Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for September 2019

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bauen in diesem Jahr unser digitales Medien- und Informationsangebot für euch deutlich aus. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Digitaler Stammtisch“ (in Kooperation mit Senioren in Euskirchen SIE) wurden vergangenen Donnerstag neue Datenbank-Angebote einer interessierten Runde im Kulturhof vorgestellt und auch direkt praktisch ausprobiert und diskutiert. Die Teilnehmer waren insbesondere beeindruckt von den Möglichkeiten, als angemeldeter Kunde der Stadtbibliothek von jedem Ort der Welt aus auf die von uns abonnierten geprüften Informationen unkompliziert zugreifen zu können. Das wird wohl für manchen Anlass sein, sich als Bibliothekskunde registrieren zu lassen, auch wenn bisher kein Interesse an der klassischen Buchausleihe bestand. Zumal wir als Mitarbeiterinnen der Stadtbibliothek mit Rat und Tat zur Seite stehen, falls die Angebote zunächst nur kostenlos vor Ort getestet und erprobt werden sollen.

Datenbanken der Stadtbibliothek

Bei dem Begriff „Datenbanken“ denken viele Menschen zunächst an Adresslisten oder sehr spezielle Programme für IT-Experten. Vielen ist gar nicht klar, wie ansprechend und hilfreich solche Informationsangebote im Alltag sein können. Wir bieten beispielsweise seit 2017 den Online-Brockhaus an. Dieses Standardlexikon ist den meisten Älteren noch in der gedruckten 24-bändigen Form zum Nachschlagen vertraut. Heute verbindet die digitale Ausgabe die bewährte und geprüfte Qualität des Traditionslexikons mit der Aktualität und den bequemen Suchfunktionen einer Online-Quelle. Das gibt es allerdings nicht zum Nulltarif. Viele Bibliotheken erwerben deshalb von Verlagen und Datenbank-Anbieter spezielle Lizenzen, zur Nutzung für ihre Kunden.

Wem die relativ knappen Informationen im Brockhaus nicht ausreichen, kann seit neuestem über die Stadtbibliothek auch auf fünf Datenbanken des Munzinger-Verlags zugreifen: Zu Personen, Ländern, Geschichte, Sport und Popmusik kann hier umfangreich recherchiert werden, auch in passenden Presseartikeln. Für englischsprachige und internationale Informationen haben wir außerdem die „Britannica Library“ abonniert. Dieses Angebot beinhaltet auch viele anschauliche Audio- und Videoquellen und eine spezielle Sicht für Kinder und Jugendliche. Zu guter Letzt wurde die Stadtbibliothek Euskirchen im Sommer an die „Digibib“ – den digitalen Verbund aller Bibliotheken in Deutschland – angeschlossen. Über Erftbib.de können hier noch unzählige weitere Quellen – als klassisches Buch, Zeitschriftenartikel oder direkt in Datenbanken – gesucht und genutzt werden. Eine Übersicht aller Angebote mit Links zum direkten Einstieg finden sich hier auf unserer Webseite  und auf der Startseite unseres Online-Katalogs WebOPAC.

Durchgang zwichen Büchern und Pc´s+ Kunden

Wir als Stadtbibliothek verstehen uns als Lernort und Bildungsanbieter und fühlen uns als kommunale Einrichtung dem Recht auf Informationsfreiheit verpflichtet. „Lebenslanges Lernen“ soll für alle Bevölkerungsgruppen möglich sein. Öffentliche Bibliotheken stellen von jeher das Material und die passende Umgebung dafür zur Verfügung. Im Zeitalter ständiger technischer Neuerungen genügen dafür aber längst nicht mehr nur Bücher, Regale und die Lesefähigkeit der Nutzer, sondern es müssen viele verschiedene audiovisuelle und digitale Medien, eine gute technische Ausstattung und eine hohe Technikkompetenz zu ihrer Nutzung vorhanden sein.

