Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘Rezension’

Liebe Leser*innen,

diesen Monat stelle ich euch einen Jugend-Dystopie-Roman der Autorin Alexandra Flint vor. Nach ihrer Lesung bei uns im Haus war ich neugierig auf ihren Schreibstil und habe mir „Two Sides of the Dark“ – Band Eins der „Emerdale“-Dilogie – vorgenommen.

Bild: Thienemann Verlag | https://www.thienemann.de/produkt/emerdale-1-two-sides-of-the-dark-isbn-978-3-522-50708-0

Als Taylor in Los Angeles auf Jo trifft, fühlen sie sich vom ersten Moment an zueinander hingezogen: Jo, der gescheiterte Schauspieler, der bei einem Unfall ein Bein verloren hat, und Taylor, aufgewachsen in Emerdale, einem auf Genmanipulation spezialisierten Forschungslabor, und nun auf der Flucht. Beide wollen ihre Vergangenheit hinter sich lassen und ein neues Leben beginnen. Doch je näher sich Taylor und Jo kommen, desto größer wird auch die Gefahr, in der sie beide schweben. Denn Emerdale ist Taylor dicht auf den Fersen und will nicht nur sie vernichten, sondern auch alle, die sie liebt …

Das Schöne an diesem Buch war, dass man sofort mit den ersten Seiten direkt in die Geschichte eingestiegen ist. Erst im Laufe der folgenden Kapitel lernte man die einzelnen Charaktere und ihren Hintergrund intensiver kennen. Und diese könnten nicht gegensätzlicher sein: Taylor, ein genmanipuliertes Experiment des Forschungsinstituts Emerdale, ist mit einem Wissenschaftler (getarnt als ihr Vater) vor den Genforschern auf der Flucht und versucht, in der normalen Welt nicht aufzufallen. Dann wäre da noch Jonathan, ein gefeierter Schauspieler, der nach einem schweren Unfall nun endlich die Chance sieht, sein Leben wieder selber in die Hand zu nehmen. Und nicht zu vergessen Vin, Jonathans Freund/Bodyguard, der sich ebenfalls mit Taylor anfreundet und eine wichtige Schlüsselrolle in Bezug auf Emerdale spielt.

Der Roman hat mich sofort nach den ersten Seiten in den Bann gezogen. Die packende Geschichte, die abwechselnd aus den Perspektiven von Taylor und Jonathan erzählt wird, variiert ausgewogen zwischen romantischen Szenen und actionreichen Sequenzen. Auch das Thema Genforschung und Genmanipulation wird spannend in den Roman eingebaut. Und natürlich sorgt der flüssige und ansprechende Schreibstil der Autorin für unterhaltsame Lesestunden ☺️.

Sollte ich euch jetzt neugierig gemacht haben, könnt ihr das Buch – und seine Fortsetzung – natürlich bei uns ausleihen!

Eure

Désirée Sterr

Read Full Post »

Liebe Leser*innen,

für alle, die nicht vor einem über 800 Seiten starken Buch zurückschrecken, empfehle ich euch heute als Buch des Monats „Demon Copperhead“ von Barbara Kingsolver.

 Für mich ganz klar das Buch-Highlight des Sommers!

Bild: dtv Verlag | https://www.dtv.de/buch/demon-copperhead-28396

Demon Copperhead kommt in einem rostigen Trailer irgendwo in Virginia auf die Welt. Gewalt und Armut prägen die Gegend, genauso wie die dort lebenden „Hillbillys“. Demons Mutter ist 18 Jahre alt und frisch auf Entzug, als sie ihn auf die Welt bringt, der Vater ist bereits verstorben.

Die zwei versuchen sich durchzuschlagen, doch seine Mutter wird es nicht schaffen. Sie ist ein frühes Opfer der „Opioidkrise“ und wird keine 30 Jahre alt. Demon hat zu der Zeit zwar einen Stiefvater, doch verlassen kann er sich auf den nicht. Zudem ist er gewalttätig.

