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Liebe Leser*innen,

„ich habe mein Passwort vergessen, könnten Sie in meinem Leserkonto nachsehen?“, „kann ich per Mail benachrichtigt werden, wenn meine Leihfrist abläuft?“ oder „kann ich auch von zu Hause aus eure Medien suchen?“…solche und viele andere Fragen werden uns regelmäßig gestellt.

Damit ihr zu Hause schon die ersten Probleme lösen könnt, haben wir für euch eine kleine Anleitung mit den häufigsten Fragen zu unserem Online-Katalog zusammengestellt. Hier könnt ihr euch schon mal die ersten Informationen holen.

  1. Möglichkeiten im Leserkonto

Wie melde ich mich zum ersten Mal im Online-Katalog an?

  • Variante: Anmeldung mit Anmeldekärtchen

Wenn ihr euch bei uns in der Bibliothek mit einem gelben Anmeldekärtchen angemeldet habt, dann müsst ihr folgendes beachten:

Für eure Erstanmeldung verwendet ihr eure Lesernummer und euer Geburtsdatum im Format TTMMJJJJ (ohne Punkte!) als Passwort.

Ihr werdet auf die nächste Seite weitergeleitet und aufgefordert, euer altes Passwort (Geburtsdatum) zu ändern. Euer neues Passwort darf 3-20 Zeichen lang sein und aus Großbuchstaben, Kleinbuchstaben und Zahlen bestehen. Bitte keine Sonderzeichen verwenden!

Wir empfehlen, bei euren Eingaben auf die Option „Passwort im Klartext anzeigen“ zu klicken, um Tippfehler zu vermeiden.

  • Variante: Online-Anmeldung

Wenn ihr euch über unser Online-Formular bei uns angemeldet habt, dann habt ihr euch bereits ein eigenes Passwort vergeben. Ihr erhaltet von uns entweder eine vorläufige Lesernummer (wenn ihr euch von zu Hause aus anmeldet) oder direkt eure Leserausweisnummer, wenn ihr dieses Formular hier vor Ort am Laptop ausgefüllt habt. Danach könnt ihr euch wie gewohnt in eurem Online-Konto anmelden.

Wie bestätige ich meine E-Mail-Adresse?

Beim ersten Einloggen in eurem Leserkonto erhaltet ihr folgenden Hinweis:

Klickt auf „Zu den Einstellungen“ und ihr erhaltet folgende Information:

Klickt auf „E-Mail-Adresse bestätigen“, um eine E-Mail mit dem Bestätigungslink zu erhalten. Ihr erhaltet in Kürze eine E-Mail. Bitte klickt auf den darin enthaltenen Link, um eure E-Mail-Adresse zu bestätigen.

Kann ich meinen Anmeldenamen und Passwort ändern?

In eurem Leserkonto könnt ihr eure Anmeldedaten individuell ändern: – Die Leser- (Ausweis-) Nr. kann durch einen Alias-Namen (also einen beliebigen Anmeldenamen) ersetzt werden. – Das Passwort (Standard: Geburtsdatum im Format TTMMJJJJ) kann geändert werden. Beide Änderungen nehmt ihr in den Einstellungen vor:

Kann ich einen automatischen Hinweis bekommen, wenn meine Medien fällig werden?

Ja, ihr könnt euch per Email benachrichtigen lassen, wenn ein ausgeliehenes Medium fällig wird, wenn ein vorbestelltes Medium zur Abholung bereit liegt oder wenn eure Benutzungsgebühr fällig wird. Um eine E-Mail-Benachrichtigung zu bekommen, müsst ihr diese im Leserkonto unter „Einstellungen“ –> „E-Mail-Benachrichtigung“ aktivieren.

Hier gebt ihr eure Email-Adresse ein und klickt an, welche E-Mails ihr erhalten möchtet.

Ich habe mein Passwort vergessen. Was kann ich tun?

Wenn ihr euer Passwort vergessen habt, klickt ihr beim Einloggen auf „Passwort zurücksetzen“.

