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Liebe Leser*innen,

das erste Buch von Madeline Miller, „Das Lied des Achill“ fand ich wunderschön geschrieben und deswegen wollte ich natürlich auch „Ich bin Circe“ lesen. Und da ich auch von diesem Buch sehr beeindruckt war, möchte ich es euch als Buch des Monats vorstellen.

Bild: Eisele Verlag | https://eisele-verlag.de/books/ich-bin-circe-tb/

Circe ist die Tochter des mächtigen Sonnengotts Helios und der Nymphe Perse, doch sie ist ganz anders als ihre göttlichen Geschwister. Ihre Stimme klingt wie die einer Sterblichen, sie hat einen schwierigen Charakter und ein unabhängiges Temperament, ist empfänglich für das Leid der Menschen und fühlt sich in deren Gegenwart wohler als bei den Göttern.

Sie wächst bei den Göttern auf und ist schon damals durch ihre Eigenschaften ein ungeliebter und unbeliebter Charakter. Ihre Charaktereigenschaften werden ihr später auch zum Verhängnis, weswegen sie auf eine Insel verbannt wird, wo sie auf sich gestellt ist. Sie studiert die Magie der Pflanzen, lernt wilde Tiere zu zähmen und wird zu einer mächtigen Zauberin. So ziehen die Jahrhunderte ins Land. Trotz ihrer Verbannung muss sie sich mit dem Minotaurus, dem Seeungeheuer Scylla und anderen Tücken der Welt auseinandersetzen.

Doch irgendwann muss sie sich endgültig entscheiden – will sie zu den Göttern gehören, von denen sie abstammt oder zu den Menschen, die sie lieben gelernt hat.

Es ist ein Entwicklungsroman über eine (bisherige) Randfigur der griechischen Mythologie – quasi griechische Mythologie neu verpackt.

Das Buch ist sehr fesselnd, poetisch und wunderschön geschrieben. Es ist aus Circes Sicht in der Ich-Form geschrieben und gibt so die Möglichkeit, noch tiefer in Circes Gedanken und Gefühle hineinzutauchen. Der Schreibstil von Madeline Miller ist so wunderbar bildhaft, so wie auch schon bei „Das Lied des Achill“.

„Ich bin Circe“ ist nicht nur für Mythologie-Fans lesenswert, sondern für alle, die Lust haben, in eine neue Welt hineingesogen zu werden. Meiner Meinung nach ein wunderschönes Buch mit einer starken weiblichen Protagonistin.

Das Buch könnt ihr jederzeit bei uns ausleihen.

Eure Emily

Liebe Leser*innen,

nach zwei Jahren in der Stadtbibliothek möchte ich mich an dieser Stelle bei allen verabschieden. Meine Zeit als Mitarbeiter in der Stadtbibliothek ist vorbei. Doch als Kunde und erfreulicherweise Kollege werde ich allen weiterhin erhalten bleiben. Seit Anfang August hat es mich nämlich fest zum Stadtarchiv ins Rathaus verschlagen. Dort durfte ich bereits seit der Flutkatastrophe ein paar Stunden aushelfen und freue mich nun, eine Festanstellung anzutreten.

Doch die Dienste in der Stadtbibliothek werden mir zukünftig fehlen. Mit Freude bin ich dort der Arbeit nachgegangen und habe mit Begeisterung die unterschiedlichsten Aufgaben übernommen. Es war ein sehr abwechslungsreicher Job, der mir viele schöne Momente beschert hat – Brettspielsonntage, Beratungen (zumindest bei analogen Medien, die digitalen Inhalte habe ich „Steinzeitmensch“ gerne an meine freundlichen Kolleginnen übergeben 😉), Sommerleseclub, VR-Nachmittage mit Besuch im alten Friedrichstadt-Palast im Berlin der 20er, Steine bemalen und und und.

Abschließend wünsche ich allen weiterhin viel Spaß beim Stöbern in der Stadtbibliothek und wir sehen uns bestimmt nochmal!

Euer Julian Dohmen

PS: Vor allem hat es mich erfreut zu sehen, dass ich als „älteres Semester“ bei Fifa an der Konsole noch mit den Jungspunden mithalten konnte 😀!

Liebe Leser*innen,

heute möchte ich Euch folgendes Sachbuch empfehlen:

„Spiele-Klassiker für Kinder ganz ohne Smartphone“.

Ich hatte dieses Buch zufällig in der Hand, während ich in unserer Kinder- und Jugendbibliothek in der 2. Etage unser neues Regal für Neuheiten aufgeräumt habe. Als mir das Buch in die Hände fiel, machte mich der Titel neugierig. Spielen ganz ohne Smartphone – das gilt nämlich nicht nur für Kinder! Deshalb nahm ich es mit nach Hause.

