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Archive for the ‘Buch- und Medientipps’ Category

Liebe Leserinnen und Leser,

Glaubt ihr an Superhelden?

Würde ich diese Frage Mr. Glass stellen würde die Antwort eindeutig JA heißen.

„Glass“ ist die Zusammenkunft zweier Filme. Zum einem „Unbreakable“, in den Hauptrollen Bruce Willis und Samuel L. Jackson erschienen im Jahr 2000 und „Split“ mit James McAvoy, den wir ja alle schon aus X-Men Apocolypse und X-Men – Zukunft ist Vergangenheit kennen.

Regie und Drehbuch aller Filme stammen von dem indischen Regisseur M. Night Shyamalan. Ein meiner Meinung nach genialer Mensch, der uns auch „The sixth sense“ beschert hat.

Aber jetzt erst mal zum Inhalt von „Glass“:

Kevin Wendell Crumb ist ein junger Mann mit multiplen Persönlichkeiten. Manche davon sind friedliebend, andere sind gefährlich. Ihm inne wohnt auch „das Biest“. Es hat sich zur Passion gemacht, alle Menschen die kein Leid kennen umzubringen. Gleichzeitig dient „das Biest“ als Beschützer von Kevin Wendell Crumb, die ursprüngliche Personen die hinter den zahlreichen Persönlichkeiten steckt. 

Comicliebhaber Mr. Glass entdeckt schnell das Potenzial von Kevin und beginnt ihn, für seine Zwecke zu manipulieren. Gleichzeitig versucht er David Dunn wieder seine unglaublichen Kräfte zu entlocken. Es beginnt ein Showdown zwischen gut und böse, mit überraschendem Ende. 

Mein Fazit:

Hat Spaß gemacht, aber ich bin froh nicht den teuren Eintritt im Kino dafür gezahlt zu haben.

Die drei Hauptcharaktere halten sich die meiste Zeit des Films in einer Psychiatrie auf. Diese Sequenzen waren schon ein bisschen lahm. Ich hätte mir auch gewünscht das Bruce Willis, als David Dunn, ein bisschen mehr zur Geltung kommt. Alles in allem finde ich das die einzelnen Charaktere ein bisschen untergegangen sind. In den vorher gegangenen Filmen war es besser gelungen.

Meine Empfehlung an alle die sich „Glass“ ansehen wollen: Schaut euch zuerst „Unbreakable“ und dann „Split“ an. Ich kannte beide Filme bereits, aber ich glaube wenn man nur „Glass“ guckt, leuchtet einem die Handlung nicht ganz ein.

Den Film könnt ihr auf Blu-Ray bei uns Ausleihen!

Beste Grüße

Annika Freitag

 

 

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Liebe Leserinnen und Leser,

ich bin ja immer wieder fasziniert, was heute technisch alles möglich ist. Und damit meine ich nicht nur ausgefeilte künstliche Intelligenzen, Mikrochirugie oder selbstfahrende Autos – sondern auch, welche Auswirkungen der technische Fortschritt auf die Filmwelt hat!
Gerade im direkten Vergleich zu „Klassikern“ aus der Kindheit fällt einem doch schnell auf, was sich da alles getan hat. Statt von Menschen in Kostümen gespielt, entstehen Monster und sonstige Fabelwesen zum Beispiel heutzutage ganz selbstverständlich am Computer. Auch bei der Wahl der Kulisse ist man nicht mehr auf einen perfekten Drehort angewiesen, sondern modelliert sich seine Welt mittels Greenscreen und Co zurecht. Ist das nicht spannend?

Den Weg bis zum täuschend echten Bild sieht man dabei allerdings nie.

Umso mehr hat es mich gefreut, dass mit „Die Kunst des Films PHANTASTISCHE TIERWESEN: GRINDELWALDS VERBRECHEN“ ein Buch erschienen ist, mit dem man einmal einen Blick hinter die Kulissen eines topaktuellen Kinofilms werfen kann.
Und dieser Blick lohnt sich! Denn abgesehen von den beeindruckenden Szenen-Illustrationen enthält der Bildband auch rohe Entwürfe und verworfene Ideen. Zusätzlich erfährt man viel darüber, wie es überhaupt funktioniert, eine Geschichte auf die Leinwand zu bringen – schließlich stellt sich jeder so eine Fantasiewelt ein bisschen anders vor.