Ihr erhaltet folgenden Hinweis:

Ihr gebt eure Lesernummer und die Captcha-Zeichenkombination ein und klickt auf „Neues Passwort anfordern“.

Ihr erhaltet folgende Bestätigung und eine E-Mail mit dem Link um das Passwort zurückzusetzen.

Mit einem Klick auf den Link öffnet ihr die Seite, auf der ihr ein neues Passwort vergeben könnt.

  1. Möglichkeiten in der Suche

Ich erhalte eine Trefferliste von mehreren hundert Titeln. Wie kann ich diese Liste eingrenzen?

Direkt über der Trefferliste seht ihr ein Filter-Symbol und den Text „Grenzen Sie Ihr Suchergebnis ein (Erweiterte Ansicht)“. Ein Klick darauf zeigt euch diverse Kriterien:

Hier könnt ihr den gewünschten Filter per Mausklick auswählen und die entsprechenden Titel anzeigen lassen.

Wie kann ich mir alle Titel einer Reihe anzeigen lassen?

Dazu gibt es einen Link mit dem Gesamttitel der Reihe in der Trefferliste; wenn ihr draufklickt, werden euch alle Reihentitel angezeigt:

3. Möglichkeiten in der Ausleihe

Wie sehe ich am schnellsten, wie lange ich ein Medium noch ausleihen kann?

Die Zeit, die euch bei einem Medium noch in der Ausleihe bleibt, wird euch grafisch mit einem farbigen Balken angezeigt.

Hierfür könnt ihr euch in eurem Leserkonto unter dem Punkt „Entleihungen“ die Detailansicht anzeigen lassen. Je kürzer der Balken, desto länger könnt ihr das Medium noch behalten.

Solltet ihr nun immer noch Fragen zu diesen Themen haben oder mit der Anleitung absolut nicht klarkommen, dann ruft uns unter 02251 65074-50 an oder schreibt eine Mail an bibliothek@euskirchen.de .

Wir helfen euch gerne weiter!

Euer Team der Stadtbibliothek Euskirchen

Liebe Leser*innen,

für dieses Buch des Monats begeben wir uns in eine fantastische Welt, in der Vampire das Sagen haben. „When the King falls“ von Marie Niehoff ist der Auftakt der zweibändigen Vampire-Royals-Reihe.

Bild: Kyss Verlag | https://www.endlichkyss.de/buch/marie-niehoff-when-the-king-falls-9783499011757

London, Gegenwart. Seit Jahrhunderten herrschen die Vampire mit harter Hand über die Menschheit. Doch im Untergrund hat sich eine Rebellion gebildet. Eine Gruppe von Menschen, die nicht länger bereit ist, diese Unterdrückung hinzunehmen. Auch Florence ist Teil des Widerstands und wurde von Geburt an auf ihre bevorstehende Aufgabe vorbereitet. Mit ihr hat die Rebellion erstmals die Chance, eine Attentäterin ins Crimson Heart, das Schloss des Vampirkönigs, einzuschleusen. An jeder Wintersonnenwende wählt der König eine neue Blutbraut aus, von der er sich nähren wird. Und dieses Jahr gehört Florence zu den Kandidatinnen. Sie soll ihn dazu bringen, sich für sie zu entscheiden, sie zu begehren, ihr zu vertrauen. Und sie wird all das gegen ihn benutzen, um ihn zu töten. Es sei denn, ihr eigenes Herz verrät sie …

Dieses Buch musste ich schnell auslesen! Der Start des Romans ist ein wenig schleppend, man muss erst in die Geschichte reinkommen, aber sobald Florence zur Blutbraut gewählt ist und dem König gegenübersteht, ist es, als wäre man gefangen! Mir ging es beim Lesen so, dass ich unbedingt wissen wollte, wer diese Person ist, der Florence offen und ehrlich gesagt hat, dass der König ein unsympathischer Kerl ist.
Florence hat durch jahrelanges Spionieren eine Vielzahl an Informationen über den König gesammelt, sodass sie nicht sicher ist, welche Informationen stimmen und welche nicht. Ist er wirklich so ein Monster, das sich nimmt, was er will, oder hat er einen weichen Kern?