Demon Copperheads Kindheit wird zu einem Albtraum. Er landet immer wieder bei neuen Pflegefamilien, wird ausgebeutet, versklavt und missbraucht. Erst als sein Talent für Football entdeckt wird, gibt es für ihn etwas Hoffnung …

Barbara Kingsolver erzählt das tragische Schicksal von Demon Copperhead so mitreißend und überzeugend, dass es mir sehr schwerfiel, das Buch zur Seite zu legen. Angelehnt an den Weltklassiker von Charles Dickens „David Copperfield“ hat sie die Geschichte jedoch in den heutigen USA angesiedelt.

Es zeigt die Hoffnungslosigkeit der Bevölkerung, vor allem der Kinder, die Armut und Gewalt und die grauenhafte Opioidkrise in den USA und die daraus entstandenen tragischen Drogenopfer.

Selten habe ich mit einem Helden so mitgefiebert, ihm die Daumen gedrückt und mich über jeden Erfolg gefreut. Ein ergreifendes, einzigartiges Werk, das lange nachhallt. Mich begleitet „Demon Copperhead“ immer noch.

Mein Tipp: Unbedingt lesen!

Das Buch gibt es bei uns in der Stadtbibliothek als Buch und als Ebook.

Eure

Michaela Hürtgen

Read Full Post »

Liebe Leser*innen,

für das Buch des Monats September habe ich mich mal an ein (für mich) neues Genre rangetastet: Romantasy. Romance und Fantasy sind zwei Bereiche, die ich sehr gerne lese. Und dass nun beide Genres in einem Buch vereint sind, war für mich ein ausschlaggebender Punkt, diesen Roman zu lesen. Deshalb stelle ich euch heute Band Eins der Dilogie „Letters of Enchantment – Divine Rivals“ von Rebecca Ross vor.

Während ein erbarmungsloser Krieg zwischen den Göttern herrscht, versucht die 18-jährige Iris Winnow alles, um ihre Familie über Wasser zu halten. Weil ihr Bruder an der Front vermisst wird, nimmt sie einen Job bei der Oath Gazette an, aber auch der arrogante Roman Kitt hat es auf die begehrte Beförderung zum Kolumnisten abgesehen. Obwohl zwischen ihnen ein erbitterter Wettkampf entsteht, fühlt sich Iris zu ihrem gutaussehenden Rivalen hingezogen. Denn was sie nicht weiß: Roman ist ihr mysteriöser Brieffreund, der durch eine magische Verbindung ihrer Schreibmaschinen mit seinen wunderschönen Worten ihr Herz berührt. Doch der Krieg rückt näher und droht die beiden schon bald zu entzweien …

Bild: https://www.luebbe.de/lyx/buecher/romantische-fantasy/divine-rivals/id_10515813

Der Autorin ist es durch ihren gefühlvollen Schreibstil relativ früh gelungen, mir die beiden Protagonisten ans Herz zu legen. Iris ist eine sehr sympathische junge Frau und bemüht sich trotz allen Widerständen, sich mit ihrem Kollegen Roman gutzustellen. Roman wirkt auf den ersten Blick höchst arrogant, doch sobald man seine Familiengeschichte erfährt, versteht man sein Verhalten.

Im Laufe des Romans, der abwechselnd aus den Perspektiven von Iris und Roman erzählt wird, konnte ich gut die unterschiedlichen Charakterentwicklungen nachvollziehen. Trotzdem war ich positiv von Roman überrascht, der in seinem Briefwechsel mit Iris so offen und ehrlich über seine Emotionen schreibt. Im Gegensatz dazu sind die persönlichen Treffen der Beiden immer eine erfrischende Abwechslung, die mich aus dem Grinsen nicht mehr rausbrachte…die Neckereien zwischen Iris und Roman sind wirklich einzigartig.

Am besten hat mir jedoch gefallen, dass dieses Buch so facettenreich ist: die Geschichte enthält viel Romantik, Spannung und Fantasy. Vor allem die Mythen über die Götter, die immer mal wieder erwähnt werden, haben es mir letztendlich angetan 😃.

