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Posts Tagged ‘Jubiläum’

Liebe Leser*innen,

Ende September war es für uns wieder soweit. Zunächst haben wir fleißig 640 Tüten gepackt, um diese dann an alle I-Dötzchen in den Euskirchener Grundschulen zu verteilen. Unterstützt wurden wir dabei wieder von unserem Kooperationspartner, der Volksbank Euskirchen eG. Gemeinsam fuhren wir zwei Tage lang zu allen Grundschulen, um unsere ABC-Tüten persönlich zu überreichen. Mit dieser Aktion möchten wir den Kindern und ihren Eltern den Zugang zu Büchern und vielen anderen Medien erleichtern.

Der große Auftakt unserer diesjährigen ABC-Tüten-Aktion fand am 23.09.25 in der Grundschule Stotzheim statt.

©D. Sterr, Stadtbibliothek Euskirchen

Bürgermeister Sacha Reichelt eröffnete die Veranstaltung, indem er sich angeregt mit den Kindern unterhielt und den Inhalt der Tüte vorstellte. Wie jedes Jahr erhalten die Kinder einen Gutschein für einen Leserausweis und dazugehöriger kostenloser Jahresausleihe in der Stadtbibliothek. Aber auch ihre Eltern werden mit einem Schnupper-Gutschein bedacht. So haben sie die Möglichkeit, das Angebot der Stadtbibliothek für drei Monate unverbindlich zu testen. Des Weiteren liegt eine eigens erstellte Empfehlungsliste „Erstlesebücher 2025“ mit dabei. Von der Volksbank gibt es zusätzlich noch einige passende Überraschungen – wie zum Beispiel Wachsmalstifte und Spielgeld.

Und auch die Lehrer*innen gehen nicht leer aus: sie werden von der Stadtbibliothek gemeinsam mit ihrer Klasse zu einem Bilderbuchkino eingeladen.

Wir freuen uns, dass diese Aktion auch nach 20 Jahren immer noch so beliebt bei den Schulen ist und die Geschenketüte bei den Kindern so gut ankommt.

Wir bedanken uns bei der Volksbank Euskirchen eG für ihre jahrelange Unterstützung und freuen uns auf das kommende Jahr.

Euer Team der Stadtbibliothek

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Liebe Leser*innen,

unser Treffen mit dem Literaturkreis gestern Abend begann mit einer kleinen Feier. Denn unsere Veranstaltungsreihe „Literaturgespräche in der Stadtbibliothek“ hatte ein doppeltes Jubiläum: zum einen besteht der Literaturkreis bereits seit 15 Jahren, zum anderen wurde das 60. Buch in der Runde besprochen. Zu Ehren des Abends erhielt die Literaturwissenschaftlerin Dorothea Berg, die die Veranstaltung ins Leben gerufen hat, ein ganz besonderes Geschenk von der Gruppe: es wurde eine Tragetasche mit (fast) allen besprochenen Buchtiteln bedruckt. Zudem hatte sich eine Teilnehmerin kreativ beteiligt und eine Collage aus Postkarten zusammengestellt.

Daran wird deutlich, wie sehr die Teilnehmer*innen dieses kulturelle Angebot wertschätzen.

Am anschaulichsten drückte es ein langjähriger Teilnehmer des Literaturkreises aus: „Dank der Veranstaltung und den unterschiedlichen Büchern, die gelesen wurden/werden, muss ich nicht mehr auf Reisen gehen. Unsere „Reisebegleiterin“ Frau Berg bringt uns nämlich mit ihren literarischen Werken an die unterschiedlichsten Orte. Ich freue mich jedes Mal auf die lebhaften Diskussionen und den regen Gedankenaustausch“.

Treffender kann es nicht beschrieben werden!

Was 2010 noch unter dem Namen „Gespräche über Bücher“ mit einer kleinen Runde literaturbegeisterten Interessenten begann, entwickelte sich über die Jahre hinweg zu einem festen Teilnehmerkreis von 12-14 Personen. Denn auf Grund dessen, dass es sich bei dem Angebot um ein offenes Format handelt, ist jeder herzlich dazu eingeladen, der Veranstaltung beizuwohnen.

Damit ihr euch mal einen Überblick verschaffen könnt, was in den letzten 15 Jahren alles gelesen wurde, habe ich euch die Leseliste, die ein Teilnehmer freundlicherweise zusammengestellt (und über die ganzen Jahre gepflegt) hat, im Artikel zur Verfügung gestellt.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Dorothea Berg für ihre ausgezeichnete Betreuung und Moderation der Termine sowie für ihre stets geistreiche Literaturauswahl. Auf das noch viele spannende Buchtitel folgen!