©ekz.de

Worum geht es genau?

Die Autor*innen haben eine kleine Auswahl an lustigen, kreativen Spielen für drinnen und draußen zusammengetragen. Man benötigt nur seine Hände, Papier und Stift.

Das Inhaltsverzeichnis verspricht Faden-, Murmel-, Jo-Jo-, und Sing-Spiele.

Als ich diese Übersicht las, wurde ich zurück in meine Kindheit versetzt. Es werden Spiele wie „Himmel und Hölle“, „Andotzen“ oder „Mit Unterrock im zehnten Stock“ in Erinnerung gerufen. Um ehrlich zu sein, habe ich keins dieser Spiele mehr vor Augen gehabt. Umso mehr hat es mich gefreut, sie neu wiederzuentdecken.

Besonders gefallen haben mir die einfach erklärten und anschaulich bebilderten Anleitungen. Diese laden direkt zum Loslegen ein.

Diese Spiele-Klassiker eigenen sich jedoch nicht nur für den Einsatz zu Hause, sondern auch im Kindergarten oder in der Schule.

Es lohnt sich also auf jeden Fall, mal einen Blick in dieses Buch zu werfen!

Es grüßt Euch herzlich

Carmela Rizzuto

Liebe Leser*innen,

am 31.07. endet offiziell mein Bundesfreiwilligendienst in der Stadtbibliothek Euskirchen.

©J. Rittel, Stadtbibliothek Euskirchen

Rückblickend haben mir vor allem die Veranstaltungen Spaß gemacht, darunter ganz besonders der monatliche Spiele-Treff und die Nacht der Bibliotheken. Aber auch der Thekendienst war nicht ohne, vor allem, weil der Kontakt zu den Kunden immer sehr vielfältig ist. Ich wurde sehr gut in das Team der Stadtbibliothek aufgenommen und fühlte mich mit der Zeit immer mehr wie ein gleichberechtigter Bediensteter als ein BFDler. Es gab keinen Tag, an dem es für mich nichts zu tun gab und auch die Einarbeitungsphase war gut gefüllt. Nichtsdestotrotz habe ich mit Begeisterung meine Aufgaben erledigt und alle zufriedenstellend ausgeführt. Der BFD hat meinen Berufsweg so stark beeinflusst, dass ich anstatt Rechtspfleger zu werden stattdessen den Beruf als Bibliothekar anstreben werde.

Deshalb habe ich nach dem BFD vor „Bibliothek und digitale Kommunikation“ an der TH in Köln zu studieren, um dann hoffentlich in einer öffentlichen Bibliothek als Bibliothekar zu arbeiten.

Obwohl die Arbeit manchmal mühsam war, hatte ich alles in allem sehr viel Spaß in der Bibliothek und freue mich schon auf den kommenden Lebensabschnitt.

Ich wünsche euch allen bis zum nächsten Wiedersehen noch eine schöne Zeit.

Bis bald

Euer Abdul 😊

Liebe Leser*innen,

meine Zeit als BFDlerin in der Stadtbibliothek neigt sich so langsam dem Ende zu.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge möchte ich mich nun von der Stadtbibliothek verabschieden. Einerseits freue ich mich wahnsinnig auf die Zeit die nun kommt, andererseits werde ich das Team, die Bibliothek und die Kund*innen natürlich vermissen.

In diesem Jahr, beziehungsweise in den 11 Monaten die ich hier war, wurde es nie langweilig, immer kamen neue Aufgaben und Herausforderungen dazu. Die Zeit war abwechslungsreich und jedes Mal wurde mir aufs Neue klar gemacht, wie viel mehr Bibliotheken eigentlich sind als „nur Bücher“.

Die meisten Aufgaben haben mir viel Spaß gemacht, beispielsweise die Thekenschichten, die Veranstaltungen mit den Klassen und KiTa-Gruppen sowie die mehrsprachigen Bilderbuchkinos und sogar die Bürozeiten. Auch die „stumpfe“ Arbeit wie foliieren oder bekleben mochte ich immer gerne.

Einen Bundesfreiwilligendienst (BFD) kann ich auf jeden Fall empfehlen.

©E. Zawadzki, Stadtbibliothek Euskirchen

Auch wenn ich beruflich nun in eine andere Richtung gehe, hat das BFD mir viel gebracht.

Es hat mir gezeigt, wie es ist, in einem Team zu arbeiten, wie der Umgang mit Kunden sein sollte, wie vielfältig die Arbeit in einer Bibliothek ist und wie viel Organisation und Büroarbeit hinter den Kulissen stattfindet. Auch dadurch, dass mir immer mehr zugetraut wurde, wurde ich immer selbstständiger und habe mich im Team gut aufgenommen gefühlt.

