Feeds:
Beiträge
Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

seit 2011 besteht die Zusammenarbeit im Leseförderprojekt 4L „Lesen lernen – Leben lernen“ zwischen dem Rotary-Club Euskirchen-Burgfey und der Stadtbibliothek Euskirchen.

Das die Bibliothek nicht immer ein Ort der Ruhe, des Lesens und Lernens ist, sondern auch ein Treffpunkt mit einem vielfältigen Angebot für alle Menschen, erfuhren die Kinder der Klasse 3a und 3b der Grundschule Großbüllesheim bei ihrem Besuch in der Stadtbibliothek Euskirchen.

Herr Johannes Winckler,1. Beigeordneter der Stadt Euskirchen, begrüßte die Kinder und bedankte sich bei Herrn Dr. Rolf Bruhns vom Rotary-Club Euskirchen-Burgfey für die kreisweite Leseförderaktion. Dieses Jahr wurde das Buchgeschenk mit über 3.000,00 € durch die Rotarier Euskirchen-Burgfey finanziert.

DSC01142
v.l.n. Stephanie Heidt (stellv. Bibliotheksleitung), Dr.Rolf Bruhns (Rotary-Club Euskirchen-Burgfey), Johannes Winckler (1. Beigeordneter der Stadt Euskirchen)

Herr Dr. Bruhns überreichte den Kindern aus der Grundschule Großbüllesheim stellvertretend für 1.228 Kinder aus dem Kreis Euskirchen das spannende Buch „Gefahr im Sausewald“. Die Klassenlehrerinnen erhielten zusätzlich ein Lehrerexemplar und Begleitheft zur didaktischen Aufbereitung des Buchs im Unterricht.

Das Projekt wird im gesamten Kreis Euskirchen umgesetzt: die Stadtbibliothek Euskirchen übernimmt koordinierende Tätigkeiten zwischen den Bibliotheken und Schulen. Sie erfragt den Bedarf bei den Drittklässlern über die Bibliotheken in den Schulen des Kreises Euskirchens ab und kümmert sich um die Bestellung und anschließende Verteilung der Bücher. Die Geschenke sind mit einem Besuch in den örtlichen Büchereien verbunden. Dieses Jahr wählten die Lehrer zwischen den Büchern „Faustdicke Freunde“, „Gefahr im Sausewald“, und „Nima kämpft um ihr Glück“.

IMG_20190524_105851_resized_20190524_111513920
Hier zu sehen die Klasse 3b von der Grundschule Großbüllesheim und Stephanie Heidt (stellv. Bibliotheksleitung)

Von der großzügigen Spende des Rotary-Clubs Euskirchen-Burgfey profitieren im Kreis Euskirchen 52 dritte Klassen aus 26 Schulen mit insgesamt 1.228 Kindern.

Vor 9 Jahren begann die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Rotary-Club Euskirchen-Burgfey und der Stadtbibliothek Euskirchen. Die einzigartige Idee, dass alle Grundschulkinder ein Buch geschenkt bekommen und gleichzeitig ihre Bibliothek kennenlernen war geboren. Die Ermutigung zum Lesen und die Vermittlung von Lesefreude ist allen Beteiligten ein wichtiges Anliegen, der Name der Rotary-Aktion spricht für sich selber: „4L – Lesen lernen – Leben lernen“.

Die Großbüllesheimer Schülerinnen und Schüler testeten zudem bei ihrem Bibliotheksbesuch ihr Wissen rund um die Bibliothek. Mit Tablets und der Rallye „Trepp auf, Trepp ab“ lösten die Kinder in kleinen Teams spielerisch kreative Aufgaben und Wissensfragen über die Bibliothek. Auf alle Etagen verteilten sie sich und fanden gemeinsam heraus, wie die Bücher in der Bibliothek geordnet sind, wann die Bibliothek geöffnet hat oder machten ein Foto ihres Lieblingsortes in der Bibliothek.

