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Liebe Leser*innen,

am Donnerstag, den 21.11.2024, lud der Verein „Freunde und Förderer der Stadtbibliothek Euskirchen e.V.“ zu seinem jährlichen Literarischen Abend in die Stadtbibliothek ein. Dieses Jahr handelte die Veranstaltung von der Lyrikerin Mascha Kaléko.

25 Zuhörer*innen lauschten gespannt den Vorträgen von Dr. Regina Neft und Maria Gerhards, die abwechselnd einzelne Lebensstationen und die in dieser Zeit entstandenen Werke Kalékos betrachteten. Parallel wurden immer wieder passende Bilder im Hintergrund an die Leinwand projiziert. Kleine Anekdoten sowie die von Frau Gerhards vorgetragenen Gedichte lockerten den Vortrag entsprechend auf.

Wie jedes Jahr handelte es sich um einen interessanten und unterhaltsamen Abend, der auf jeden Fall Eindruck hinterlassen hat.

©D. Sterr, Stadtbibliothek Euskirchen

Eure

Désirée Sterr

Liebe Leser*innen,

heute reisen wir in die Steinzeit und lernen dabei das Spiel Paleo kennen. Hierbei handelt es sich um ein kooperatives Abenteuerspiel, bei dem jeder Spieler einen Stamm von Menschen anführen muss. Gespielt wird mit 2 bis 4 Spielern, welche vorzugsweise mindestens 10 Jahre alt sind. Je nach Spielerfahrung kann das Spiel ungefähr zwischen 45-60 Minuten dauern und es wird beim ersten Spiel empfohlen nur zu zweit zu spielen, um das Spiel übersichtlich zu halten.

Das Ziel des Spiels ist es, gemeinsam mit den anderen Spielern eine Höhlenkunstmalerei zu vervollständigen. Dies gelingt, indem alle 5 Siegespunktplättchen gesammelt wurden, aber aufgepasst! Sobald ihr 5 Totenkopfplättchen durch Gefahren oder Hunger sammelt, habt ihr das Spiel verloren. Demnach gibt es keine festgelegte Rundenanzahl und es entscheidet nur Sieg oder Niederlage. Gespielt wird auf drei Tableaus, sowie mit einer Werkbank und einem Friedhof. Das Spiel läuft in einem Tag/Nacht- Zyklus ab. Am Tag erkundet ihr die Steinzeit und trefft auf alle möglichen Gefahren oder Ressourcen. In der Nacht werden Missionen erledigt und Nahrung verbraucht. Ihr habt während des Spiels Hauptmissionen, die in der Nachtphase erledigt werden müssen oder ihr erhaltet ein Totenkopfplättchen. Das Erkunden am Tag wird durch einen Gesamtpool an Karten aus Kategorien wie Wald, Fluss, Berg, Gefahr und weiteren bestimmt. Dabei werden die meisten Karten an alle Spieler verteilt und jeder entscheidet sich für eine der obersten 3 Karten seines Stapels. Darüber hinaus stehen auf allen Karten die verschiedensten Anforderungen und Belohnungen, sodass auch mehrere Spiele nicht langweilig werden. Man kann zudem auch mit der Werkbank und den Ideenkarten kreativ werden.

Insgesamt ist Paleo ein sehr vielfältiges Spiel und jedes Element hat seinen eigenen Überraschungseffekt. Von Langeweile kann hier also nicht die Rede sein. Zugegeben, es dauert eine kleine Weile, bis man sich eingespielt hat, aber die enorme Spielerfahrung, die man dabei erlangt, ist es auf jeden Fall wert. Erwähnenswert ist ebenfalls das sehr schöne malerische Design von Paleo. Von Vorteil ist es, wenn jemand aus der Spielgruppe Paleo bereits kennt. Dadurch benötigt man nämlich viel weniger Zeit beim Regelverstehen, aber ansonsten gibt es auch dafür ein 6-minütiges Erklärvideo.

Ich hoffe, ich konnte euren Forscherdrang und Lust auf das Spiel wecken und hoffe wir sehen uns alle in der Bibliothek wieder.

Bis dahin euch noch eine schöne Zeit und einen guten Start in den Winter 😊.