Die Geschichte ist aus der Perspektive von Florence geschrieben und so gut beschrieben, dass man als Leser*in das Gefühl hat, Florence zu sein. Man wird in ihre Gedanken mitgerissen, ob ihr Plan überhaupt einen Sinn macht. Anscheinend gibt es sogar eine Geheimorganisation die gegen den König ist, könnten sie sich vielleicht zusammenschließen? Oder was passiert mit ihr, wenn sie sich der Aufgabe nicht stellen wird, werden ihre Eltern und ihr Bruder sie zurückholen?
Es gab Momente wo ich gerne ins Buch gebrüllt hätte, vor allem am Ende!

Was ich natürlich nicht verraten werde! Denn sonst würde ich ja Spoilern 😉!

Aber ihr könnt dieses Buch bei uns in der Bibliothek ausleihen und selber herausfinden, wie die Geschichte ausgeht!

Eure
Lena


Liebe Leser*innen,

anlässlich der Internationalen Wochen gegen Rassismus gab es auch in der Stadtbibliothek zwei Veranstaltungen.

Am Dienstag den 19.03.24 luden wir zu einem Bilderbuchkino zum Thema „Demokratie“ ein. 10 Kinder in Begleitung ihrer Eltern hörten sich die Geschichte „Im Dschungel wird gewählt“ an, in der kindgerecht die Themen Politik, Demokratie und unser Wahlsystem vermittelt werden. Anschließend gab es noch die Möglichkeit, kreativ das Gehörte zu verarbeiten: sei es durch ausmalen von Malvorlagen oder basteln von Papierfiguren.

Zusätzlich konnten die Kinder noch weitere Bilderbücher aus unserem Bestand kennenlernen, die sich alle mit unterschiedlichen Themen unserer Gesellschaft/Politik befassen.

Am Donnerstag den 21.03.24 boten wir allen Interessierten an, sich die Stadtbibliothek etwas genauer anzusehen. An der Führung in einfacher Sprache nahm eine kleine Gruppe von neugierigen Frauen teil und informierte sich ausführlich über das vielfältige Angebot. Hierbei wurde vor allem auf die Sachbücher mit dem Schwerpunkt Politik/Gesellschaft und Menschenrechte hingewiesen, da dies das Thema der diesjährigen Internationalen Wochen gegen Rassismus war. Aber auch unsere Welcome-Ecke, die mehrsprachigen Kinderbücher sowie unser fremdsprachiges Angebot in der Westleihe24 wurden sehr intensiv durchstöbert. Am Ende konnten wir sogar einige neue Leserinnen dazugewinnen 😊.

Beide Veranstaltungen fanden in Kooperation mit der Stadt Euskirchen statt.

Eure

Désirée Sterr

Liebe Leser*innen,

mein Name ist Merle Ophoves und ich studiere an der Universität zu Köln Lehramt für Gymnasium/Gesamtschule mit der Fächerkombination Deutsch und Geschichte.

Merle Ophoves, Praktikantin ©A. Müller

Im Rahmen meines Studiums habe ich in der Stadtbibliothek Euskirchen mein Berufsfeldpraktikum absolviert. Vier Wochen lang durfte ich die Mitarbeitenden der Bibliothek vor Ort bei ihrer Arbeit begleiten. In dieser Zeit habe ich den Alltag der Bibliothek mit seinen unterschiedlichen Aufgaben näher kennenlernen können. Für mich aufgrund meines Studiums besonders interessant waren die vielen Schulklassenbesuche. Dazu zählen etwa die wöchentlichen Besuche der Acht- und Neuntklässler der Gesamtschule Euskirchen, bei denen ich auch als Teil des „Fit For Life“-Wahlpflichtfaches Unterrichtseinheiten übernehmen durfte.

Mein Praktikum bestand aber nicht ausschließlich aus der Arbeit mit Schulklassen, auch bei den Thekendiensten, dem Aufräumen von Medien und vielem mehr durfte ich das Team unterstützen. Mir hat mein Praktikum sehr gut gefallen. Ich konnte mehr über die Zusammenarbeit von Stadtbibliothek und Schule lernen und hoffe die gesammelten Erfahrungen in meinem späteren Beruf als Lehrerin anwenden zu können.