Cover 2019-06 Die Kunst des Films Grindelwalds Verbrechen 2

Somit bietet dieses Buch wirklich einen Rundum-Einblick in J.K. Rowlings Welt, der für Fans keine Wünsche offenlässt. Selbst für mich als jemand, der zugegeben nicht so viel mit Harry Potter & Co anfangen kann, war das Buch absolut faszinierend zu lesen. Und obendrein habe ich wirklich Lust bekommen, mir den Film doch noch anzusehen…

Besonders interessant fand ich, mit wie viel Liebe zum Detail diese anhand von echten Tieren modelliert wurden – und wie aufwendig die Filmemacher dazu recherchieren! Jeder Magie wohnt also auch ein Funken Wahrheit inne… 😀

Also definitiv eine lohnende Lektüre für alle Fans und solche, die es noch werden wollen – schaut gerne mal rein! 🙂

Es grüßt Euch ganz fantastisch,

Lisa Häßy

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Liebe Leserinnen und Leser,

nachdem ich mich Ende letzten Jahres mit Ursula Poznanskis „Thalamus“ zum ersten Mal an einem Thriller versucht habe, muss ich gestehen, dass ich auf den Geschmack gekommen bin. Also habe ich mich an ein weiteres Werk aus dem Genre der Spannungsliteratur gewagt – und bin auch dieses Mal nicht enttäuscht worden! Bei Thomas Erles „Das Lied der Wächter: Erwachen“ handelt es sich um den Auftakt zu einer packenden Endzeit-Trilogie.

Cover 2019-05 Erle - Das Lied der Wächter

Handlungsort der Geschichte ist der Schwarzwald, der nach einem nuklearen Unfall als Sperrgebiet gilt – zumindest heißt es das von offizieller Seite.
So genau weiß eigentlich keiner, was an diesem verhängnisvollen Tag vor 16 Jahren passiert ist.

Auch Felix nicht. Für ihn ist die Sache jedoch doppelt schwierig: Denn seine Eltern waren am Unglückstag auf einer Wandertour im Schwarzwald unterwegs und wurden nie wieder gesehen. Felix, der sich damals in Obhut seiner Tante befand und seitdem bei ihr lebt, erfährt erst an seinem 16. Geburtstag, dass sie gar nicht seine Mutter ist.
Nach dem ersten Schock hält den Jungen nichts mehr zurück und er beschließt, auf eigene Faust nach seinen Eltern zu suchen.

Ausgestattet mit dem Nötigsten dringt er in die streng bewachte Sperrzone ein und macht sich auf die Suche.
Schnell jedoch wird klar: Der Wald ist nicht ohne Grund abgeriegelt. Seltsame Kräfte sind hier am Werk, die sich nur schwerlich mit einem Atomunglück erklären lassen: Technische Geräte versagen den Dienst und der ganze Wald scheint von Energiefeldern durchzogen, aus denen es kein Entrinnen gibt.
Auch wenn Felix nicht weiß, was es ist, aber irgendetwas Großes treibt sein Unwesen im Wald und verfolgt ihn. Spätestens als er auf andere Menschen trifft, die das Unglücksgebiet nie vergessen haben, nimmt die Geschichte richtig an Fahrt auf und man mag das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung, nicht nur für Menschen mit Schwarzwald-Bezug. Thomas Erle beschreibt so treffend, dass die drückende Endzeit-Stimmung wirklich greifbar ist und man Seite für Seite bei Felix‘ Erkundungen mitfiebert. Viel zu schnell hatte ich das Buch ausgelesen und sah mich mit einer guten sowie einer schlechten Nachricht konfrontiert:

Die gute Nachricht – die Geschichte geht in einem zweiten Band weiter (und auch einem dritten, wie ich nach kurzer Recherche rausfand).

Die schlechte Nachricht – da der letzte Band noch nicht erschienen ist (VÖ September 2019), dauert es wohl oder übel noch eine Weile, bis man erfährt, was wirklich mit Felix‘ Eltern passiert ist und was da im Wald vor sich geht…

Aber: Ich freue mich drauf! Der Auftakt der Reihe hat mir sehr gefallen und liest sich wirklich vielversprechend. Ich bin gespannt, wie es weitergeht 🙂

Es grüßt Euch ganz mysteriös (…und leider auch zwangsweise geduldig, seufz),

Lisa Häßy

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Liebe Leserinnen und Leser,

für diesen Monat habe ich etwas ganz Besonderes für Euch: Und zwar fiel mir beim morgendlichen Aufräumen der Bibliothek „eine Anleitung zum Leben auf der Erde“ (laut Untertitel) in die Hände. Nanu, habe ich gedacht und innegehalten – denn haben wir uns gerade in Anbetracht des gesellschaftlichen und politischen Zeitgeistes nicht alle schon mal eine ebensolche Anleitung gewünscht? Einen Leitfaden, wie man es richtigmacht, dieses Leben?