IMG_20190524_103740_resized_20190524_105014642
Mit dem Tablet durch die Bibliothek bei der Rallye „Trepp auf, Trepp ab“

Mit großem Applaus bedankten sich die Kinder für den kostenlosen Lesespaß bei allen Anwesenden.

Viele Grüße bestellt

Steffi Heidt

Liebe Leserinnen und Leser,

endlich könnt ihr alle Funktionen des Leserkontos auch mobil nutzen, denn jetzt gibt’s uns auch per App!

Die App „B24“ könnt ihr ab sofort im Google Playstore oder im App-Store runterladen.

In der App könnt ihr die Stadtbibliothek Euskirchen dann entweder suchen oder euer Gerät per GPS orten lassen. Einmaliges Einloggen genügt, die App speichert die Anmeldedaten.

IMG_20190516_095551_resized_20190516_095922450
„B24“ könnt ihr auf euer Smartphone oder euer Tablet runterladen.

Neben den gewohnten Funktionen wie der Mediensuche, Zugriff auf die Onleihe, Vorbestellungen und Verlängerungen könnt ihr euch jetzt eure Lesernummer als scanbaren Barcode generieren lassen.

Das heißt, nie wieder Bibliotheksausweis vergessen. Denn seien wir mal ehrlich – wer vergisst schon sein Handy? 😉

Der Barcode ist an unserem Selbstverbucher einlesbar.

Ihr könnt über die App nicht nur euer eigenes Leserkonto verwalten, sondern auch die Leserkonten eurer Kinder. Dazu loggt ihr euch einfach mit der Lesernummer und dem Passwort ein.  Falls ihr noch das Geburtsdatum als Passwort verwendet, werdet ihr beim ersten Log-In aufgefordert ein neues Passwort zu vergeben. Die Aufforderung erfolgt aus Datenschutzgründen.

Noch mehr Informationen zur neuen App findet ihr in unserem B24 Flyer.

Noch Fragen? Fragt uns!

Beste Grüße

Annika Freitag

Update: 16.05.19, 16:52 Uhr. Die „B24“ App ist leider nicht mit Passwortmanagern kompatibel.

Liebe Leserinnen und Leser,

nachdem ich mich Ende letzten Jahres mit Ursula Poznanskis „Thalamus“ zum ersten Mal an einem Thriller versucht habe, muss ich gestehen, dass ich auf den Geschmack gekommen bin. Also habe ich mich an ein weiteres Werk aus dem Genre der Spannungsliteratur gewagt – und bin auch dieses Mal nicht enttäuscht worden! Bei Thomas Erles „Das Lied der Wächter: Erwachen“ handelt es sich um den Auftakt zu einer packenden Endzeit-Trilogie.

Cover 2019-05 Erle - Das Lied der Wächter

Handlungsort der Geschichte ist der Schwarzwald, der nach einem nuklearen Unfall als Sperrgebiet gilt – zumindest heißt es das von offizieller Seite.
So genau weiß eigentlich keiner, was an diesem verhängnisvollen Tag vor 16 Jahren passiert ist.

Auch Felix nicht. Für ihn ist die Sache jedoch doppelt schwierig: Denn seine Eltern waren am Unglückstag auf einer Wandertour im Schwarzwald unterwegs und wurden nie wieder gesehen. Felix, der sich damals in Obhut seiner Tante befand und seitdem bei ihr lebt, erfährt erst an seinem 16. Geburtstag, dass sie gar nicht seine Mutter ist.
Nach dem ersten Schock hält den Jungen nichts mehr zurück und er beschließt, auf eigene Faust nach seinen Eltern zu suchen.