Eure

Merle

Liebe Leser*innen,

heute stelle ich euch als Buch des Monats einen Roman vor, der sowohl als historischer Roman als auch als Krimi eingeordnet werden könnte.

Und genau diese Kombination hat mich neugierig gemacht.

Es handelt sich um „Die versteckte Apotheke“ von Sarah Penner.

Bild: HarperCollins Verlag | https://www.harpercollins.de/products/die-versteckte-apotheke-9783365001509

Gift, Rache und ein geheimer Frauenbund

Im London des 18. Jahrhunderts raunen sich Frauen hinter vorgehaltener Hand zu, dass es einen Ausweg aus besonders gewalttätigen Ehen gebe: Eine junge Apothekerin rettet sie mit tödlichen Arzneien aus der Not, eine versteckt übermittelte Nachricht genügt. Doch was, wenn aus der Retterin die Gejagte wird?

Knapp 200 Jahre später stößt die Historikerin Caroline Parcewell auf die außergewöhnliche Geschichte der giftmischenden Apothekerin und setzt damit unerwartete Ereignisse in Gang – nicht nur ihr eigenes Leben wird nicht mehr dasselbe sein …

Zunächst war ich etwas skeptisch, was die Geschichte betrifft, da sie über zwei verschiedene Zeitebenen spielt und ich solche Romane normalerweise nicht mag. Aber die Autorin hat es durch ihren fesselnden Schreibstil geschafft, beide Ebenen so gekonnt miteinander zu verbinden, dass mir im Verlauf des Buches der Wechsel gar nicht mehr aufgefallen ist. Stattdessen wollte ich nur schnell wissen, wie es mit den unterschiedlichen Hauptcharakteren weitergeht. Kann sich Caroline durchsetzen und ihren Lebenstraum als Historikerin verwirklichen? Und können Nella und Eliza ihr Geschäft fortführen oder geht doch noch etwas schief? Da jede der Frauen sehr authentisch beschrieben wird, fühlte ich in jeder Situation mit ihnen mit.

Und von Kapitel zu Kapitel stieg der Spannungsbogen…bis man plötzlich am Ende der Geschichte angelangt ist, welches für mich nicht so richtig zufriedenstellend war.

Aber macht euch selber ein Bild von dem Roman, denn ihr könnt euch das Buch gerne bei uns ausleihen! Und vielleicht habt ihr ja eine Idee, um was es sich handelt…ist es ein historischer Roman, ein Krimi oder doch etwas ganz anderes?

Eure

Désirée Sterr

Liebe Leser*innen,

letzte Woche Donnerstag starteten wir in ein weiteres Jahr mit unserer Veranstaltungsreihe „Literaturgespräche in der Stadtbibliothek“. Vielleicht kennt der ein oder andere Leser diesen festen Termin schon. Allen anderen möchte ich einen kurzen Einblick in diese Veranstaltung geben.

Warum?

Wir sind immer auf der Suche nach neuen literaturbegeisterten Teilnehmer*innen für unseren Lesekreis, die sich regelmäßig in lockerer und geselliger Runde treffen, um gemeinsam über ein vorher ausgewähltes/gelesenes Buch zu diskutieren. Und diese lebhaften Diskussionen ziehen sich regelmäßig über die angesetzten 90 Minuten hinaus, da immer wieder noch neue Aspekte und Ansichten in die Runde eingebracht werden, die noch besprochen werden müssen. Aber genau diese Meinungsvielfalt macht jeden Termin so einzigartig. Mittlerweile hat sich der Teilnehmerkreis auf 12-14 Personen eingependelt, die jedes Mal mit Begeisterung zu diesem Termin erscheinen.

Und fleißig war der Lesekreis auch…bis zum heutigen Tag wurden bereits 54 Bücher gelesen und besprochen! Darunter die unterschiedlichsten Werke und Autoren, von Haruki Murakami über Juli Zeh bis hin zu „Die Überlebenden“ von Alex Schulman ist auch jedes Genre vertreten.