Zum Abschluss stelle ich euch noch mal die wichtigsten Informationen zu den Literaturgesprächen zusammen: Die Veranstaltung findet einmal im Quartal in der Stadtbibliothek statt, immer donnerstags ab 18 Uhr. Der Eintritt ist natürlich frei und wir bestehen auch nicht auf einer Anmeldung. Aktuelle Informationen findet ihr immer auf https://www.kulturhof.de/bibliothek.

Vielleicht sehen wir uns ja mal bei einem der nächsten Termine!

Eure

Désirée Sterr

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Liebe Leser*innen,

In diesem Jahr feiert ein ganz besonderes Mädchen ihren 75. Geburtstag!

Es handelt sich dabei um niemand geringeren als Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Efraimstochter Langstrumpf. Vielen wird sie auch einfach nur als „Pippi Langstrumpf“ bekannt sein.

Auch wenn Kinder die Abenteuer von Pippi und ihren beiden besten Freunden Tommy und Annika nun schon seit 75 Jahren mitverfolgen dürfen, bleibt das rothaarige Mädchen mit den zwei vom Kopf abstehenden Zöpfen in den Büchern stets neun Jahre alt. Vielleicht hat die „Krummelus“-Pille, die Pippi zusammen mit ihren beiden Freunden im letzten der drei Bücher („Pippi in Taka-Tuka-Land“) gegen das Erwachsenwerden genommen hat, ja gewirkt…

Jeder, der Pippi kennt, wird sie wohl als freches und etwas vorlautes, aber auch vor allem als mutiges, großzügiges und selbstbewusstes Mädchen in Erinnerung behalten. So ist es zumindest uns ergangen.

Obwohl ihr Vater, Kapitän Efraim Langstrumpf, König auf der Südseeinsel „Taka-Tuka-Land“ lebt und ihre Mutter vermutlich schon früh verstorben ist, lebt Pippi nicht alleine in ihrer Villa Kunterbunt. Schließlich hat sie ja noch ihre beiden Tiere, das Totenkopfäffchen „Herr Nilsson“ und den Apfelschimmel „Kleiner Onkel“. Ihre Freunde Tommy und Annika wohnen direkt nebenan.

Ob Pippis Schöpferin, die schwedische Autorin Astrid Lindgren, wohl jemals geahnt hat, wie viele Menschen das Mädchen mit den roten Haaren in ihr Herz schließen würden?

Astrid Lindgren (* 14. November 1907 ; † 28. Januar 2002)

Geschrieben hat sie die erste Geschichte rund um Pippi 1945 zunächst nur für ihre Tochter Karin. Widerwillig schickte sie dann das Manuskript mit den Worten „In der Hoffnung, dass Sie nicht das Jugendamt alarmieren“ an einen Verlag.

Astrid Lindgren selbst hatte das rothaarige Mädchen ganz besonders ins Herz geschlossen, denn Pippi sei für sie „immer gut“, wie sie mal in einem Interview erzählte. Zudem war sie sich sicher, dass Pippi niemals älter als neun Jahre alt sein würde.

Da Pippi vor allem für ihre eigenständige und teilweise vorlaute Art bekannt ist und zudem ohne Eltern aufwächst und nicht zur Schule geht, löste sie immer wieder heftige Diskussionen zwischen Befürwortern und Gegnern der antiautoritären Erziehung aus. Viele Lehrer meldeten sich laut zu Wort und kritisierten die antiautoritäre Einstellung von Pippi und verteidigten Ihre damals strenge, autoritäre Erziehung. Dabei verfolgte Astrid Lindgren in Ihren Büchern nur drei einfache Ziele: den Kindern eine Stimme geben, sich gegen die Bevormundung durch Erwachsene einzusetzen und eine Brücke zwischen Kindern und Erwachsenen zu schaffen. Andere empfinden ihre Selbstbestimmtheit und Eigenständigkeit als bewundernswert, denn Pippi zeigt, dass sich Kinder nicht immer alles stillschweigend von Erwachsenen gefallen lassen müssen!

Tatsache ist, dass sich wohl jedes Kind beim Lesen der Pippi Langstrumpf-Abenteuer wünscht, auch so verrückte Dinge zu erleben. Sei es auf einem eigenen „Limonadenbaum“ herumzuklettern oder gemeinsam mit seinen besten Freunden eine Südseeinsel zu erkunden. Astrid Lindgren gibt den Kindern die Möglichkeit der Realitätsflucht in eine glückliche und ungestörte Welt ohne Not und Entbehrungen, wo Kinder Kinder sein dürfen.

Wer Pippi noch nicht kennen sollte oder seine Erinnerungen noch einmal auffrischen möchte, ist herzlich willkommen, sich ihre Abenteuer bei uns auszuleihen. Gerne auch als Film- oder Hörbuchfassung!

Oder um es mit Pippis Worten zu sagen: „Ich bin sommersprossiger und schöner denn je. Wenn das so weitergeht, werde ich direkt unwiderstehlich.”

Viele Grüße,

Marco und Charlotte

(Bundesfreiwilligendienstler*innen)

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