Ausgestattet mit dem Nötigsten dringt er in die streng bewachte Sperrzone ein und macht sich auf die Suche.
Schnell jedoch wird klar: Der Wald ist nicht ohne Grund abgeriegelt. Seltsame Kräfte sind hier am Werk, die sich nur schwerlich mit einem Atomunglück erklären lassen: Technische Geräte versagen den Dienst und der ganze Wald scheint von Energiefeldern durchzogen, aus denen es kein Entrinnen gibt.
Auch wenn Felix nicht weiß, was es ist, aber irgendetwas Großes treibt sein Unwesen im Wald und verfolgt ihn. Spätestens als er auf andere Menschen trifft, die das Unglücksgebiet nie vergessen haben, nimmt die Geschichte richtig an Fahrt auf und man mag das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung, nicht nur für Menschen mit Schwarzwald-Bezug. Thomas Erle beschreibt so treffend, dass die drückende Endzeit-Stimmung wirklich greifbar ist und man Seite für Seite bei Felix‘ Erkundungen mitfiebert. Viel zu schnell hatte ich das Buch ausgelesen und sah mich mit einer guten sowie einer schlechten Nachricht konfrontiert:

Die gute Nachricht – die Geschichte geht in einem zweiten Band weiter (und auch einem dritten, wie ich nach kurzer Recherche rausfand).

Die schlechte Nachricht – da der letzte Band noch nicht erschienen ist (VÖ September 2019), dauert es wohl oder übel noch eine Weile, bis man erfährt, was wirklich mit Felix‘ Eltern passiert ist und was da im Wald vor sich geht…

Aber: Ich freue mich drauf! Der Auftakt der Reihe hat mir sehr gefallen und liest sich wirklich vielversprechend. Ich bin gespannt, wie es weitergeht 🙂

Es grüßt Euch ganz mysteriös (…und leider auch zwangsweise geduldig, seufz),

Lisa Häßy

Liebe Leserinnen und Leser,

für diesen Monat habe ich etwas ganz Besonderes für Euch: Und zwar fiel mir beim morgendlichen Aufräumen der Bibliothek „eine Anleitung zum Leben auf der Erde“ (laut Untertitel) in die Hände. Nanu, habe ich gedacht und innegehalten – denn haben wir uns gerade in Anbetracht des gesellschaftlichen und politischen Zeitgeistes nicht alle schon mal eine ebensolche Anleitung gewünscht? Einen Leitfaden, wie man es richtigmacht, dieses Leben?

Dass sich die Antwort darauf ausgerechnet in einem Bilderbuch befinden sollte, hat mich dann doch erstmal stutzig gemacht, um nicht zu sagen: skeptisch. Aber ich kann euch bestätigen: Es stimmt. Denn in „Hier sind wir: Eine Anleitung zum Leben auf der Erde“, das Autor Oliver Jeffers anlässlich der Geburt seines Sohnes geschrieben hat, verbirgt sich tatsächlich eine ganze Menge.

Cover 2019-04 Jeffers - Hier sind wir

Was faktenreich damit beginnt, wie die Erde aussieht, wo wir uns im Weltall befinden usw., geht fließend in ein Plädoyer für ein friedliches, respektvolles Miteinander über und dafür, seine Zeit zu nutzen. Sowie die Botschaft: Egal, was kommt, du wirst nie allein sein auf der Welt.

Und das ist Trost und mahnender Hinweis zugleich, finde ich.

Man könnte das Buch einem Kind in vielleicht 20 Minuten vorlesen. Oder in einer halben Stunde, wenn man sich die Zeit nimmt und die wunderschönen Illustrationen genauer betrachtet.
Aber wenn man sich die wenigen Sätze, mit denen dieses Buch auskommt, mal genauer auf der Zunge zergehen lässt, wird schnell klar: Dieses Buch richtet sich nicht nur an Kinder. Denn die Grundhaltung der Welt gegenüber, die dabei transportiert wird, täte meiner Meinung nach auch so manchem Erwachsenen gut.

Daher lautet mein Fazit: Nehmt Euch die zwanzig Minuten und schaut mal rein. Verliert Euch in der Außenbetrachtung. Und lest es dann vielleicht nochmal von vorne. Dann wird einem nämlich erst wieder klar, wie winzig klein doch alles ist – und wie unbedeutend unsere Probleme im großen Ganzen eigentlich sind. Und das, finde ich, ist irgendwie sehr beruhigend 🙂

Zum Schluss gibt es tatsächlich die versprochene Anleitung: „Es sind nur drei Worte, nach denen du leben musst, mein Sohn: Respekt, Rücksicht und Toleranz“, schreibt Oliver Jeffers auf der letzten Seite – und hat damit in einem Bilderbuch für Kleinkinder mehr von Bedeutung gesagt, als ich bisher in so manchem hochgelobten Roman gelesen habe.