Dass sich die Antwort darauf ausgerechnet in einem Bilderbuch befinden sollte, hat mich dann doch erstmal stutzig gemacht, um nicht zu sagen: skeptisch. Aber ich kann euch bestätigen: Es stimmt. Denn in „Hier sind wir: Eine Anleitung zum Leben auf der Erde“, das Autor Oliver Jeffers anlässlich der Geburt seines Sohnes geschrieben hat, verbirgt sich tatsächlich eine ganze Menge.

Cover 2019-04 Jeffers - Hier sind wir

Was faktenreich damit beginnt, wie die Erde aussieht, wo wir uns im Weltall befinden usw., geht fließend in ein Plädoyer für ein friedliches, respektvolles Miteinander über und dafür, seine Zeit zu nutzen. Sowie die Botschaft: Egal, was kommt, du wirst nie allein sein auf der Welt.

Und das ist Trost und mahnender Hinweis zugleich, finde ich.

Man könnte das Buch einem Kind in vielleicht 20 Minuten vorlesen. Oder in einer halben Stunde, wenn man sich die Zeit nimmt und die wunderschönen Illustrationen genauer betrachtet.
Aber wenn man sich die wenigen Sätze, mit denen dieses Buch auskommt, mal genauer auf der Zunge zergehen lässt, wird schnell klar: Dieses Buch richtet sich nicht nur an Kinder. Denn die Grundhaltung der Welt gegenüber, die dabei transportiert wird, täte meiner Meinung nach auch so manchem Erwachsenen gut.

Daher lautet mein Fazit: Nehmt Euch die zwanzig Minuten und schaut mal rein. Verliert Euch in der Außenbetrachtung. Und lest es dann vielleicht nochmal von vorne. Dann wird einem nämlich erst wieder klar, wie winzig klein doch alles ist – und wie unbedeutend unsere Probleme im großen Ganzen eigentlich sind. Und das, finde ich, ist irgendwie sehr beruhigend 🙂

Zum Schluss gibt es tatsächlich die versprochene Anleitung: „Es sind nur drei Worte, nach denen du leben musst, mein Sohn: Respekt, Rücksicht und Toleranz“, schreibt Oliver Jeffers auf der letzten Seite – und hat damit in einem Bilderbuch für Kleinkinder mehr von Bedeutung gesagt, als ich bisher in so manchem hochgelobten Roman gelesen habe.

Denn mehr braucht es tatsächlich nicht, wenn man genauer drüber nachdenkt.

Es grüßt Euch voller Respekt, Rücksichtnahme und Toleranz,

Lisa Häßy

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Liebe Leserinnen und Leser,

Ich muss sagen, ich bin nicht wirklich ein Freund von Glückspiel, da das Risiko Geld zu verlieren oder in eine Sucht abzurutschen, und sich dadurch das Leben zu zerstören, sehr groß ist. Was mit aber nicht bewusst war ist, dass diese Spiele nicht nur das Leben der Spieler ruiniert, sondern auch das Leben der Spielbetreiber gefährdet.

Ein wahres Beispiel ist das Leben der Molly Bloom, einer ehemaligen Ski-Fahrerin, die nach einem schweren Sturz die Karriere wechselte zu einer erfolgreichen Organisatorin für sehr exklusiver Pokerspiele wurde. Basierend auf ihren Memoiren wird Ihre Geschichte in dem Film Molly’s Game geschildert.