Euer Abdul

Liebe Leser*innen,

diesen Monat stelle ich euch einen Jugend-Dystopie-Roman der Autorin Alexandra Flint vor. Nach ihrer Lesung bei uns im Haus war ich neugierig auf ihren Schreibstil und habe mir „Two Sides of the Dark“ – Band Eins der „Emerdale“-Dilogie – vorgenommen.

Bild: Thienemann Verlag | https://www.thienemann.de/produkt/emerdale-1-two-sides-of-the-dark-isbn-978-3-522-50708-0

Als Taylor in Los Angeles auf Jo trifft, fühlen sie sich vom ersten Moment an zueinander hingezogen: Jo, der gescheiterte Schauspieler, der bei einem Unfall ein Bein verloren hat, und Taylor, aufgewachsen in Emerdale, einem auf Genmanipulation spezialisierten Forschungslabor, und nun auf der Flucht. Beide wollen ihre Vergangenheit hinter sich lassen und ein neues Leben beginnen. Doch je näher sich Taylor und Jo kommen, desto größer wird auch die Gefahr, in der sie beide schweben. Denn Emerdale ist Taylor dicht auf den Fersen und will nicht nur sie vernichten, sondern auch alle, die sie liebt …

Das Schöne an diesem Buch war, dass man sofort mit den ersten Seiten direkt in die Geschichte eingestiegen ist. Erst im Laufe der folgenden Kapitel lernte man die einzelnen Charaktere und ihren Hintergrund intensiver kennen. Und diese könnten nicht gegensätzlicher sein: Taylor, ein genmanipuliertes Experiment des Forschungsinstituts Emerdale, ist mit einem Wissenschaftler (getarnt als ihr Vater) vor den Genforschern auf der Flucht und versucht, in der normalen Welt nicht aufzufallen. Dann wäre da noch Jonathan, ein gefeierter Schauspieler, der nach einem schweren Unfall nun endlich die Chance sieht, sein Leben wieder selber in die Hand zu nehmen. Und nicht zu vergessen Vin, Jonathans Freund/Bodyguard, der sich ebenfalls mit Taylor anfreundet und eine wichtige Schlüsselrolle in Bezug auf Emerdale spielt.

Der Roman hat mich sofort nach den ersten Seiten in den Bann gezogen. Die packende Geschichte, die abwechselnd aus den Perspektiven von Taylor und Jonathan erzählt wird, variiert ausgewogen zwischen romantischen Szenen und actionreichen Sequenzen. Auch das Thema Genforschung und Genmanipulation wird spannend in den Roman eingebaut. Und natürlich sorgt der flüssige und ansprechende Schreibstil der Autorin für unterhaltsame Lesestunden ☺️.

Sollte ich euch jetzt neugierig gemacht haben, könnt ihr das Buch – und seine Fortsetzung – natürlich bei uns ausleihen!

Eure

Désirée Sterr

Liebe Leser*innen,

regelmäßig werden wir gefragt, ob es möglich wäre, in der B24-App mehrere Leserkonten miteinander zu verknüpfen. Dies betrifft vor allem Eltern, die eine Übersicht über die Leserkonten ihrer Kinder haben möchten.

Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, eine Familienverknüpfung einzurichten. Dafür müsst ihr das Bibliotheksteam darauf ansprechen, damit wir in euren Leserkonten die entsprechenden Anpassungen vornehmen können. Zunächst wird der Familien-Master festgelegt. Er wird der Verwalter seiner Familienmitglieder und über dessen Lesernummer wird die Verbindung zu den anderen Familienmitgliedern hergestellt. Dazu ist es notwendig, dass jedes Familienmitglied seinen eigenen Leserausweis besitzt.

Die endgültige Freischaltung der Familienverknüpfung könnt ihr dann von zu Hause aus einrichten.

Ihr meldet euch dafür einmal in jedem Leserkonto an, das zum Familienkonto gehört (nicht im Master-Konto!). In den Einstellungen findet ihr nun den Familienzugriff. Hier müsst ihr den Lesezugriff auf das Konto erlauben.

Ab diesem Zeitpunkt kann der Familien-Master sowohl im Online-Leserkonto als auch in der B24-App sämtliche Ausleihen zentral verwalten und den Überblick behalten.

Solltet ihr Interesse an einer Familienverknüpfung oder noch weitere Fragen zu diesem Thema haben, sprecht uns gerne an!

Euer Team der Stadtbibliothek Euskirchen

Abenteurer*innen aufgepasst!