Denn mehr braucht es tatsächlich nicht, wenn man genauer drüber nachdenkt.

Es grüßt Euch voller Respekt, Rücksichtnahme und Toleranz,

Lisa Häßy

Liebe Leserinnen und Leser,

ging es euch auch schon mal so: Ihr habt eine Frage und wisst aber nicht, arbeitet die/der hier? Im Zweifel entscheidet man sich dann nicht zu Fragen, um einer peinlichen Situation zu entgehen.

Damit solche Situationen bei uns gar nicht mehr auftreten können, haben wir uns dazu entschieden, eine einheitliche Dienstkleidung einzuführen. So könnt ihr uns ab dem 01.06.19 sofort als Mitarbeiterinnen der Bibliothek identifizieren und uns bei Fragen ansprechen.

Vorab haben wir eine Arbeitsgruppe „Dienstkleidung“ eingerichtet und überlegt welche Dienstkleidung für die Bibliothek angemessen ist. Nach 14 Wochen haben wir uns dann auf ein bibliotheksspezifisches Aussehen geeinigt.

IMG_20190327_122848_resized_20190327_123237968

Die neue Dienstkleidung besteht aus einen knöchellangen, grauen Faltenrock, einer weißen Bluse, einer Halbmond-Brille die auf der Nasenspitze getragen werden muss und wahlweise einem Dutt oder einem strengen Zopf nach hinten.

Diese Alleinstellungsmerkmale zeichnen alle Mitarbeiter der Bibliothek aus.

Wie findet ihr unsere neue Dienstkleidung? Wie ist generell eure Meinung zur Dienstkleidung?

Beste Grüße

Annika Freitag

Liebe Leserinnen und Leser,

Ich muss sagen, ich bin nicht wirklich ein Freund von Glückspiel, da das Risiko Geld zu verlieren oder in eine Sucht abzurutschen, und sich dadurch das Leben zu zerstören, sehr groß ist. Was mit aber nicht bewusst war ist, dass diese Spiele nicht nur das Leben der Spieler ruiniert, sondern auch das Leben der Spielbetreiber gefährdet.

Ein wahres Beispiel ist das Leben der Molly Bloom, einer ehemaligen Ski-Fahrerin, die nach einem schweren Sturz die Karriere wechselte zu einer erfolgreichen Organisatorin für sehr exklusiver Pokerspiele wurde. Basierend auf ihren Memoiren wird Ihre Geschichte in dem Film Molly’s Game geschildert.

Nachdem ein Unfall bei der Qualifikation für die Olympischen Winterspiele 2002 Molly‘s Skikarriere frühzeitig beendet hat, weicht sie von dem Plan ab, den ihr Vater für sie zurechtgelegt hatte, und zieht nach Los Angeles. Dort beginnt sie als Kellnerin zu arbeiten und lernt dadurch Dean Keith kennen, der sie als seine Sekretärin einstellt und sie bald schon in die Welt des Untergrundpokers einführt. Dean betreibt wöchentliche Pokerspiele für reiche und berühmte Herren und beauftragt Molly damit, die Turniere zu organisieren und an den Abenden die Kasse zu verwalten. Aufgrund ihrer hohen Intelligenz und ihres schnellen Auffassungsvermögens ebenso wie ihrem Charme schafft sie es schnell, sich die Pokerregeln anzueignen und die Spieler von sich zu begeistern. Besonders interessiert ist sie an Spieler X, dem besten Spieler in Dean’s Turnier und einem prominenten Schauspieler. Als Molly aufgrund ihrer Beliebtheit von ihrem Boss gefeuert wird, baut sie sich mit Hilfe von Spieler X, der ihr Potential erkennt, ihr eigenes Turnier auf. Dieses Turnier hat schnell große Bekanntheit und Beliebtheit erreicht, bricht aber aufgrund von Problemen zwischen Molly und Spieler X gänzlich auseinander. Wieder steht Molly scheinbar vor dem Nichts und wieder gibt sie nicht auf. Sie zieht nach New York und baut dort ein neues, unabhängiges und professionelles Turnier auf, dieses erfreut sich ebenfalls großer Beliebtheit, bis Molly sich mit den falschen Leuten einlässt, falsche Entscheidungen trifft und bald wieder vor dem Abgrund steht.