Aber schauen wir doch noch mal kurz zurück auf die Anfänge dieser Veranstaltung.

Im Jahr 2010 rief die Literaturwissenschaftlerin Dorothea Berg den Lesekreis ins Leben, damals noch unter dem Namen „Gespräche über Bücher“. Seit diesem Zeitpunkt betreut und moderiert sie ehrenamtlich viermal im Jahr die Termine. Seitens der Bibliothek wird Frau Berg von einer Bibliothekarin organisatorisch unterstützt – zurzeit fällt das in meinen Bereich. Deshalb war es 2023 auch eine gemeinsame Entscheidung, der Veranstaltungsreihe einen neuen und treffenderen Namen zu geben. Schnell einigten wir uns auf „Literaturgespräche in der Stadtbibliothek“, was auch unter den Teilnehmenden der ersten Stunde auf positive Resonanz traf. Und nun fiebern wir dem 15jährigen Jubiläum, das im Herbst 2025 ansteht, entgegen und sind gespannt, welche Bücher uns bis dahin noch begegnen werden.

Zum Abschluss habe ich noch ein paar allgemeine Informationen für all diejenigen, die eventuell mal an einem Termin teilnehmen möchten:

Bei dieser Veranstaltung handelt es sich um ein offenes Angebot, bei dem jeder Interessierte spontan teilnehmen kann. Es ist auch nicht so schlimm, wenn ihr bis zu dem Termin das Buch nicht komplett gelesen bekommt. Spätestens am Ende des Abends wisst ihr über den gesamten Inhalt Bescheid. Und solltet ihr euch für das besprochene Buch interessieren, so könnt ihr es euch in der Stadtbibliothek als Buch, EBook oder sogar als Hörbuch ausleihen.

Die Veranstaltung findet einmal im Quartal in der Stadtbibliothek statt, immer donnerstags ab 18 Uhr. Der Eintritt ist natürlich frei und wir bestehen auch nicht auf einer Anmeldung. Aktuelle Informationen findet ihr auf https://www.kulturhof.de/bibliothek . Der nächste Termin, den ihr euch merken könnt, ist der 16.Mai 2024. Besprochen wird das Buch „Gesang der Fledermäuse“ von Olga Tokarczuk.

Wir freuen uns immer über neue Gesichter in der Runde! Schaut doch mal vorbei.

Eure

Désirée Sterr

Liebe Leser*innen,

anlässlich der Sonderausstellung „Das Lonka-Projekt“ im Museum habe ich die Biografie des Überlebenden Eddie Jaku, dessen Porträt dort ausgestellt ist, gelesen und möchte euch diese gern als Buch des Monats vorstellen. In diesem Buch erhält man einen Einblick in die unfassbare Lebensgeschichte des Autors.

Bild: Droemer Knaur Verlag | https://www.droemer-knaur.de/buch/eddie-jaku-der-gluecklichste-mensch-der-welt-9783426214992

Eddie Jaku wird 1920 in Leipzig geboren und wächst als Sohn einer jüdischen Mittelschichtsfamilie auf. Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme ist er gezwungen, seine Heimat zu verlassen, um in Tuttlingen unter falschem Namen die Schule abzuschließen. Als er am 9. November 1938 heimlich seine Eltern in der Heimat besucht, wird er nach Buchenwald deportiert. Sein Vater schafft es, ihn freizubekommen und gemeinsam mit der gesamten Familie nach Belgien auszuwandern. Mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs beginnt ein Leben in Angst, in Verstecken und auf der Flucht. Doch schließlich wird die Familie verraten und nach Auschwitz deportiert, Eddies Eltern werden ermordet. Er selbst überlebt den Horror der KZ-Haft als begabter Ingenieur. In den letzten Kriegstagen entkommt er einem Todesmarsch und wird von US-Truppen gerettet.