Nun möchte ich dem Team nochmal danken, für die herzliche Aufnahme, die lustigen Stunden und den vielen Input! Danke!

Eure

Emily

Liebe Leser*innen,

gestern wurde es im Sommerleseclubraum wieder bunt. Denn unser Kreativ-Donnerstag lief unter dem Motto „Steine bemalen“. Einige Kinder brachten dafür sogar ihre im Urlaub selbst gesammelten Steine mit. Für alle anderen hatten die Kollegen fleißig einen kleinen Vorrat an Steinen angelegt, sodass jeder die Möglichkeit hatte, einen Stein zu bemalen. Zusätzlich standen viele Stifte und Farben für die Teilnehmer bereit und schon konnte es losgehen.

Wie wir schnell feststellten, mangelte es bei unseren kleinen Künstlern nicht an Ideen und Kreativität. Heraus kam eine tolle Mischung an kleinen Meisterwerken.

Diese wundervollen Ergebnisse wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten, deshalb haben wir eine kleine Fotostrecke zusammengestellt.

Wir danken euch für die Teilnahme an den Veranstaltungen und wünschen euch noch viel Spaß beim Sommerleseclub.

Das Team der Stadtbibliothek

Liebe Leser*innen,

am Mittwoch den 28.06. und den 05.07. hatten wir die Veranstaltung „Geschichten schreiben mal anders – Trickfilmproduktion mit Stop Motion Studio“ bei uns im Sommerleseclubraum.

Stop-Motion-Filme entstehen, wenn man Figuren oder Gegenstände in kleinen Schritten bewegt und jede Veränderung fotografiert. Werden die Einzelbilder schnell hintereinander wiedergegeben, entstehen aus den kleinen Veränderungen flüssige Bewegungen, so ähnlich wie beim Daumenkino. Der Zuschauer hat den Eindruck, die Figuren erwachen zum Leben oder Gegenstände bewegen sich wie von Zauberhand. 

Eine große Auswahl an Figuren, wie Dinosauriern, Actionfiguren, Legofiguren, kleinen Autos oder auch verschiedenen Einsatzfahrzeugen standen den Teilnehmern zur Gestaltung der Filme zur Verfügung. Besonders beliebt waren die Schlangen, das Steinmonster oder selbst gebastelte Figuren aus Knete.

Nach einer kurzen Einführung in die Stop Motion Studio App konnten sich die Teilnehmer in die Produktion der Filme stürzen. Dabei sind sie ganz unterschiedlich vorgegangen, manch einer hat eine aufwendige Kulisse gebastelt, andere sind mit nur zwei Figuren ausgekommen. Am Ende sind sehr viele lustige und spannende Filme entstanden.

Damit ihr die Veranstaltung noch einmal Revue passieren lassen könnt, haben wir euch eine kleine Fotostrecke zusammengestellt.

Wie danken euch für die Teilnahme an den Veranstaltungen und wünsche euch noch viel Spaß beim Sommerleseclub.

Das Team der Stadtbibliothek

Liebe Leser*innen,

letzen Donnerstag wurde der Sommerleseclubraum für die Teilnehmer in ein kleines Atelier verwandelt. Es wurde gezeichnet, gemalt und auch manches Mal gekleckert. Denn wir haben Tragetaschen mit Textilfarben und Stiften gestaltet. Manch einer war super mit eigenen Materialien wie T-Shirts und Beuteln zum Gestalten ausgestattet. Für alle anderen hatten wir einiges an Material im Angebot, das im Laufe des Nachmittags wunderschön verziert wurde.

Wer wollte, konnte sich Vorlagen drucken lassen, die in die Tragetasche gelegt und nachgezeichnet werden konnten. Dadurch konnten auch komplizierte Werke wie Sonnenuntergänge oder Tiere gemalt werden. 

Andere waren super kreativ und haben einfach freihändig gezeichnet und sehr interessante Beutel mit Unterwasserwelten oder auch Affen und Schlangen erschaffen.

Die Veranstaltung war ein toller Erfolg und wir haben uns sehr über die kreativ gestalteten Tragetaschen und T-Shirts gefreut.

Um euch einen kleinen Eindruck dieser Veranstaltung zu vermitteln, haben wir eine kleine Dia-Show zusammengestellt.

Wir danken euch vielmals fürs Mitmachen und freuen uns schon aufs nächste Mal.