Meine Gedanken zum Film:

Wenn man, wie ich, keinerlei Ahnung vom Poker hat, kann der Film anfänglich etwas verwirrend sein, allerdings habe ich festgestellt, dass man keine Ahnung haben muss, um den Film gespannt zu schauen. Jessica Chastain, die ich zuvor bereits in dem Film Die Erfindung der Wahrheit aus dem Jahr 2017 gesehen habe, schafft es sehr gut starke, aber emotional verschlossene, Frauen zu verkörpern und legt so viel Emotion in ihr Schauspiel, dass man sehr mit dem Charakter mitfühlt. Ich kann den Film allen sehr empfehlen, die sich für Filmbiografien interessieren und einmal hinter die Kulissen exklusiver Pokerspiele schauen möchte.

Die Blu-Ray haben wir natürlich auch für sie in der Bibliothek.

 

Eure Anja Jäger

 

Liebe Leserinnen und Leser,

alle 2 Jahre findet in NRW und Schleswig-Holstein die Nacht der Bibliotheken statt. Dabei öffnen die Bibliotheken, außerhalb der Öffnungszeiten, ihre Pforten. Gemeinsam feiern wir dann ein Fest für jung und alt, groß und klein, Singles oder Familien. Der Verband der Bibliotheken des Landes Nordrhein-Westfalen e. V. (vbnw) bestimmt dabei das Motto der Veranstaltung. Die Bibliotheken dürfen das Thema kreativ und frei umsetzten. Das Motto der Nacht der Bibliotheken 2019 war „mach es!“.

Zum Thema „mach es“ haben wir uns am vergangenen Freitag jede Menge einfallen lassen. An 11 Stationen in der kompletten Bibliothek konnte man sich kreativ betätigen und „etwas machen“. Vom Roboter-Dosen-werfen bis zum Schattentheater war alles dabei. Bei Nintendo-Labo konnte man sein eigenes Klavier aus Pappmaché basteln und gemeinsam mit der Nintendo-Switch zum erklingen bringen. In der ersten Etage der Bibliothek konnte man seine eigene VR-Brille basteln und mit nach Hause nehmen. Gemeinsam mit einem Smartphone, einem Buch und einer App wurde so die Bibliothek zum Abenteuerspielplatz.

Kulinarisch begleitet wurde die Nacht der Bibliotheken von der Caffè Bar im Kulturhof.

Wir bedanken uns für die einzigartige, facettenreiche Zeit mit Ihnen und euch. All die netten und begeisterten Kinder und Erwachsenen, haben toll an jeder Station mitgemacht und sich engagiert. Es hat uns wahnsinnig viel Spaß gemacht und wir freuen uns schon auf die Nacht der Bibliotheken im Jahr 2021.

Euer Team der Stadtbibliothek Euskirchen

Liebe Leserinnen und Leser,

ich bin ja immer wieder auf der Suche nach neuer, spannender Lektüre. Als mir vor einigen Tage „Das Heim“ von Mats Strandberg in die Hände fiel staunte ich nicht schlecht, denn auf dem Einband prangte groß und gelb: „Der schwedische Stephen King“.

Bisschen schmal das Buch, für Stephen King, dachte ich. Trotzdem hatte, natürlich, eben dieser gelbe Aufkleber mein Interesse sofort geweckt.