In diesem Monat stelle ich euch das Spiel „Karak“ vor. Eine Gruppe gewagter Abenteurer erforscht das unterirdische Labyrinth der Burg Karak. Das Labyrinth beherbergt neben sagenumwobenen Schätzen auch die gefährlichsten Monster und das Spiel endet erst, sobald das größte aller Monster besiegt wurde. Ihr könnt zwischen 6 verschiedenen Helden wählen, jeder mit seinen einzigartigen Fähigkeiten. Auch Ausrüstungen und Zauber werden eure besten Gefährten sein, um den Gefahren des Labyrinths zu trotzen. Gefahren, wie zum Beispiel ein gewisser Fluch, der einem das Leben schwer machen kann 😉. Die Abenteurer*innen, die am Ende ihrer Reise die meisten Schätze erbeutet haben, gewinnen das Spiel.

Karak ist ein Abenteuerbrettspiel, in dem sich Helden durch ein Labyrinth vorwagen, welches aus 80 Plättchen Zug für Zug entworfen und weitergebaut wird. Die Altersempfehlung liegt bei 7 Jahren, ist für 2-5 Spieler gedacht und dauert in der Regel 45 Minuten. In seinem Zug kann der Spieler oder die Spielerin den eigenen Helden um 4 Schritte bewegen und kann einen Monsterkampf oder eine Bewegung in ein unentdecktes oder entdecktes Gebiet auslösen. Um Schatztruhen zu erbeuten müssen die Spieler Schlüssel sammeln, die wiederum von Monstern erbeutet werden können. Monster werden mithilfe von Würfeln bekämpft und durch Ausrüstungen, Zauber und Fertigkeiten modifiziert. Das Spiel endet, sobald der Drache besiegt und dessen Schatz erbeutet wurde und die Anzahl an Schätzen, die die Abenteurer bei sich tragen, bestimmen die Sieger der Partie.

Vor allem die Varietät der Labyrinthfelder erhöht die Wiederspielbarkeit des Brettspiels und die Auswahl an Helden kann jederzeit neue Spielerfahrungen bieten. Darüber hinaus haben Helden und Monster einen lebhaften Hintergrund, der in der Spielanleitung aufgeführt ist und Tipps und Tricks zur Anwendung beisteuert. Auch visuell ist das Spiel witzig und einzigartig gestaltet und besitzt seinen eigenen Charme. Dieses Spiel ist vor allem für Fantasy-Freunde und Einsteiger der Fantasywelt geeignet, da sich in Karak auch ein klassisches Abenteuer widerspiegeln lässt.

Ich hoffe, es gefällt euch und hat euren Durst nach Abenteuern geweckt.

Bis dahin,

euer Abdul 😊

Liebe Leser*innen,

letzte Woche Freitag hatten wir ein volles Haus. Der Anlass? Eine fantastische Doppel-Lesung der beiden Autorinnen Julia Dippel und Alexandra Flint.

In Kooperation mit der Thalia Buchhandlung Euskirchen gelang es uns, diese unterhaltsame Lesung in unserem Haus anzubieten. Die beiden Autorinnen stellten dem Euskirchener Publikum ihre neu erschienenen Romane vor. Und in Euskirchen gibt es einige Fans: 75 begeisterte Zuhörer*innen nutzten die Gelegenheit, die neuen Werke kennenzulernen. Damit war die Veranstaltung bis zum letzten Platz ausverkauft.

©D. Sterr, Stadtbibliothek Euskirchen

Nach einer kurzen Begrüßung stiegen wir auch sofort in das Programm ein. Alexandra und Julia lasen jeweils zwei Passagen aus ihren Büchern „Silent Secrets“ und „A Storm to Kill a Kiss“ vor. Im Anschluss hatte das Publikum dann die Möglichkeit, die beiden Autorinnen mit Fragen zu löchern. Die Fragerunde kam besonders gut an und wurde von den jungen Leuten ausgiebig genutzt, um ungeklärte Fragen zu stellen und diese beantwortet (oder geschickt abgewiesen) zu bekommen.

Danach ging es über in den interessanten Teil des Abends: die Signierstunde!

Hier nahmen sich Alexandra und Julia jede Menge Zeit für ihre Fans, signierten unzählige Bücher, posierten für Fotos und verteilten die mitgebrachten Goodies.