Nachdem ein Unfall bei der Qualifikation für die Olympischen Winterspiele 2002 Molly‘s Skikarriere frühzeitig beendet hat, weicht sie von dem Plan ab, den ihr Vater für sie zurechtgelegt hatte, und zieht nach Los Angeles. Dort beginnt sie als Kellnerin zu arbeiten und lernt dadurch Dean Keith kennen, der sie als seine Sekretärin einstellt und sie bald schon in die Welt des Untergrundpokers einführt. Dean betreibt wöchentliche Pokerspiele für reiche und berühmte Herren und beauftragt Molly damit, die Turniere zu organisieren und an den Abenden die Kasse zu verwalten. Aufgrund ihrer hohen Intelligenz und ihres schnellen Auffassungsvermögens ebenso wie ihrem Charme schafft sie es schnell, sich die Pokerregeln anzueignen und die Spieler von sich zu begeistern. Besonders interessiert ist sie an Spieler X, dem besten Spieler in Dean’s Turnier und einem prominenten Schauspieler. Als Molly aufgrund ihrer Beliebtheit von ihrem Boss gefeuert wird, baut sie sich mit Hilfe von Spieler X, der ihr Potential erkennt, ihr eigenes Turnier auf. Dieses Turnier hat schnell große Bekanntheit und Beliebtheit erreicht, bricht aber aufgrund von Problemen zwischen Molly und Spieler X gänzlich auseinander. Wieder steht Molly scheinbar vor dem Nichts und wieder gibt sie nicht auf. Sie zieht nach New York und baut dort ein neues, unabhängiges und professionelles Turnier auf, dieses erfreut sich ebenfalls großer Beliebtheit, bis Molly sich mit den falschen Leuten einlässt, falsche Entscheidungen trifft und bald wieder vor dem Abgrund steht.

Meine Gedanken zum Film:

Wenn man, wie ich, keinerlei Ahnung vom Poker hat, kann der Film anfänglich etwas verwirrend sein, allerdings habe ich festgestellt, dass man keine Ahnung haben muss, um den Film gespannt zu schauen. Jessica Chastain, die ich zuvor bereits in dem Film Die Erfindung der Wahrheit aus dem Jahr 2017 gesehen habe, schafft es sehr gut starke, aber emotional verschlossene, Frauen zu verkörpern und legt so viel Emotion in ihr Schauspiel, dass man sehr mit dem Charakter mitfühlt. Ich kann den Film allen sehr empfehlen, die sich für Filmbiografien interessieren und einmal hinter die Kulissen exklusiver Pokerspiele schauen möchte.

Die Blu-Ray haben wir natürlich auch für sie in der Bibliothek.

 

Eure Anja Jäger

 

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Liebe Leserinnen und Leser,

ich bin ja immer wieder auf der Suche nach neuer, spannender Lektüre. Als mir vor einigen Tage „Das Heim“ von Mats Strandberg in die Hände fiel staunte ich nicht schlecht, denn auf dem Einband prangte groß und gelb: „Der schwedische Stephen King“.

Bisschen schmal das Buch, für Stephen King, dachte ich. Trotzdem hatte, natürlich, eben dieser gelbe Aufkleber mein Interesse sofort geweckt.

Zum Inhalt:

Zum ersten Mal nach zwanzig Jahren kehrt Joel zurück in sein Heimatstädtchen an der schwedischen Westküste, um seine demenzkranke Mutter zu pflegen. Seit ihrem Infarkt ist Monika nicht mehr dieselbe, und schweren Herzens bringt Joel sie im Seniorenheim unter, wo sie sich zunächst zu erholen scheint.

Doch schon bald verschlechtert sich Monikas Zustand: Sie magert ab. Wird ausfallend. Und spricht dunkle Geheimnisse aus, von denen sie eigentlich gar nichts wissen kann. Manche der Alten halten sie deshalb für einen Engel, andere für einen Dämon, und auch auf Joel wirkt seine Mutter, als wäre sie nicht sie selbst.
Eine von Monikas Pflegerinnen ist Joels Jugendfreundin Nina. Seit zwanzig Jahren haben die beiden nicht miteinander gesprochen, und so schmerzhaft sich ihre Wege damals getrennt haben, so schmerzhaft ist jetzt ihr Wiedersehen.
Und als sich die beklemmenden Vorkommnisse im Heim häufen, findet Joel ausgerechnet in Nina eine Verbündete, um dem Grauen entgegenzutreten.

Mein Fazit: 

Die Geschichte ist sehr spannend geschrieben.Der Alltag im „Nebelfenn“, dem Pflegeheim ist sehr plastisch und ungeschönt beschrieben. Allerdings würde ich nicht behaupten dass der Autor, Mats Strandberg, „der schwedische Stephen King“ ist. Dafür hatte das Buch zu wenig Finesse und war an manchen Stellen einfach zu vorhersehbar. Besonders das Ende fand ich schon sehr flach und durchschaubar.

Trotzdem, klare Lese-Empfehlung!

Bei uns ausleihbar, natürlich.

Tipp: Ladet euch das Buch in der Onleihe-Erft runter!