Zum Inhalt:

Zum ersten Mal nach zwanzig Jahren kehrt Joel zurück in sein Heimatstädtchen an der schwedischen Westküste, um seine demenzkranke Mutter zu pflegen. Seit ihrem Infarkt ist Monika nicht mehr dieselbe, und schweren Herzens bringt Joel sie im Seniorenheim unter, wo sie sich zunächst zu erholen scheint.

Doch schon bald verschlechtert sich Monikas Zustand: Sie magert ab. Wird ausfallend. Und spricht dunkle Geheimnisse aus, von denen sie eigentlich gar nichts wissen kann. Manche der Alten halten sie deshalb für einen Engel, andere für einen Dämon, und auch auf Joel wirkt seine Mutter, als wäre sie nicht sie selbst.
Eine von Monikas Pflegerinnen ist Joels Jugendfreundin Nina. Seit zwanzig Jahren haben die beiden nicht miteinander gesprochen, und so schmerzhaft sich ihre Wege damals getrennt haben, so schmerzhaft ist jetzt ihr Wiedersehen.
Und als sich die beklemmenden Vorkommnisse im Heim häufen, findet Joel ausgerechnet in Nina eine Verbündete, um dem Grauen entgegenzutreten.

Mein Fazit: 

Die Geschichte ist sehr spannend geschrieben.Der Alltag im „Nebelfenn“, dem Pflegeheim ist sehr plastisch und ungeschönt beschrieben. Allerdings würde ich nicht behaupten dass der Autor, Mats Strandberg, „der schwedische Stephen King“ ist. Dafür hatte das Buch zu wenig Finesse und war an manchen Stellen einfach zu vorhersehbar. Besonders das Ende fand ich schon sehr flach und durchschaubar.

Trotzdem, klare Lese-Empfehlung!

Bei uns ausleihbar, natürlich.

Tipp: Ladet euch das Buch in der Onleihe-Erft runter!

Beste Grüße

Annika Freitag

Liebe Leserinnen und Leser,

oft werden wir gefragt, ob wir mittwochs eigentlich alle frei haben – natürlich nicht!

Wir sind dann trotzdem vor Ort und organisieren den Bibliotheksalltag „hinter den Kulissen“, das heißt, wir räumen unsere Regale gründlich auf oder arbeiten neue Bücher ein.

Letzte Woche jedoch waren wir außer Haus unterwegs! Wir haben nämlich die Stadtbibliothek in Siegburg besucht, um uns neue Anregungen zu holen und uns über bibliotheksbezogene Themen auszutauschen.

Denn, wie wir schnell feststellten, sind die Gegebenheiten dort sehr ähnlich: Euskirchen und Siegburg haben ähnliche Einwohnerzahlen und rangieren deshalb auch bei ihren Bibliotheken in etwa in derselben Größenordnung. Außerdem ist die Siegburger Bibliothek zusammen mit dem Stadtmuseum und einem Café in einen größeren Komplex eingegliedert, dem „Kulturhaus“ – na, wem kommt das bekannt vor? 😉

Im Rahmen unserer Führung fielen uns eine Menge weiterer Gemeinsamkeiten, aber jedoch auch einige Unterschiede auf, zu denen uns Frau Trommeschläger, die stellvertretende Leiterin der Bibliothek, Rede und Antwort stand. Es war sehr interessant zu sehen, wie eine andere Bibliothek z.B. die Sicherung der Konsolenspiele oder die Handhabe eines Kundenkopierers umsetzt. Dadurch bekamen wir auf jeden Fall nochmal ein ganz neues Gefühl für unsere Arbeit hier.

Anschließend nahmen wir noch – bei strahlendem Sonnenschein! – an einer Stadtführung durch den historischen Ortskern von Siegburg teil, bevor wir den Tag in gemütlicher Runde beim Italiener ausklingen ließen.


