuchen? Hanne H. Brorson widmet sich in ihrem Büchlein „Keine Chance den Grübelviren“ genau diesem Thema.

Auf ca. 90 Seiten identifiziert die Autorin die typischen Grübelfallen und veranschaulicht, wie leicht wir uns zum Beispiel mit dem gemeinen Was-wäre-wenn-Virus infizieren. Oder dem Nabel-der-Welt-Virus, auch sehr fies, genauso wie das artverwandte Zoom-Virus. (Wer wissen will, was sich genau dahinter verbirgt, muss einem Blick ins Buch werfen!)

Diese „Viren“ sehen zwar auf den enthaltenen Illustrationen ziemlich niedlich aus, sind aber alles andere als freundliche Zeitgenossen. Sie befallen uns im Alltag oft ohne dass wir es merken. Um das zu verdeutlichen, hat Brorson eine kurze Geschichte um das Thema gestrickt, in der die Protagonistin Anna im Laufe ihres Tages Situationen erlebt, die (leider) jeder kennt: Das schlechte Gewissen, weil man schon wieder den Sportkurs hat ausfallen lassen, der Chef, der vermeintlich komisch schaut, oder der Auserkorene, der hingegen leider gar nicht schaut – alles perfekter Nährboden für „Grübelviren“!

Und mit denen ist es wie mit „normalen“ Bazillen auch: Wenn man ein bisschen über sie Bescheid weiß, kann man auch entsprechend reagieren – nur anders als bei einer Grippe nicht mit Tee und Halsbonbons, sondern mit einer aufmerksamen Lebensweise und etwas Selbstbeobachtung. Denn der meiste Stress ist, laut Brorson, selbstgemacht.

Ich fand die Darstellung der negativen Gedanken als „Viren“ sehr unterhaltsam und habe mich tatsächlich in den meisten beschriebenen Situationen wiedergefunden. Obendrein ist das Büchlein aufgrund seines geringen Umfangs schnell gelesen, weshalb ich es Euch allen gerne für 2020 ans Herz legen möchte. Einen Versuch ist es wert! Denn jeder enttarnte „Grübelvirus“ ist einer weniger, der Euch das Leben schwer macht 😉

Es grüßt Euch aus der (garantiert grübelfreien) Bibliothek

Lisa Häßy

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Liebe Leserinnen und Leser,

nach Holden Caulfield und Maik Klingenberg nun also Morten Schuhmacher. Morten, genannt Motte und gerade 16 geworden, geht aufs Brahms und ist in letzter Zeit kräftig gewachsen. Während Holden durch New York streift und sich Maik zusammen mit Tschick auf den Weg Richtung Walachei macht (mit dem Auto, logo) läuft bei Motte alles mit dem Fahrrad und seinen Freunden Bogi, Walki, Jan und all den anderen, und zwar in seiner Heimatstadt. Überschaubarer Kosmos und viel Routine also.

Doch dann bringen zwei Ereignisse sein Leben durcheinander und die Welt gerät aus den Fugen. Für eine ganze Weile jedenfalls.

Gerade als Motte sich zum ersten Mal verliebt hat, erfährt er, dass sein bester Freund Bogi an Krebs erkrankt ist. Gegensätzlicher kann das Leben nicht spielen. Wie soll Motte das auf die Reihe bekommen?

Cover 2019-11 Brandt - Blackbird

Matthias Brandt, dieser großartige deutsche Schauspieler, hat nach „Raumpatrouille“ eine weitere berührende Erzählung vorgelegt. Direkt und unvermittelt, leicht und humorvoll – so kommt diese Teenagerstory daher. Ein Junge zwischen Empfindsamkeit und Großmäuligkeit auf der Suche nach dem Weg durchs Leben und nach der wahren Empfindung. Diese Geschichte macht ein Fenster auf in die Jugend der 1970er Jahre und ist doch übertragbar in andere Dekaden.

Man möge sich bei der Lektüre nicht vom derben, so gar nicht zimperlichen Vokabular abschrecken lassen. Das ist nur die raue Schale, die sehr authentisch wirkt.

Matthias Brandt hat sein neuestes Buch auch als Hörbuch eingesprochen. Wäre gar nicht nötig gewesen. Brandts Stimme wird sich für diejenigen, die ihn als Schauspieler zum Beispiel aus dem Tatort gut kennen, bei der Lektüre automatisch im Kopf einstellen. Es ist, als würde er vorlesen. Das ist sehr fein.

Und noch was: wer sich in Bonn und Umgebung auskennt, wird sich auch räumlich in Mottes Welt sehr gut zurechtfinden. Ohne geht es aber auch. Breites Grinsen beim Lesen garantiert…

das hatte jedenfalls
Petra Goerge

PS: wer mehr über Holden und Maik erfahren möchte, lese
Salinger, J.D., Der Fänger im Roggen.
Herrndorf, W., Tschick.

Beide Bücher hält die Stadtbibliothek bereit!

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