Beste Grüße

Annika Freitag

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Liebe Leserinnen und Leser,

manchmal sind die Dinge anders, als sie auf den ersten Blick wirken. Das gilt für Lilly Adams‘ Roman „Nebenan funkeln die Sterne“ gleich in zweierlei Hinsicht: Denn Protagonistin Emma führt in Wirklichkeit ein völlig anders Leben als das, was sie auf Instagram abbildet. Die Fotos, die sie dort aus ihrem augenscheinlichen Alltag postet, sind nur aufwendig inszeniert. Ästhetisch, aber keinesfalls echt – was jedoch keiner weiß.

Genauso wenig wie keiner weiß, dass Emma im wahren Leben kaum vor die Tür gehen kann. Nach einem schrecklichen Unfall lebt sie zurückgezogen, denn zwischenmenschlicher Kontakt überfordert sie mehr, als sie es irgendjemandem gegenüber zugeben würde, nicht einmal gegenüber ihrer Familie.

Und erst recht nicht gegenüber Nathan. Denn ihr neuer Nachbar im Apartment gegenüber, mit dem sie sich zu ihrem Entsetzen jetzt die Dachterrasse teilen muss, ist so ziemlich das Gegenteil von Emma: Lebensfroh, offenherzig und gesellig. (Okay, und gutaussehend. Aber auch das würde Emma nie zugeben.)

Kein Wunder, das die beiden einen mehr als holprigen Start miteinander haben. Aber irgendwie fasziniert sie das jeweilige Extrem des anderen auch und mit jedem Stück, das Emma sich aus ihrem Schneckenhaus hervorwagt, kommen die beiden sich näher.

Cover 2019-03 Adams - Nebenan funkeln die Sterne

Allerdings ist da ja noch die Sache mit Instagram: Denn in den verzweifelten Versuchen, bloß nicht als Hochstaplerin aufzufliegen, hat Emma sich über die Jahre immer mehr in ihren Lügenkonstrukten verstrickt und aus anfänglichen Schönspinnereien ist eine ganz neue Identität geworden – inklusive erfundenem Verlobten…

Das ist der zweite Punkt, in dem „Nebenan funkeln die Sterne“ meine Erwartungen übertroffen hat: Die Liebesgeschichte steht gar nicht mal im Vordergrund. Vielmehr geht es um die Schattenseiten des schönen Scheins, der uns in sozialen Netzwerken andauernd begegnet, und um die Folgen von erst nur winzigen Notlügen, die sich bald zu etwas aufbauschen, das viel größer ist als wir selbst.

Mir persönlich hat die Umsetzung von Emmas Zwiespalts sehr gut gefallen! – und vor allem auch zum Nachdenken gebracht: Denn versuchen wir nicht alle hin und wieder, uns besser darzustellen als wir sind? Suchen wir nicht alle nach dem besten Winkel für ein Selfie? Und habe ich nicht auch diesen Artikel Satz für Satz überarbeitet, damit er sich möglichst gut liest?

(Beziehungsweise, ist das alles überhaupt verwerflich?)

Mit so einer Tiefe hatte ich zu Beginn des Buches ehrlich gesagt nicht gerechnet – genauso wenig wie mit der Botschaft, dass es nicht darum geht, perfekt und unversehrt durchs Leben zu gehen, weil das sowieso unmöglich ist. Sondern dass es viel mehr darauf ankommt, was wir daraus machen. Denn nicht nur Emma hat bei dem Unfall, über den sie nicht spricht, etwas erlebt, das sie verändert hat…

Daher gibt es von mir eine ganz klare Empfehlung für alle, die gerne im Drama-Genre lesen, aber (ACHTUNG, SPOILER 🙂 ) auch etwas für Happy Ends übrig haben.

Es grüßt ganz begeistert

Lisa Häßy

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Liebe Leserinnen und Leser,

leider schaffe ich es durch mein Studium manchmal nicht Filme, die ich gerne gucken würde, im Kino zu sehen. Einer der Filme, die mich letztes Jahr interessiert hat ist The Greatest Showman, der am 4. Januar 2018 in die deutschen Kinos kam und dessen Musik mitdem Golden Globe Award ausgezeichnet wurde.