Der Ausbau der digitalen Angebote ist ein umfangreiches Projekt, das nicht nur die Erweiterung der Datenbank-Abonnements beinhaltet, sondern beispielsweise auch die Einrichtung von komfortablen digitalen Leseplätzen, neue Veranstaltungsformate wie den Digitalen Stammtisch und möglichst leicht verständliche Anleitungen in verschiedenen Formaten. Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt das Vorhaben zur Verbesserung der Bibliotheks-Infrastruktur mit Beratung und Fördermitteln.

Ein Highlight für Jung und Alt ist sicher auch die neu angeschaffte VR-Brille, die beim nächsten Digitalen Stammtisch am 21. November ab 17 Uhr bei uns im Kulturhof vorgestellt wird. Die Teilnahme ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich.
Wir freuen uns auf Euch!

Eure Julia Rittel & Carmela Rizzuto

Read Full Post »

Liebe Leserinnen und Leser,

nanu – ein Gartenbuch als Buch des Monats September? Ist da nicht die Pflanz- und Buddel-Saison schon vorbei? Ganz und gar nicht!
Denn mit das Erste, das ich durch Meike Winnemuths Bestseller „Bin im Garten: Ein Jahr wachsen und wachsen lassen“ gelernt habe, ist: Beim Gärtnern gibt es keine Saison, keine zeitliche Begrenzung. Gärtnern ist eine Lebenseinstellung!

Auch im Herbst und Winter kann man seinem Hobby frönen: Dinge planen und vorbereiten, zum Beispiel, sich neues Wissen anzulesen und die Vorfreude darauf zu genießen, das alles im Frühjahr und Sommer in die Tat umzusetzen.

Wenn man möchte, kann man also das ganze Jahr mit dem Garten beschäftigt sein. Und genau so ein Jahr hat Meike Winnemuth in ihrem Buch dokumentiert. Ihr Neujahrsvorsatz lautete: Gärtnern – mit Leib und Seele, und so gut wie ohne Vorkenntnisse.

Hintergrund dieses abenteuerlichen Experimentes ist, dass die Autorin nach ihrer Weltreise einen Ort zum Ankommen suchte. Obendrein fehlte ihr in ihrem Bürojob mehr und mehr das Gefühl, am Ende des Tages auf etwas Fertiges schauen zu können – auf etwas, das man in den Händen halten kann; etwas, das man selbst gemacht hat. Und wo sieht man den Unterschied zwischen Gedeih und Verderb wortwörtlich besser als im Garten?

Bin im Garten 1

Getreu des Mottos „Ganz oder gar nicht“ erstand die 59jährige ein winziges Häuschen an der Ostsee, auf dessen großzügigem Gartengrundstück sie sich mit Beginn des neuen Jahres austoben wollte: Ade fade Ziergräser, triste Buchsbaumkugeln und 08/15-Blumenkästen – her mit den Insektenfreunden und Obst- und Gemüsepflanzen!
Denn die frisch gebackene Hobbybotanikerin hatte es sich zum Ziel gesetzt, sich aus dem Garten heraus selbst zu versorgen. Von Tomaten, Erdbeeren und Radieschen bis hin zu Erbsen, Brokkoli und Kartoffeln fand alles seinen Platz.

Dass dabei nicht alles so funktioniert wie gedacht, steht außer Frage. Aber auch das gehört für Meike Winnemuth ganz selbstverständlich zum Gärtnern (und zum Leben sowieso) dazu: Fehler machen und daraus lernen. Wenn die Pflanze keinen feuchten Boden mag, vielleicht gedeiht sie in einer anderen, trockeneren Ecke des Gartens besser? Oder möglicherweise nimmt ihr die große Staude gegenüber zu viel Sonne weg?

Faszinierend! Sogar mir als jemand, der einen ähnlichen Bezug zu Pflanzen hat wie die Autorin zu Beginn ihres Experiments und selbst die hartgesottensten Kakteen kleinkriegt (…ruhet in Frieden), kribbelte es während der Lektüre in den Fingerspitzen, es doch mal zu versuchen. Einem von Euch vielleicht auch? 😉

Definitiv ein lohnendes Buch für alle Gartenfreunde und solche, die es werden wollen!

Es grüßt Euch frisch begrünt

Lisa Häßy

Read Full Post »