Wer noch kein Exemplar der neuen Bücher hatte, konnte sich am Verkaufstisch der Buchhandlung Thalia mit sämtlichen Werken der Autorinnen eindecken. Das haben die Fans auch in vollen Zügen genutzt und sich mit einigen Romanen versorgt.

©L. Schönenborn, Stadtbibliothek Euskirchen

Wir alle hatten einen unterhaltsamen Abend und danken den Autorinnen für diese zauberhafte Veranstaltung!

©L. Schönenborn, Stadtbibliothek Euskirchen

Ganz herzlich bedanken wir uns auch bei der Buchhandlung Thalia für ihre tatkräftige Unterstützung sowie der gelungenen Organisation und freuen uns schon auf die kommenden Veranstaltungen 😀.

©L. Schönenborn, Stadtbibliothek Euskirchen

Euer Team der Stadtbibliothek

Liebe Leser*innen,

für alle, die nicht vor einem über 800 Seiten starken Buch zurückschrecken, empfehle ich euch heute als Buch des Monats „Demon Copperhead“ von Barbara Kingsolver.

 Für mich ganz klar das Buch-Highlight des Sommers!

Bild: dtv Verlag | https://www.dtv.de/buch/demon-copperhead-28396

Demon Copperhead kommt in einem rostigen Trailer irgendwo in Virginia auf die Welt. Gewalt und Armut prägen die Gegend, genauso wie die dort lebenden „Hillbillys“. Demons Mutter ist 18 Jahre alt und frisch auf Entzug, als sie ihn auf die Welt bringt, der Vater ist bereits verstorben.

Die zwei versuchen sich durchzuschlagen, doch seine Mutter wird es nicht schaffen. Sie ist ein frühes Opfer der „Opioidkrise“ und wird keine 30 Jahre alt. Demon hat zu der Zeit zwar einen Stiefvater, doch verlassen kann er sich auf den nicht. Zudem ist er gewalttätig.

Demon Copperheads Kindheit wird zu einem Albtraum. Er landet immer wieder bei neuen Pflegefamilien, wird ausgebeutet, versklavt und missbraucht. Erst als sein Talent für Football entdeckt wird, gibt es für ihn etwas Hoffnung …

Barbara Kingsolver erzählt das tragische Schicksal von Demon Copperhead so mitreißend und überzeugend, dass es mir sehr schwerfiel, das Buch zur Seite zu legen. Angelehnt an den Weltklassiker von Charles Dickens „David Copperfield“ hat sie die Geschichte jedoch in den heutigen USA angesiedelt.

Es zeigt die Hoffnungslosigkeit der Bevölkerung, vor allem der Kinder, die Armut und Gewalt und die grauenhafte Opioidkrise in den USA und die daraus entstandenen tragischen Drogenopfer.

Selten habe ich mit einem Helden so mitgefiebert, ihm die Daumen gedrückt und mich über jeden Erfolg gefreut. Ein ergreifendes, einzigartiges Werk, das lange nachhallt. Mich begleitet „Demon Copperhead“ immer noch.

Mein Tipp: Unbedingt lesen!

Das Buch gibt es bei uns in der Stadtbibliothek als Buch und als Ebook.

Eure

Michaela Hürtgen

Liebe Leser*innen,

die Stadtbibliothek Euskirchen verwandelte sich am Samstag, 21. September 2024 in ein wahres Paradies für Manga-Fans jeden Alters. Beim 3. bundesweiten Manga-Day in Euskirchen erlebten über 350 Besucherinnen und Besucher einen unvergesslichen Tag voller japanischer Comics, kreativer Workshops und spannender Gespräche.

Von 11 bis 15 Uhr gab es in der Kinder- und Jugendbibliothek im 2. Obergeschoss jede Menge zu entdecken:

– Kostenlose Manga-Sonderausgaben: Besucher konnten sich mit kostenlosen Manga-Heften eindecken und so neue Lieblingstitel entdecken.

– Kreativer Workshop: Beim Workshop konnten Manga-Fans ihrer Kreativität freien Lauf lassen und aus alten Manga-Seiten einzigartige Collagen erstellen.

– Austausch mit Gleichgesinnten: Die Veranstaltung bot eine tolle Gelegenheit, sich mit anderen Manga-Fans auszutauschen, Tipps und Tricks zu teilen und neue Freundschaften zu schließen.