Der Film erzählt die, an die reale Biografie P.T. Barnums angelehnte, Geschichte eines Träumers und seiner Familie. Nachdem Barnum (Hugh Jackman) gefeuert wird, will er einen Kindheitstraum wahr machen und kauft sich 1841 ein Wachsfigurenkabinett, welches allerdings nur wenig Kundschaft anlockt und es ihm und seiner Frau nicht einfach macht ihre zwei Töchter zu ernähren. Allerdings erkennt eine seiner Töchter das Problem und erklärt ihm, dass einem Wachfigurenkabinett einfach das Leben fehlt. Daher beginnt er besondere Leute der Stadt zu rekrutieren. Bald hat er eine bunte Gruppe von Menschen zusammen, die aufgrund von Besonderheiten wie Kleinwüchsigkeit oder Übergewicht aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden.

Meine Gedanken zu dem Film:

Dass die Musik des Filmes großartig sein würde, wusste ich schon bevor ich ihn mir überhaupt ausgeliehen und angesehen hatte. Die Komponisten sind dieselben, die bereits mit der Musik im Film La La Landgroße Erfolge erzielt haben und diesen Erfolg haben sie mit The Greatest Showman wiederholt. Leider konnte mich die wunderschöne Musik aber nicht von fehlenden Charakterentwicklung und der Oberflächlichkeit der Geschichte ablenken.

Wer von Ihnen sich selbst ein Bild machen möchte kann sich den Film gerne bei uns in der Bibliothek ausleihen.

Eure Anja Jäger

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Liebe Leserinnen und Leser,

vorne im Einband der Stammbaum derer von Haxthausen, alter Landadel aus dem Westfälischen, hinten im Einband eine Karte mit dem Bewegungsradius eben dieser Familie. Nicht mehr als 200 km im Umkreis des Stammsitzes Bökerhof bei Paderborn.
Ein gesellschaftlicher und geographischer Mikrokosmos zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Und mittendrin die Hauptperson: Fräulein Nette, heute besser bekannt als Annette von Droste-Hülshoff.
Dass sie einmal eine der bedeutendsten deutschen Dichterinnen sein wird, weiß sie zum Zeitpunkt der Handlung natürlich noch nicht.

Es ist die eine Geschichte über Liebe und Leidenschaft.
Sommer 1820, Fräulein Nette ist jung, gebildet, voller Tatendrang und blitzgescheit. Sie verliebt sich in einen Freund der Familie, leider nicht standesgemäß. Sie liebt das Singen, Schreiben und Diskutieren, das ist leider auch nicht standesgemäß. Denn wie soll eine junge Frau, zumal wenn adelig, in dieser Zeit sein? Sittsam, bescheiden und rein. Genau so. Mehr nicht. Und damit ist ausreichend Stoff für einen spannenden Roman vorhanden.

Der hervorragend recherchierte Roman ist allerdings weit mehr als ein Ausschnitt aus dem Leben der jungen Droste. Er ist vielmehr ein Sittengemälde par excellence der Zeit nach dem Ende der napoleonischen Herrschaft, nach der Neuordnung Europas am Vorabend der gesellschaftlichen Umwälzungen des 19. Jahrhunderts. 
Denken und forschen, leben und arbeiten im Spannungsfeld zwischen Restauration und Aufbruch. Geschildert am Beispiel der Adelsfamilie von Haxthausen und Droste-Hülshoff.
Die einen halten fest am Glauben, an Regeln und Konventionen, an Stand und Rang und Namen. Andere streben nach Erneuerung und Entdeckung, nach Wissen und Macht, nach Teilhabe in jeder Hinsicht. Das eine wie das andere ist Männersache.
Das muss gerade die hochbegabte, wissbegierige und bildungshungrige  Annette von Droste-Hülshoff schmerzhaft erfahren. Während Männer forschen, entdecken, schreiben (zum Beispiel Humboldt die Welt, Montgolfier die Luftfahrt, Franklin den Blitzableiter, Heine die Erneuerung der Literatur und die Gebrüder Grimm die Märchen) werden ambitionierte Frauen wie die Droste in ihrem Milieu dazu gezwungen, ihre Lebenszeit mit unfassbar stumpfsinnigen Arbeiten regelrecht zu verplempern.

Hochinteressant und spannend dabei das Drumherum. Da schöpft die Autorin aus dem Vollen. Sie beschreibt wie man aß und trank, wie man wohnte und lebte, wie man sich kleidete und reiste, wie man auf adeligen Landsitzen die Zeit totschlug und in Wirtshäusern zechte, wie man miteinander redete oder auch nicht, wie man intrigierte, die Fesseln von Glauben und Konvention aufrechterhielt oder versuchte, sie zu sprengen.

Und wer das liest ist mittendrin.  Satte 600 Seiten großes Kopfkino. Karen Duve hat einen historischen Roman geschrieben, und was für einen. Chapeau! Fesselnd, packend, erhellend, lesenswert!