Ein absolut ergreifendes Buch, das mich sehr berührt hat. Gleichzeitig war es wirklich faszinierend zu lesen, welch unglaubliches Glück Eddie während dieser – für uns heute unvorstellbaren – Zeit hatte. Im Verlauf des Buches gab es einige Kapitel, deren Beschreibungen für mich sehr schwer zu verarbeiten waren, da wir Eddie durch die ganzen grausamen Zustände der damaligen Zeit begleiten und ich beim Lesen ständig mit ihm mitgelitten habe.

Und trotz allem, was ihm während seiner jungen Jahre widerfahren ist, konnte er mit der Geburt seines Sohnes diese schlimmen Zeiten hinter sich lassen und seine Lebenseinstellung in eine positive Richtung lenken – eine bewundernswerte Einstellung, die durch sein Vorhaben, jeden Tag zu lächeln, um damit sein Überleben zu ehren, nur noch eindrucksvoller wird.

Auch seine weiteren Überzeugungen, an die er sich sein restliches Leben lang gehalten hat und die er an nachfolgende Generationen weitergeben möchte, zeugen von einer unglaublich starken Persönlichkeit:

  • Ein Schritt nach dem anderen. Wenn du heute überstehst, wird ein Morgen kommen.
  • Freundlichkeit kannst du überall finden, auch bei Fremden.
  • Wenn du deine Überzeugungen verlierst, verlierst du dich selbst.
  • Ein guter Freund kann dir die ganze Welt bedeuten.
  • Wo Leben ist, ist Hoffnung.

Ich kann dieses Buch nur jedem ans Herz legen, der sich für Biografien sowie Erzählungen von Zeitzeugen interessiert.

Natürlich könnt ihr euch dieses Buch bei uns ausleihen.

Eure

Désirée Sterr

Liebe Leser*innen,

wir leben in einer Zeit, in der es nie mehr Möglichkeiten gab, sich und seiner Persönlichkeit Ausdruck zu verleihen. Eine der Schattenseiten dieser Möglichkeiten kann sein, dass wir uns überfordert fühlen und gar nicht mehr wissen, was ein Teil unserer Persönlichkeit sein könnte. Gerade für junge Menschen, die sich noch in diesem Findungsprozess befinden, wäre eine Hilfestellung nicht verkehrt.

Und genau eine solche Orientierungshilfe möchte ich euch hier vorstellen:

das Online-Portal „Mach ma mit! – Finde was deins ist!“. Oder in einfacher Sprache hier.

Dieses Online-Portal möchte gerade junge Menschen dabei unterstützen, ihre Persönlichkeit mit Hilfe kultureller Bildung zu entwickeln, neue Freundschaften zu knüpfen aber auch die emotionale Intelligenz zu fördern.

Verschiedene Projekte rund um die Themen Digitalität, Tanz, Theater, Musik, Kreativität u.v.m. werden auf dieser Plattform vorgestellt und vermittelt. Mittels einer Übersichtskarte könnt ihr ermitteln, wo in eurer Nähe die Veranstaltungen stattfinden, die euch interessieren.

Falls ihr überhaupt noch keine Idee habt, was euch noch gefallen oder interessieren könnte, macht doch einfach den „Mach ma Test“

Gerade in Bibliotheken finden viele verschiedene Veranstaltungen und Projekte zur kulturellen Bildung statt. Und zwar keine sterbenslangweiligen, sondern spannende und interessante Aktivitäten!

Wir in Euskirchen haben bisher Veranstaltungen zu den Themen Kreatives Schreiben, Programmieren, Erweiterte und Virtuelle Realität, 3D-Druck, Film- und Podcast-Produktion u.v.m. angeboten.

Alle unsere Veranstaltungen, die dich interessieren könnten, sind einmal über das Portal „Mach ma mit“ oder über die Homepage direkt bei den Veranstaltungsankündigungen zu finden.

Für euch ist nichts Passendes dabei? Dann schreibt uns eure Wünsche per E-Mail an bibliothek@euskirchen.de.

Ich freue mich auf eure Ideen und euren Besuch bei uns!

Lieber Gruß

Carmela Rizzuto

P.S. Das Online-Portal „Mach ma mit!“ ist ein Projekt der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e.V. Gefördert wird es vom Bundesinnenministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend durch das Zukunftspaket.