Manga für alle – egal ob Einsteiger oder Profi

Der Manga-Day richtete sich sowohl an eingefleischte Manga-Fans als auch an alle, die neugierig auf diese faszinierende Kunstform sind. Ob bekannte Klassiker oder aktuelle Neuerscheinungen – für jeden Geschmack war etwas dabei.

Der Manga-Day war ein voller Erfolg! Die zahlreichen Besucherinnen und Besucher zeigten, wie groß das Interesse an japanischen Comics ist. Wir freuen uns sehr, dass wir so vielen Menschen einen unvergesslichen Tag bereiten konnten.

Vielen Dank an alle, die zum Gelingen des Manga-Days beigetragen haben!

Wir hoffen, dass wir auch im nächsten Jahr wieder einen Manga-Day in der Stadtbibliothek Euskirchen veranstalten können.

Bleibt gespannt und folgt uns auf unseren Kanälen, um keine Neuigkeiten zu verpassen!

Bis bald,

euer Team der Stadtbibliothek Euskirchen

Liebe Leser*innen,

seit dem 2. 9. 24 kann man mich bis Ende Januar gerne in der Stadtbibliothek Euskirchen besuchen kommen. Mein Name ist Sonja Lucia Lenzen und ich studiere aktuell im fünften Semester „Bibliothek und digitale Kommunikation“, daher freut es mich sehr, einmal den tatsächlichen Bibliotheksalltag aus der Nähe erleben zu dürfen. Alle bisherigen Erfahrungen, die ich im Feld der Bibliotheken machen durfte, waren vergleichbar mit Ihren Erfahrungen aus Sicht der Leser*innen.

©D. Sterr, Stadtbibliothek Euskirchen

Für das Studium habe ich mich aufgrund anfänglicher Schwierigkeiten mit der Berufswahl und auf Anraten einer Freundin entschieden, da Bibliotheken für mich immer ein Ort des Willkommenseins waren. Mit der Zeit habe ich sowohl das Studium, als auch die Arbeit mit Menschen und Medien kennen und lieben gelernt, genauso sehr wie ich die Bibliotheksbesuche in meiner Kindheit geliebt habe. Dazu muss ich gestehen, dass ich nie Kundin in der Stadtbibliothek Euskirchen war, da ich nicht aus Euskirchen komme. Deshalb hatte ich erst am Tag meines Bewerbungsgespräches die Möglichkeit, die Stadtbibliothek kennenzulernen. Trotzdem habe ich mich sofort heimisch gefühlt. Wie könnte ich das als angehende Bibliothekarin auch nicht?

Als begeisterte Leserin ist die Arbeit in der Stadtbibliothek Euskirchen für mich ein bisschen wie das Leben einer Made im Speck, besonders als ich festgestellt habe, dass die Bibliothek auch meine Lieblingsmedien wie das Buch „Babel“ von R. F. Kuang oder den ersten „Dune“ Film hat. Zwar widme ich mich während der Arbeit nicht dem Inhalt der Medien, aber direkt an der Quelle zu sitzen hat gewisse Vorzüge 😉. Dementsprechend beinhaltet meine Freizeitgestaltung viele Bücher, Hörbücher oder Filme, aber ich gehe auch gerne Schlittschuhfahren oder verreise.

Da ich nun die meiste Zeit unter der Woche in der Bibliothek verbringe, erhoffe ich mir im weiteren Verlauf meines Praktikums die Bibliothek soweit es mir möglich ist bis in alle Ecken und Enden zu erkunden. Möglicherweise begegnen wir uns ja in dieser Zeit 🙂.

Ich freue mich darauf, bei den verschiedenen Veranstaltungen und Angeboten, die die Stadtbibliothek Euskirchen in ihrem breit gefächerten Portfolio hat, zu helfen. Bei diesen Gelegenheiten möchte ich lernen und miterleben, wie die Arbeit mit Menschen und Medien gestaltet wird.

Tatsächlich durfte ich bereits einen Einblick in viele verschiedene Tätigkeiten erhalten, auch wenn ich sicher bin, dass ich nicht einmal an der Oberfläche dessen, was es noch alles zu tun gibt, gekratzt habe. Bisher habe ich Ausleihe und Rückgabe erleben dürfen, mehrere Veranstaltungen begleitet und diverse kleinere Handgriffe wie das Bücher stempeln und mit Etiketten versehen erledigt.