Da dieses Buch mit einem gemeinen Cliffhanger endet, bin ich schon gespannt darauf, Band Zwei zu lesen.

Natürlich könnt ihr beide Bände bei uns ausleihen!

Eure

Désirée Sterr

Read Full Post »

Liebe Leser*innen,

in diesem Monat stelle ich euch einen aufwühlenden Familienroman vor. „Der Verdacht“ von Ashley Audrain ist ein packendes Familiendrama, das sehr emotional an Themen herangeht, die heute noch in der Gesellschaft als tabu gelten.

Bild: Penguin Verlag | https://www.parkbuchhandlung.de/produkt/der-verdacht-von-ashley-audrain/

Violet ist ein Wunschkind, und Blythe möchte die liebevolle Mutter sein, die ihr selbst so sehr fehlte. Doch als man ihr das Neugeborene in den Arm legt, fühlt sich alles falsch an. Da ist nur Ablehnung, und je älter das Mädchen wird, desto mehr wächst die Angst vor Violet und ihrem feindseligen Verhalten, das sich Blythe nicht erklären kann. Alles nur Einbildung? Oder ist das Mädchen tatsächlich absichtsvoll böse? Fox, der seine Tochter von ganzem Herzen liebt, beobachtet seine Frau mit wachsendem Misstrauen. Bis eines Tages das größtmögliche Unglück über die Familie hereinbricht – und Blythe sich ihrer Wahrheit stellen muss.

Dieser Roman war mal eine ganz andere Herausforderung für mich. Selten hat mich ein Buch so dermaßen erschüttert und mitgenommen. Die Autorin lässt die Protagonistin ihre Version der Ereignisse so schonungslos berichten, dass man als Leser zwar versteht, wieso sie in gewissen Situationen entsprechend reagiert hat aber man möchte es eigentlich gar nicht wahrhaben. Auch ihre Rückblicke in ihre eigene Kindheit sind nicht einfach zu ertragen. Aber am schockierendsten zu lesen war für mich die (Verhaltens-)Entwicklung von Blythes Tochter.

Doch genau von diesem erschreckenden Plot lebt dieser Roman. Er greift gesellschaftliche Themen auf (Mutterschaft, fehlende Mutterliebe und die daraus resultierenden Auswirkungen), die heute noch totgeschwiegen werden und einen im Nachklang nachdenklich werden lassen.

Durch diese Familiengeschichte wird einem erst bewusst gemacht, was Verfehlungen in der Kindheit anrichten können und auch Generationen später noch Auswirkungen auf die Nachkommen und ihr Umfeld haben.

Auch wenn es sich bei diesem Roman um harte Lesekost handelt, kann ich ihn nur jedem empfehlen, der nicht abgeneigt ist, eine etwas andere Leseerfahrung zu machen. Selbstverständlich ausleihbar in der Stadtbibliothek.

Eure

Désirée Sterr

Read Full Post »

Liebe Leser*innen,

in diesem Monat stelle ich euch einen echt spannenden Psychothriller vor. „Hope’s End“ von Riley Sager ist eine komplexe Familiengeschichte mit einigen gelungenen Plot-Twists.

Bild: dtv Verlag | https://www.dtv.de/buch/hope-s-end-21891

1929 erschüttert eine schreckliche Bluttat ganz Maine. Die 17-jährige Lenora Hope wird verdächtigt, ihre Eltern und ihre Schwester grausam ermordet zu haben. Sie streitet die Tat jedoch vehement ab. Erst als fast fünfzig Jahre später die junge Pflegerin Kit nach Hope’s End, den Familiensitz und Schauplatz der Tragödie, kommt, scheint sich das Geheimnis um die grausamen Morde zu lüften. Denn Lenora Hope, die nach einem Schlaganfall nur noch mithilfe einer Schreibmaschine kommunizieren kann, will Kit die ganze Geschichte erzählen. Doch Kit begreift schnell, dass sie niemandem trauen kann. Und schon bald weiß sie, dass sie in tödlicher Gefahr ist …

Ich war schon nach den ersten Kapiteln von diesem Pageturner begeistert. Besonders hat mir gefallen, dass wir mit dem ersten Kapitel sofort in die Geschichte einsteigen, ohne vorher mit zu vielen Nebenhandlungen auf die eigentliche Story vorbereitet zu werden.