Es grüßt Petra Goerge,
die nach dieser Lektüre nicht nur das Euskirchener Stadtmodell mit anderen Augen sieht.

P.S. Ein herzlicher Gruß und Dank an die ehemalige Kollegin Ursula Hensel, die mir diesen Roman so sehr ans Herz gelegt hat.

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Liebe Leserinnen und Leser,

ein Buch ist ausgelesen. Und wer kennt das nicht?.- Man spürt beinahe körperlich den Schmerz, plötzlich nichts mehr zu lesen zu haben. War das Buch besonders gut, ist es umso schwieriger einen würdigen Nachfolger zu finden. Es ist fast so als hätte man einen Freund verloren. Zum Glück bin ich persönlich zur Zeit sogar mit 3 (zwei davon sind sogar dick, mind. 400 Seiten dick) guten Freunden gesegnet, aber ich weiß nicht jede/jeder hat so ein Glück.

Deswegen freut euch über unsere Bildstrecke: 19 Bücher, die ihr in 2019 lesen solltet!

Nummer 1:

Pechvogel Nele hat von der Liebe die Nase gestrichen voll. Ihr neuer Job bei einer angesagten PR-Agentur soll ab jetzt an erster Stelle stehen. Inhaber Claas betraut sie mit der Imagekampagne für den Politiker Hofmann-Klasing, dessen Umfragewerte tief im Keller sind – aus gutem Grund, wie Nele bald herausfindet. Ausgerechnet jetzt beschließt ihr kleiner Bruder Lenny, der das Down-Syndrom hat, sich eine eigene Wohnung zu suchen. In dieser turbulenten Zeit stellt sich gerade Claas als große Hilfe heraus. Aber soll Nele sich wirklich von der Liebe einen Strich durch ihre Pläne machen lassen? Erhältlich ab dem 31.05.2019

Nummer 2:

Es ist ein Morgen wie jeder andere, als Robbie neben seiner schlafenden Frau Emily erwacht. Wie immer steht er vor ihr auf und kocht Kaffee. Doch an diesem Morgen schreibt er einen Brief und tut damit etwas, was Emily das Herz brechen wird. Robbie weiß: Er muss diesen Preis bezahlen, um ihre Liebe zu schützen. Denn niemand darf erfahren, welches Geheimnis Emily und er seit fünf Jahrzehnten hüten …  Gibt es bereits bei uns zum Ausleihen!

Nummer 3:

Seit dem Tod seiner Frau geht David ganz im Berufsleben auf und kümmert sich um seinen exzentrischen Vater. Gelegentliche Rendezvous-Versuche scheitern an Davids Schüchternheit. Bis er sich in Selma verliebt. Davids verstorbene Ehefrau Elinor ist darüber allerdings nicht erfreut: Eifersüchtig wacht sie als Geist über ihren Mann und bittet ihr Medium Paula um Hilfe. Doch die empfiehlt Elinor nur, endlich loszulassen … Erhältlich 22.03.2019

Nummer 4:

Joe ist sechzehn, als er im Laufe von drei Tagen die Ehe seiner Eltern zerbrechen sieht. Sein Vater hat seine Arbeit als Golfprofi verloren, und er schließt sich den Mannschaften an, die hinter der Stadt einen großen Waldbrand bekämpfen. Seine Mutter wird die Familie für einen anderen Mann verlassen. In ihrer Einsamkeit machen beide, Mutter und Vater, den Sohn zum Vertrauten. Als Joes Vater zurückkehrt, versucht er in wilder Eifersucht, das Haus des Liebhabers seiner Frau anzuzünden. All dies ist durch Joes Augen gesehen, und seine Unschuld, seine Trauer geben dem Roman eine unvergleichliche Intensität. „Wild leben“ ist ein Bild vom Erwachsenwerden in Amerika, in einer Gesellschaft, die Geborgenheit nicht kennt. Bereits erhältlich.

Nummer 5:

Auf dem Wiener Zentralfriedhof ist die Blumenhändlerin Carolin ein so gewohnter Anblick, dass sie beinahe unsichtbar ist. Ebenso wie die Botschaften, die sie mit ihren Auftraggebern austauscht, verschlüsselt in die Sprache der Blumen – denn ihre größte Angst ist es, gefunden zu werden. Noch vor einem Jahr war Carolins Name ein anderer; damals war sie als Polizeispitzel einer der brutalsten Banden des organisierten Verbrechens auf der Spur. Kaum jemand weiß, dass sie ihren letzten Einsatz überlebt hat. Doch dann erhält sie einen Blumengruß, der sie zu einem neuen Fall nach München ruft – und der sie fürchten lässt, dass sie ihren eigenen Tod bald ein zweites Mal erleben könnte … Erhältlich ab Februar 2019.