Liebe Leser*innen,

stünde der Stadtbibliothek Euskirchen ein Musikkorps während meiner Verabschiedung zur Seite, so würden deren Instrumente heute die Töne von AnnenMayKantereits „Tommi“ durch die Gebäudegänge tragen.

©A. Müller

Kein anderes Lied steht für die fünfmonatige Praxissemesterzeit namentlich so sehr Pate, wie das der Pop-Rockband aus Köln. Denn mehrere Monate hinweg prägte der „TOMMI – Kindersoftwarepreis 2023“ meinen Alltag in der Stadtbibliothek. So begleitete ich zum Beispiel die Kinderjury beim Testen und Bewerten der nominierten Spiele. Bevor jedoch die jungen Juroren aktiv mit der Testphase im Herbst beginnen konnten, galt es zuerst die Spiele herunterzuladen, auf den Konsolen, Notebooks und Tablets zu installieren, Level freizuschalten, Bewertungsbögen zu drucken, Roboter zu verschrauben oder T-Rex-Skelette zusammenzustecken. Nicht jede medienpädagogische Arbeit ist also für außenstehende direkt sichtbar und mit einigen verborgenen Vorbereitungen verbunden.

Schnell wurde einem bewusst, dass es für die Veranstaltungsgestaltung unablässig ist, sich selbst einen Überblick über die Speicherfunktionen, Spielsteuerungen und Ziele der Spiele zu verschaffen. Zum einen, um die Heranwachsenden bei (spieltechnischen) herausfordernden Szenarien stets Rat gebend unterstützen zu können. Zum anderen, um die anregenden Spieldiskussionen der Kinderjury, die sie zeitweise untereinander führten, adäquat zu begleiten – und immer wieder daran zu erinnern, die eigene Meinung genauso offen und begründet in der schriftlichen Spielebewertung wiederzugeben.

Ein weiteres medienbildendes Programm der Stadtbibliothek, welches ich über längere Zeit mitbegleitete, war die Informationskompetenz-Unterrichtseinheit „Fit for Life“ für die Sekundarstufe I. In verschiedenen Einheiten befassten wir uns, ganz im Sinne des Medienkompetenzrahmen NRW, mit Themenbereichen wie „Informieren und Recherchieren“ oder „Medienproduktion und Präsentation“. Durch die kollegiale Vorbereitung der Kurseinheiten erwarb ich nebenbei selbst noch Wissen über die Systematik öffentlicher Bibliotheken sowie die Signatur von Büchern.

Den Rahmen des Medienbildungsangebotes nutzte ich zugleich für mein Praxisprojekt, indem ich zwei Kurseinheiten zum Thema „Desinformationen“ (sog. „Fake News“) für die Schüler*innen gestaltete. Dabei haben wir uns der Thematik unter anderem mit den beiden digitalen Spielen (sog. Serious Games) „Facts & Fakes 2“ und „Fake It To Make It“ angenähert, um etwa die Qualität von Informationen selbst abschätzen zu können oder versteckte Motivationen hinter der Verbreitung von Fake News zu ergründen.

Durch meine Praxiszeit hier in der Stadtbibliothek Euskirchen habe ich den Bibliotheksbereich erstmals als großes, aktives und innovatives Einsatzgebiet der Medienpädagogik wahrgenommen. Aber nicht umsonst gehört der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur die Fachgruppe „Medienpädagogik in Bibliotheken“ an, welche sich beispielsweise mit inhaltlichen Schwerpunkten wie „Professionalisierung der medienpädagogischen Arbeit in Bibliotheken“ oder mit der „Einbindung von Medienpädagogik in der Ausbildung von Bibliothekar*innen und FAMIS“ befasst. Es wurde deutlich, dass medienpädagogisches Handeln zunehmend als elementarer Bestandteil von Bibliotheken zu betrachten ist.