Des Weiteren gefällt mir sehr gut, dass der Autor seine Geschichte ohne viel Blutvergießen erzählt und dafür mehr auf subtile Spannungsmomente setzt. Dadurch entsteht eine düstere, fesselnde Atmosphäre und besticht durch viele unvorhersehbare Situationen.

Einen kleinen (persönlichen) Kritikpunkt habe ich allerdings doch: gegen Ende des Romans entwickeln sich auf einmal so viele Plot-Twists, dass ich zeitweise den Faden/Überblick verloren habe. Wenn man sich allerdings auf die unterschiedlichen Wendungen einlässt, geht das Lesevergnügen auch nicht verloren.

Gerne könnt ihr euch selber ein Urteil bilden und das Buch bei uns ausleihen.

Eure

Désirée Sterr

Read Full Post »

Liebe Leser*innen,

heute stelle ich euch als Buch des Monats „A Song to Raise a Storm“ von Julia Dippel vor. Es ist der Auftakt der Sonnenfeuer-Trilogie und ich kann nur sagen: Es ist großartig! Lasst euch verzaubern!

Bild: Thienemann Verlage | https://www.thienemann.de/produkt/die-sonnenfeuer-ballade-1-a-song-to-raise-a-storm-isbn-978-3-522-50813-1

Städte, Siedlungen und Straßen gehören den Menschen, die Wälder jedoch sind das Reich der Qidhe, der magischen Wesen. So will es das umstrittene und streng durchgesetzte Friedensabkommen. Aber Sintha pfeift auf diese Gesetze. Halb Mensch, halb Qidhe muss sie sich ohnehin mit dem Misstrauen beider Welten herumschlagen – besonders mit dem der Vakàr, einem dunklen magischen Volk, das die Einhaltung des Friedensabkommens erbarmungslos überwacht. Als eines Tages ein Schneesturm aufzieht und Sintha gezwungen ist, in einem menschlichen Gasthof Schutz zu suchen, ändert sich für sie alles.

Sintha ist unser Hauptcharakter. Sie ist halb Mensch, halb ein magisches Wesen, eine Halb-Onyde. Als Halb-Onyde ist sie nirgends sicher, deshalb versucht sie diesen Umstand vor allen zu verstecken. Dass sie dann auch noch für die Unterschicht arbeitet, macht es schwieriger. Auf dem Weg zu ihrem Vater, der dringend seine Medizin braucht, muss sie wegen eines starken Schneesturms Unterschlupf in einem Gasthaus finden. Sie lernt verschiedene Wesen kennen und fürchten. Ein Mord, der kurz zuvor in dem Dorf geschah, durchkreuzt ihre Pläne, sich von den Vakàr fern zu halten. Denn der gefährliche Anführer der Vakàr, der Syr der Syrs Arezander, soll persönlich den Mord aufklären. In den kommenden Tagen findet dieser heraus, dass Sintha eine Sonnenfeuer-Onyde ist, die eigentlich als ausgerottet gelten, und schon wächst sein Interesse an ihr. Mithilfe ihrer Gabe könnte er den Mörder entlarven. Doch als Sintha Arez und seine Skall besser kennenlernt, stellt sie fest, dass es sich nicht nur um einen Mord handelt. Vielmehr geht es um eine Verschwörung gegenüber der Monarchin, und nun steckt Sintha schon viel zu tief in der Sache drinnen, als dass sie sich zurückziehen könnte.