Zum jetzigen Zeitpunkt bin ich zwar erst drei Wochen meines insgesamt fünfmonatigen Praktikums hier, aber ich sehe dem Ende jetzt schon mit einer kleinen Priese Trauer entgegen, da das Praktikum mir bisher fast nur gute Eindrücke beschert hat.

Da dies noch weit entfernte Zukunftsmusik ist, werde ich mich damit allerdings jetzt noch nicht beschäftigen, schließlich liegen noch vier Monate und eine Woche hier in der Stadtbibliothek Euskirchen mit ihren Leser*innen vor mir!

Eure

Sonja Lenzen (Semesterpraktikantin)

Liebe Leser*innen,

heute stelle ich euch das kooperative Aufbauspiel „Menara“ vor, also macht euch gefasst. Ihr seid Forscher und Architekten und entdeckt im tiefsten Dschungel von Menara Baufragmente eines antiken Tempels. Mithilfe von verschollenen Bauplänen legt ihr los, um den Tempel in seiner längst vergangenen Herrlichkeit wiederzuerwecken. Dabei arbeitet ihr euch Etage für Etage vor während ihr die Baupläne entziffert. Doch seid gewarnt! Ein kleiner Fehler könnte bereits euer Schicksal besiegeln und euch zum Scheitern verurteilen. Also geht bei jedem Schritt mit Bedacht, einer ruhigen Hand und einem kühlen Kopf vor.

Menara ist ein kooperatives Tempelbauspiel für bis zu 4 Forscher mit einer Altersempfehlung ab 8 Jahren und einer Zeitdauer von ca. 45 Minuten. Meiner Meinung nach ist genügend Variation im Spiel vorhanden, sodass keine Spielrunde 45 Minuten dauern muss und auch mit Kindern unter 8 Jahren gespielt werden kann, ohne dass die älteren Mitspieler den Reiz daran verlieren.

Das Ziel des Spiels ist es den „menara“ (malaysisch für Tempelturm) vollständig fertigzubauen. Dies lässt sich mithilfe guter Kommunikation untereinander und dem Erfüllen der Baubedingungen erreichen.

Gebaut wird Etage für Etage mithilfe von Tempelböden und bunt gemischten Säulen. Zu Beginn des Spiels hat man drei Tempelböden als Grundfläche und jeder Spieler hat eine bestimmte Anzahl an Säulen zur Hand, die mit dem Lager im Spielzug getauscht werden können. Wie Säulen platziert werden steht in den Bauplankarten, welche nach 3 Schwierigkeitsgraden sortiert sind. Jede Karte kann je nach Schwierigkeit ganz spezifische oder ganz einfache Anforderungen haben. Die Säulen dürfen auch nicht beliebig gebaut werden sondern müssen mit dem jeweiligen Tempelfeld auf dem Tempelboden farblich übereinstimmen. Ein Spielzug besteht aus 4 Schritten: Zuerst tauscht man beliebig viele Säulen mit dem Camp-Vorrat. Dann bestimmt man, welche Bauaufgabe erfüllt werden soll und führt den Auftrag mit seinen Bedingungen aus. Und am Ende stockt man seine Säulen wieder auf. Vorsicht und Kommunikation ist angebracht, denn sollte man einen Bauauftrag nicht erfüllen können, muss eine weitere Etage hinzugefügt werden.

Das Spiel ist zu Ende sobald das Bauwerk eingestürzt ist oder die vorgegebene Anzahl an Etagen erreicht wurde und ihr euer Werk stolz vor euch sehen könnt.

Menara bietet eine angenehme Vielfalt und ist sehr leicht zu lernen, aber schwierig zu meistern. Jede Spielrunde endet in einem immer anderen verrückt aussehenden Bauwerk (oder einer Ruine 😀) und es ist stets Fingerspitzengefühl gefragt. Vor allem die etwas jüngeren Brettspieler/-innen lernen im Idealfall Konzentration, Kooperation und ein bisschen taktisches Vorgehen als Team. Alles Eigenschaften, die auch gerne von den nicht ganz so jungen Spieler/-innen trainiert werden können. Menara ist zudem attraktiv und mystisch gestaltet und kann in jeder Gruppe – egal welchen Alters – für jede Menge Spaß sorgen.

Ich hoffe, dass das Spiel euch genauso viel Spaß machen wird wie mir und hoffentlich bis bald in der Stadtbibliothek 😀.

Euer

Abdul