Wir haben auf jeden Fall eine Menge Eindrücke und Ideen mitgebracht und werden in der nächsten Zeit schauen, wie wir diese am besten für Euch umsetzen können! Anregungen und Kritik direkt von unseren Lesern ist uns natürlich ebenfalls herzlich willkommen.

Es grüßt Euch frisch inspiriert,

das weitgereiste Bibliotheksteam

Liebe Leserinnen und Leser,

manchmal sind die Dinge anders, als sie auf den ersten Blick wirken. Das gilt für Lilly Adams‘ Roman „Nebenan funkeln die Sterne“ gleich in zweierlei Hinsicht: Denn Protagonistin Emma führt in Wirklichkeit ein völlig anders Leben als das, was sie auf Instagram abbildet. Die Fotos, die sie dort aus ihrem augenscheinlichen Alltag postet, sind nur aufwendig inszeniert. Ästhetisch, aber keinesfalls echt – was jedoch keiner weiß.

Genauso wenig wie keiner weiß, dass Emma im wahren Leben kaum vor die Tür gehen kann. Nach einem schrecklichen Unfall lebt sie zurückgezogen, denn zwischenmenschlicher Kontakt überfordert sie mehr, als sie es irgendjemandem gegenüber zugeben würde, nicht einmal gegenüber ihrer Familie.

Und erst recht nicht gegenüber Nathan. Denn ihr neuer Nachbar im Apartment gegenüber, mit dem sie sich zu ihrem Entsetzen jetzt die Dachterrasse teilen muss, ist so ziemlich das Gegenteil von Emma: Lebensfroh, offenherzig und gesellig. (Okay, und gutaussehend. Aber auch das würde Emma nie zugeben.)

Kein Wunder, das die beiden einen mehr als holprigen Start miteinander haben. Aber irgendwie fasziniert sie das jeweilige Extrem des anderen auch und mit jedem Stück, das Emma sich aus ihrem Schneckenhaus hervorwagt, kommen die beiden sich näher.

Cover 2019-03 Adams - Nebenan funkeln die Sterne

Allerdings ist da ja noch die Sache mit Instagram: Denn in den verzweifelten Versuchen, bloß nicht als Hochstaplerin aufzufliegen, hat Emma sich über die Jahre immer mehr in ihren Lügenkonstrukten verstrickt und aus anfänglichen Schönspinnereien ist eine ganz neue Identität geworden – inklusive erfundenem Verlobten…

Das ist der zweite Punkt, in dem „Nebenan funkeln die Sterne“ meine Erwartungen übertroffen hat: Die Liebesgeschichte steht gar nicht mal im Vordergrund. Vielmehr geht es um die Schattenseiten des schönen Scheins, der uns in sozialen Netzwerken andauernd begegnet, und um die Folgen von erst nur winzigen Notlügen, die sich bald zu etwas aufbauschen, das viel größer ist als wir selbst.

Mir persönlich hat die Umsetzung von Emmas Zwiespalts sehr gut gefallen! – und vor allem auch zum Nachdenken gebracht: Denn versuchen wir nicht alle hin und wieder, uns besser darzustellen als wir sind? Suchen wir nicht alle nach dem besten Winkel für ein Selfie? Und habe ich nicht auch diesen Artikel Satz für Satz überarbeitet, damit er sich möglichst gut liest?

(Beziehungsweise, ist das alles überhaupt verwerflich?)

Mit so einer Tiefe hatte ich zu Beginn des Buches ehrlich gesagt nicht gerechnet – genauso wenig wie mit der Botschaft, dass es nicht darum geht, perfekt und unversehrt durchs Leben zu gehen, weil das sowieso unmöglich ist. Sondern dass es viel mehr darauf ankommt, was wir daraus machen. Denn nicht nur Emma hat bei dem Unfall, über den sie nicht spricht, etwas erlebt, das sie verändert hat…

Daher gibt es von mir eine ganz klare Empfehlung für alle, die gerne im Drama-Genre lesen, aber (ACHTUNG, SPOILER 🙂 ) auch etwas für Happy Ends übrig haben.

Es grüßt ganz begeistert

Lisa Häßy