Während des Lesens habe ich mir einige Fragen gestellt: Welches Wesen hat den Mord begangen? Kann man dem Syr vertrauen, der für seine Position seinen eigenen Bruder umgebracht haben soll? Wird die Monarchin diesen Hinterhalt überleben? Wird Sintha es schaffen, Arez zu retten? Oder wird sie sich selbst in diesem Kampf opfern müssen?

Aber vor allem: Wem kann ich noch vertrauen?

Antworten auf die (meisten) Fragen bekommt ihr, wenn ihr dieses Buch lest!
Natürlich gibt es diesen Roman bei uns in der Bibliothek zum Ausleihen.

Eure
Lena

Read Full Post »

Liebe Leser*innen,

heute möchte ich euch als Buch des Monats den Roman „Leuchtfeuer“ von der Autorin Dani Shapiro vorstellen. Es handelt sich um einen bewegenden Familienroman, dessen hübsches und blumiges Cover mich direkt angesprochen hat.

Bild: Hanser Verlag | https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/dani-shapiro-leuchtfeuer-9783446279353-t-5207

Aber worum geht es?

Zwei Familien, eine Nacht, eine Entscheidung die ihr Leben für immer verändert.

In einem Vorort von New York steigen drei betrunkene Teenager in ein Auto – und nichts ist mehr wie zuvor. Die Geschwister Sarah und Theo zerbrechen fast an der Last des Geheimnisses, das sie seitdem teilen, und selbst 20 Jahre später bestimmt es ihr Leben. Auch ihr Vater Ben, ein pensionierter Arzt, hadert mit seiner Rolle in jener denkwürdigen Nacht. Doch als Bens Begegnung mit dem zehnjährigen Nachbarsjungen Waldo eine Kette von Ereignissen in Gang setzt, droht das Geheimnis zu platzen und ihrer aller Leben in ungeahnte Bahnen zu lenken.

„Leuchtfeuer“ ist so spannend, so voller Wendungen und Überraschungen geschrieben, dass ich total begeistert bin. Es geht um Familie, Reue, Schuld und das fragile Konstrukt vermeintlicher Wahrheit – bittersüß und melancholisch erzählt. Durch ihren flüssigen und eher nüchternen Schreibstil gelingt es der Autorin, uns Leser*innen nicht nur zu unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anzuregen.

Dani Shapiro schreibt das Buch in Zeitsprüngen, was am Anfang vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig ist, so macht es die Geschichte aber sehr viel interessanter. Denn nur durch die einzeln betrachteten Ereignisse wird deutlich, wie die Schicksale zweier Familien miteinander verwoben sind.

Das Buch war in den USA ein großer Bestseller und gerade wird an einer Adaption fürs Fernsehen gearbeitet. Ich hoffe, dass diese auch bei uns zu sehen sein wird.

Ich empfehle das Buch allen, die gerne berührende Familiengeschichten lesen. Selbstverständlich könnt ihr dieses Buch in der Stadtbibliothek ausleihen.

Eure

Michaela Hürtgen

Read Full Post »

Liebe Leser*innen,

für dieses Buch des Monats begeben wir uns in eine fantastische Welt, in der Vampire das Sagen haben. „When the King falls“ von Marie Niehoff ist der Auftakt der zweibändigen Vampire-Royals-Reihe.

Bild: Kyss Verlag | https://www.endlichkyss.de/buch/marie-niehoff-when-the-king-falls-9783499011757

London, Gegenwart. Seit Jahrhunderten herrschen die Vampire mit harter Hand über die Menschheit. Doch im Untergrund hat sich eine Rebellion gebildet. Eine Gruppe von Menschen, die nicht länger bereit ist, diese Unterdrückung hinzunehmen. Auch Florence ist Teil des Widerstands und wurde von Geburt an auf ihre bevorstehende Aufgabe vorbereitet. Mit ihr hat die Rebellion erstmals die Chance, eine Attentäterin ins Crimson Heart, das Schloss des Vampirkönigs, einzuschleusen. An jeder Wintersonnenwende wählt der König eine neue Blutbraut aus, von der er sich nähren wird. Und dieses Jahr gehört Florence zu den Kandidatinnen. Sie soll ihn dazu bringen, sich für sie zu entscheiden, sie zu begehren, ihr zu vertrauen. Und sie wird all das gegen ihn benutzen, um ihn zu töten. Es sei denn, ihr eigenes Herz verrät sie …