Das Team der Stadtbibliothek

Liebe Leser*innen,

als Buch des Monats möchte ich Euch heute den neuen Roman von Daniela Dröscher „Lügen über meine Mutter“ ans Herz legen. Vor einigen Wochen stand er bereits auf den Bestsellerlisten sowie auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis und das nicht ohne Grund.

Bild: Kiepenheuer & Witsch | https://www.kiwi-verlag.de/buch/daniela-droescher-luegen-ueber-meine-mutter-9783462001990

Daniela Dröscher erzählt vom Aufwachsen in einer Familie, in der ein Thema alles beherrscht: das Körpergewicht der Mutter. Ist diese schöne, eigenwillige, unberechenbare Frau zu dick? Muss sie dringend abnehmen? Ja, das muss sie. Entscheidet ihr Ehemann. Und die Mutter ist dem ausgesetzt, Tag für Tag. Die ganze Kindheit über hat der Vater am Gewicht der Mutter zu meckern, da er das Übergewicht seiner Frau dafür verantwortlich macht, was ihm alles versagt bleibt: die Beförderung, der soziale Aufstieg, die Anerkennung in der Dorfgemeinschaft.

Dieses Buch über eine Familie in einem Dorf im Hunsrück zu Beginn der 1980er, wo es am wichtigsten ist was „die Leute“ von einem denken, löst Mitgefühl, Empörung und Zorn aus. Zorn darüber, wie ein Mann seine Frau tyrannisiert, und wie diese Frau über Jahre mit dieser Tyrannei leben konnte.

Die achtziger Jahre mit ihren gesellschaftlichen und familiären Zwängen werden ausgezeichnet wiedergegeben. Die Grünen ziehen in den Bundestag ein, und Helmut Kohl wird Bundeskanzler. Männerherrschaft in allen Bereichen wird überzeugend beschrieben. Mit der Emanzipation hat es in dem abgelegenen Dorf bisher nicht geklappt.

Man liest diesen Roman mit einer Mischung aus Schmunzeln und wachsender Wut. Daniela Dröscher hat ihre Kindheit in einem aufschlussreichen Familienporträt verarbeitet, dessen Sog man sich nicht entziehen kann. Ein Buch, das zum Schmökern einlädt.

Ihr findet das Buch hier in der Bibliothek, sowie das Hörbuch in der Westleihe24.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Euch

eure Michaela Hürtgen

Liebe Leser*innen,

am 14.06.23 war es mal wieder soweit: der Berufsfelderkundungstag stand an und sieben junge Leute wollten sich einen Eindruck der Bibliotheksarbeit verschaffen.

Nach einer kurzen Begrüßung ging es direkt mit unserer täglichen Morgenroutine los. Sie durften Medien wegräumen, Spiele zählen und Vorbestellungen bearbeiten. Danach ging es in den Seminarraum, wo alle einen ersten Einblick in unsere Medienbearbeitung erhalten konnten: so wurden neue Bücher mit Folie eingebunden, mit Eigentumsstempel versehen und die dazugehörigen Lieferscheine auf Richtigkeit kontrolliert.

Im Anschluss daran erkundeten sie spielerisch die gesamte Bibliothek mit unserem BIPARCOURS.

Anschließend wurden ihnen mithilfe einer Systematik-Rallye die verschiedenen Standorte unserer Medien noch einmal näher beigebracht.

Nach einer längeren Mittagspause ging es dann an die verschiedenen Recherche-Möglichkeiten in unserem Online-Katalog. Und dann kam das Highlight des Tages: sie durften unsere elektronischen Spielsachen testen. Darunter befanden sich unsere (Lern-) Roboter Dash, Blue-Bot und Bee-Bot, sie konnten StopMotion ausprobieren und lernten das Kamishibai kennen.

Darüber war die Gruppe natürlich mehr als begeistert.

Foto©L. Maukisch, Stadtbibliothek Euskirchen

Zusätzlich bekamen alle Teilnehmer*innen im Laufe des Tages die Möglichkeit, unseren Alltag an der Informationstheke mitzuerleben.

Abschließend haben sich alle noch an einem Instagram-Beitrag versucht. Ihr könnt ja mal auf unserem Instagram-Kanal nachsehen, ob ihr diesen findet 😉.

Nach einem Abschlussgespräch zum Thema Praktikum und Ausbildungsmöglichkeiten war der Tag auch schon wieder vorbei.

Am Ende haben die sieben jungen Leute eine Menge über unseren Beruf erfahren – der ein oder andere könnte sich das sogar als Beruf vorstellen 😄 –  und sind doch sehr zufrieden mit dem Tag nach Hause gegangen.

Foto©L. Maukisch, Stadtbibliothek Euskirchen

Euer Team der Stadtbibliothek