Das Bibliothekswesen habe ich als medienpädagogisches Handlungsfeld für mich entdeckt. Ich kann es mir gut vorstellen, zukünftig meinen Fokus als Medienpädagoge auf dieses Aufgabengebiet zu richten. Einer der Aspekte, die ich daran besonders faszinierend finde ist, dass medienpädagogische und medienbildende Bibliotheksangebote für Menschen jeglichen Alters – Kinder, Jugendliche, Eltern, Erwachsene, Senioren – konzipiert und angeboten werden können und sich nicht fortlaufend starr auf eine Altersgruppe beschränken müssen.

Fünf Monate lang kam ich Woche für Woche mit Freude in die Stadtbibliothek, band motiviert mein medienpädagogisches Geschick in die Bibliotheksangebote mit ein und genoss die Zeit mit den Kolleginnen und Kollegen. Die Begeisterung für diese Arbeitsstätte konnten meine Familienangehörigen, Freunde, Kommilitonen und Bekannte recht schnell erkennen. Denn wie ganz selbstverständlich bauten sich in meinen alltäglichen Sprachgebrauch kollegiale Floskeln ein, wie etwa „bei uns in der Bibliothek…“ oder „nächste Woche haben wir…“

©A. Müller

Deshalb sage ich heute nicht „Lebwohl“ und lasse die Tür der Stadtbibliothek endgültig hinter mir zufallen – Netzwerke (in Bibliotheken) schaffen gehört schließlich zur professionellen Medienpädagogik dazu –, sondern verabschiede mich mit einem: „Auf Wiedersehen!“.

Euer Leonhard

Liebe Leser*innen,

heute stelle ich euch mal ein etwas anderes Sachbuch vor. Es beschreibt eindringlich die Machenschaften der Tierfutterindustrie, die uns Tierbesitzern weismachen möchte, wie gesund und toll das industriell hergestellte Tierfutter ist. Dass das Futter die Tiere krank macht, wird nicht erwähnt.

Bild: https://www.droemer-knaur.de/buch/hans-ulrich-grimm-katzen-wuerden-maeuse-kaufen-9783426787687

Inhalt: Deutschlands Nahrungsmittelkritiker Nr. 1, Hans-Ulrich Grimm, hat mit »Katzen würden Mäuse kaufen« einen schockierenden Bericht über die Skrupellosigkeit der Tierfutterindustrie verfasst. Denn glaubt man der Werbung, ist das Beste für unser Haustier gerade gut genug. Aber statt ausgewogener Nahrung bekommen unsere vierbeinigen Lieblinge eine ungesunde Mischung aus Schlachtabfällen, Streckmitteln und Stabilisatoren.

Das Buch lag im Wartezimmer eines Tierarztes. Um die Wartezeit zu überbrücken habe ich angefangen, darin zu lesen. Nach einigen Seiten konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen und musste weiterlesen. Allerdings habe ich auch schnell festgestellt, dass dieses Buch nicht für zartbesaitete Leser*innen geeignet ist.

Der Autor beschreibt sehr anschaulich, wie mit den Schlachtabfällen und den Tierkadavern umgegangen wird. Wie respektlos die toten, zu verarbeiteten Tiere behandelt werden. Auf den Futtermittel-verpackungen wird zwar viel aufgeführt, was enthalten ist, aber was sich wirklich dahinter versteckt erkennt der Laie nicht. Es gab Stellen, an denen ich nicht weiterlesen konnte, da sie einfach zu grausam waren.

Der Autor deckt auf, dass die Futtermittelindustrie es in Kauf nimmt, dass unsere Haustiere krank werden. Es wurde nicht nur recherchiert, wie das Tierfutter hergestellt wird, sondern auch die Machenschaften der Industrie aufgezeigt und wie wenig die Tiere aber auch wir Menschen wert sind. Hauptsache, es werden Gewinne eingefahren.

Mein Fazit: Das Buch hat mich nicht losgelassen und mich am Ende zum Umdenken bewegt. Es rüttelt wach! Auch wenn es nun etwas zeitintensiver ist, achte ich jetzt noch mehr darauf, welches Futter mein Tier bekommt.

Lesen, lesen, lesen…

Dieses Buch könnt ihr natürlich bei uns ausleihen!

Eure

Monika Meier