Dieses Buch musste ich schnell auslesen! Der Start des Romans ist ein wenig schleppend, man muss erst in die Geschichte reinkommen, aber sobald Florence zur Blutbraut gewählt ist und dem König gegenübersteht, ist es, als wäre man gefangen! Mir ging es beim Lesen so, dass ich unbedingt wissen wollte, wer diese Person ist, der Florence offen und ehrlich gesagt hat, dass der König ein unsympathischer Kerl ist.
Florence hat durch jahrelanges Spionieren eine Vielzahl an Informationen über den König gesammelt, sodass sie nicht sicher ist, welche Informationen stimmen und welche nicht. Ist er wirklich so ein Monster, das sich nimmt, was er will, oder hat er einen weichen Kern?

Die Geschichte ist aus der Perspektive von Florence geschrieben und so gut beschrieben, dass man als Leser*in das Gefühl hat, Florence zu sein. Man wird in ihre Gedanken mitgerissen, ob ihr Plan überhaupt einen Sinn macht. Anscheinend gibt es sogar eine Geheimorganisation die gegen den König ist, könnten sie sich vielleicht zusammenschließen? Oder was passiert mit ihr, wenn sie sich der Aufgabe nicht stellen wird, werden ihre Eltern und ihr Bruder sie zurückholen?
Es gab Momente wo ich gerne ins Buch gebrüllt hätte, vor allem am Ende!

Was ich natürlich nicht verraten werde! Denn sonst würde ich ja Spoilern 😉!

Aber ihr könnt dieses Buch bei uns in der Bibliothek ausleihen und selber herausfinden, wie die Geschichte ausgeht!

Eure
Lena


Read Full Post »

Liebe Leser*innen,

heute stelle ich euch als Buch des Monats einen Roman vor, der sowohl als historischer Roman als auch als Krimi eingeordnet werden könnte.

Und genau diese Kombination hat mich neugierig gemacht.

Es handelt sich um „Die versteckte Apotheke“ von Sarah Penner.

Bild: HarperCollins Verlag | https://www.harpercollins.de/products/die-versteckte-apotheke-9783365001509

Gift, Rache und ein geheimer Frauenbund

Im London des 18. Jahrhunderts raunen sich Frauen hinter vorgehaltener Hand zu, dass es einen Ausweg aus besonders gewalttätigen Ehen gebe: Eine junge Apothekerin rettet sie mit tödlichen Arzneien aus der Not, eine versteckt übermittelte Nachricht genügt. Doch was, wenn aus der Retterin die Gejagte wird?

Knapp 200 Jahre später stößt die Historikerin Caroline Parcewell auf die außergewöhnliche Geschichte der giftmischenden Apothekerin und setzt damit unerwartete Ereignisse in Gang – nicht nur ihr eigenes Leben wird nicht mehr dasselbe sein …

Zunächst war ich etwas skeptisch, was die Geschichte betrifft, da sie über zwei verschiedene Zeitebenen spielt und ich solche Romane normalerweise nicht mag. Aber die Autorin hat es durch ihren fesselnden Schreibstil geschafft, beide Ebenen so gekonnt miteinander zu verbinden, dass mir im Verlauf des Buches der Wechsel gar nicht mehr aufgefallen ist. Stattdessen wollte ich nur schnell wissen, wie es mit den unterschiedlichen Hauptcharakteren weitergeht. Kann sich Caroline durchsetzen und ihren Lebenstraum als Historikerin verwirklichen? Und können Nella und Eliza ihr Geschäft fortführen oder geht doch noch etwas schief? Da jede der Frauen sehr authentisch beschrieben wird, fühlte ich in jeder Situation mit ihnen mit.

