Liebe Leser*innen,
im Herbst 2025 wurden sich energisch Sitzkissen zurechtgerückt und nach Controllern gegriffen. Denn es startete der Deutsche Kindersoftwarepreis TOMMI in der Stadtbibliothek Euskirchen.
Den Kindersoftwarepreis 2025 eröffnete Bürgermeister Reichelt gemeinsam mit 22 Schüler*innen der fünften Klasse der Geschwister-Graf-Gesamtschule mit einem roten Power-Up. Der rotleuchtende Superpilz war die olympische Fackel des TOMMI in Euskirchen. Einmal durch den Bürgermeister betätigt, leuchtete das Super-Mario-Item bis zum letzten TOMMI-Tag. Ein weiteres Highlight des TOMMI-Auftaktes war ein Dinosaurier-Ei. Die Schüler brüteten das Dino-Ei aus und tauften den frisch geschlüpften Tyrannosauriden „Rexy“. Ohne zu zögern wurde die „Schlüpf-Urkunde“ amtlich vom Bürgermeister in zweifacher Ausfertigung unterzeichnet.
Sogar Radio Euskirchen ließ sich die Auftaktveranstaltung nicht entgehen. Auf dem verlinkten Instagram-Beitrag erhaltet ihr einen Einblick in die Veranstaltung. Link: Instagram
Nach der Schulklasse kamen nachmittags noch interessierte Kinder und Jugendliche zum Schnuppernachmittag.
Kurz darauf begann die Herbstferienjury damit, die rund 60 Spiele auf Bugs & Bytes sowie Spielspaß zu überprüfen. Bevor es an die elektrischen Spiele ging, wurden eigene Avatare ausgemalt oder gezeichnet. Alle Jurymitglieder, vertreten durch ihren Avatar, starteten beim Luma. Ziel war es, durch abgeben der Spielebewertungen den vollständigen Stern bzw. die Stern-Insignie zu erreichen. Der Fortschritt wurde dadurch für jeden Teilnehmenden visualisiert. Zum Abschluss wurden die bunten Avatare neben der Urkunde von allen freudig mit nach Hause genommen.
Nach der Herbstferienjury folgte noch der After-School-TOMMI und die FREE-VOTING-Jury am Tag der Bibliotheken.
Die Spiele der sieben Kategorien sorgten dieses Jahr für Überraschungen und Diskussionen. Die „Überraschungs-Hits“ der Euskirchener Jury waren das elektronische Spielzeug „Flipslide“ und das Konsolenspiel „Henry Halfhead“. So merkte ein Juror in der Abschlussrunde an: „Zuerst war ich Flipslide sehr skeptisch gegenüber. Jetzt würde ich es aber total feiern, wenn es die Kategorie ‚elektronisches Spielzeug‘ gewinnt“. Bei dem Spielzeug handelt es sich nach der Beschreibung eines Jurymitgliedes um „eine Platte aus vier kleineren Platten, die in verschiedenen Farben leuchten können. An der Platte sind farbige nicht elektronische Platten, die man drehen und bewegen kann“.

Das Spiel „Henry Halfhead“ gibt es sowohl für den PC als auch für PlayStation 5. Das Spiel stach in den Augen der Kinder durch seinen immensen Unterhaltungswert heraus, der viele lauthals zum Lachen brachte. Der Spaßfaktor wurde besonders durch den kooperativen Modus, in dem zu zweit lokal am Splitscreen gespielt werden konnte, gesteigert.

Für kontroverse Diskussionen sorgte der Affe Mango. Ein Mädchen wollte das plüschige Spielzeug nicht mehr aus der Hand geben, weil es „einfach sterbens-süß“ und „das beste beste beste beste beste Spielzeug des Universums“ sei. Die Höchstpunktzahl wurde kurzerhand auf eine Million erhöht. Andere zogen eher nüchterne Vergleiche und beschrieben den Affen als „nicht so nervig wie der Dino“.
Das Spiel „Rascals Escape“ ging gleich in drei Kategorien mit an den Start – Apps, Konsole und Bildung. Das Highlight jedes Karnevalsfreundes: das sprunghafte Eichhörnchen und der brummende Bär gelangen auf ihrer Suche nach dem Frechdachs während der fünften Jahreszeit in die schönste Domstadt am Rhein.

Für weitere Meinungsverschiedenheiten sorgte das (Bildungs)Spielzeug TukToro. Das Spielprinzip war für alle selbstverständlich: würfeln und Mathematikaufgaben lösen. Die Gestaltung sorgte hingegen für Uneinigkeit. Die einen verstanden nur Spanisch und sahen einen Stier oder eine Kuh. Andere assoziierten das Design mit einem Pferd oder einer Katze.

Anzumerken ist, dass es auch selbstkritische Stimmen bei den Bewertungen gab. Die Geschmäcker sind unterschiedlich und nicht jedes Spiel ist bei allen gleich beliebt: da heißt es durchaus auch mal „gönnen können“. So hält zum Beispiel nach der Erprobung von „Just Dance“ ein Juror fest: „Ich würde nicht nochmal damit spielen, weil, um ehrlich zu sein, tanzen noch nie was für mich war. Für Fans vom Tanzen ist das Spiel aber nur zu empfehlen“.

Zahlreiche Heranwachsende testeten in der Kinderjury oder in den freien Angeboten motiviert mehrere Wochen die unterschiedlichen Spielegenres, schrieben ihre Meinungen dazu auf und vergaben höhere oder niedrigere Punkte. Am 14. Dezember wird die Preisverleihung bei „Team Timster“ auf dem Sender KiKa ausgestrahlt. Dann erfahren wir alle, wie die Spiele deutschlandweit abschneiden und welche Spiele mit dem heißbegehrten TOMMI-Preis ausgezeichnet werden.

Wir freuen uns schon darauf, mit Euch beim TOMMI 2026 wieder allerhand Spiele auszuprobieren!
Euer
Leonhard Müller




















































