Und von Kapitel zu Kapitel stieg der Spannungsbogen…bis man plötzlich am Ende der Geschichte angelangt ist, welches für mich nicht so richtig zufriedenstellend war.

Aber macht euch selber ein Bild von dem Roman, denn ihr könnt euch das Buch gerne bei uns ausleihen! Und vielleicht habt ihr ja eine Idee, um was es sich handelt…ist es ein historischer Roman, ein Krimi oder doch etwas ganz anderes?

Eure

Désirée Sterr

Read Full Post »

Liebe Leser*innen,

anlässlich der Sonderausstellung „Das Lonka-Projekt“ im Museum habe ich die Biografie des Überlebenden Eddie Jaku, dessen Porträt dort ausgestellt ist, gelesen und möchte euch diese gern als Buch des Monats vorstellen. In diesem Buch erhält man einen Einblick in die unfassbare Lebensgeschichte des Autors.

Bild: Droemer Knaur Verlag | https://www.droemer-knaur.de/buch/eddie-jaku-der-gluecklichste-mensch-der-welt-9783426214992

Eddie Jaku wird 1920 in Leipzig geboren und wächst als Sohn einer jüdischen Mittelschichtsfamilie auf. Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme ist er gezwungen, seine Heimat zu verlassen, um in Tuttlingen unter falschem Namen die Schule abzuschließen. Als er am 9. November 1938 heimlich seine Eltern in der Heimat besucht, wird er nach Buchenwald deportiert. Sein Vater schafft es, ihn freizubekommen und gemeinsam mit der gesamten Familie nach Belgien auszuwandern. Mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs beginnt ein Leben in Angst, in Verstecken und auf der Flucht. Doch schließlich wird die Familie verraten und nach Auschwitz deportiert, Eddies Eltern werden ermordet. Er selbst überlebt den Horror der KZ-Haft als begabter Ingenieur. In den letzten Kriegstagen entkommt er einem Todesmarsch und wird von US-Truppen gerettet.

Ein absolut ergreifendes Buch, das mich sehr berührt hat. Gleichzeitig war es wirklich faszinierend zu lesen, welch unglaubliches Glück Eddie während dieser – für uns heute unvorstellbaren – Zeit hatte. Im Verlauf des Buches gab es einige Kapitel, deren Beschreibungen für mich sehr schwer zu verarbeiten waren, da wir Eddie durch die ganzen grausamen Zustände der damaligen Zeit begleiten und ich beim Lesen ständig mit ihm mitgelitten habe.

Und trotz allem, was ihm während seiner jungen Jahre widerfahren ist, konnte er mit der Geburt seines Sohnes diese schlimmen Zeiten hinter sich lassen und seine Lebenseinstellung in eine positive Richtung lenken – eine bewundernswerte Einstellung, die durch sein Vorhaben, jeden Tag zu lächeln, um damit sein Überleben zu ehren, nur noch eindrucksvoller wird.

Auch seine weiteren Überzeugungen, an die er sich sein restliches Leben lang gehalten hat und die er an nachfolgende Generationen weitergeben möchte, zeugen von einer unglaublich starken Persönlichkeit:

  • Ein Schritt nach dem anderen. Wenn du heute überstehst, wird ein Morgen kommen.
  • Freundlichkeit kannst du überall finden, auch bei Fremden.
  • Wenn du deine Überzeugungen verlierst, verlierst du dich selbst.
  • Ein guter Freund kann dir die ganze Welt bedeuten.
  • Wo Leben ist, ist Hoffnung.

Ich kann dieses Buch nur jedem ans Herz legen, der sich für Biografien sowie Erzählungen von Zeitzeugen interessiert.

Natürlich könnt ihr euch dieses Buch bei uns ausleihen.

Eure

Désirée Sterr

Read Full Post »

« Newer Posts - Older Posts »