Nummer 6:

Die Schönings leben in einem kleinen Dorf an der deutsch-belgischen Grenze. Wie die meisten Familien hier verdienen sich auch die Schönings mit Kaffee-Schmuggel etwas dazu. Die 17jährige Henni ist, wie viele andere Kinder, von Anfang an dabei und diejenige, die die Schmuggel-Routen über das Hohe Venn, ein tückisches Moor-Gebiet, kennt. So kann sie die Kaffee-Schmuggler, hauptsächlich Kinder, in der Nacht durch das gefährliche Moor führen. Ab 1950 übernehmen immer mehr organisierte Banden den Kaffee-Schmuggel, und Zöllner schießen auf die Menschen. Eines Nachts geschieht dann das Unfassbare: Hennis Schwester wird erschossen.
Henni steckt man daraufhin 1951 in eine Besserungsanstalt. Wegen Kaffee-Schmuggels. Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit.
Kann bereits bei uns entliehen werden!

Nummer 7:

Es ist 1942. Friedrich, ein stiller junger Mann, kommt vom Genfer See nach Berlin. In einer Kunstschule trifft er Kristin. Sie nimmt Friedrich mit in die geheimen Jazzclubs. Sie trinkt Kognak mit ihm und gibt ihm seinen ersten Kuss. Bei ihr kann er sich einbilden, der Krieg sei weit weg. Eines Morgens klopft Kristin an seine Tür, verletzt, mit Striemen im Gesicht: „Ich habe dir nicht die Wahrheit gesagt.“ Sie heißt Stella und ist Jüdin. Die Gestapo hat sie enttarnt und zwingt sie zu einem unmenschlichen Pakt: Wird sie, um ihre Familie zu retten, untergetauchte Juden denunzieren? Eine Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht – über die Entscheidung, sich selbst zu verraten oder seine Liebe. Ab nächster Woche in unserem Bestand!

Nummer 8:

Kaz Brekker und seinen Krähen ist ein derart spektakulärer Coup gelungen, dass sie selbst nicht auf ihr Überleben gewettet hätten. Statt der versprochenen fürstlichen Belohnung erwartet sie jedoch bitterer Verrat, als sie nach Ketterdam zurückkehren. Haarscharf kommen die Krähen mit dem Leben davon, Kaz‘ Geliebte Inej gerät in Gefangenschaft. Doch Kaz trägt seinen Spitznamen »Dirtyhands« nicht ohne Grund – von jetzt an ist ihm kein Deal zu schmutzig und kein Risiko zu groß, um Inej zu befreien und seinen betrügerischen Erzfeind Pekka Rollins zu vernichten. Das sensationelle Finale von Leigh Bardugos Fantasy-Bestseller um den tollkühnsten Coup der Fantasy-Geschichte. Kann bereits bei uns entliehen werden!

Nummer 9:

Philippe ist 17 Jahre alt und ein Außenseiter. Als hochbegabter Sohn des Schuldirektors, der wenig Kontakt zu den Mitschülern hat, lebt er in einem französischen Provinznest. Er fühlt sich von seinem Klassenkameraden Thomas, einem geheimnisvollen und charismatischen Winzersohn, angezogen und ist ganz verblüfft, als dieser sein Interesse erwidert. Thomas wird seine erste und große Liebe. Eine Liebe, die nur im Verborgenen gelebt werden darf und die für Thomas tragisch endet, weil er, geprägt durch die ländlichen Konventionen, seine sexuelle Identität sein Leben lang verleugnen wird. Ein authentischer und tief berührender Roman über Liebe und Identitätsfindung. Kann bei uns bereits entliehen werden!

Nummer 10:

Als Aurora die neue Stimme von »Die Stunde der Señorita Leo« wird, weiß sie noch nicht, dass das ihr Leben von Grund auf verändern wird. Als Sprecherin der beliebtesten Radiosendung Spaniens übernimmt sie eine große Verantwortung. In den Briefen, die ihr ihre Zuhörer schicken, findet die junge Frau Träume und Hoffnungen, Ängste und Sorgen, und ihr Rat ist stets willkommen. Für viele Menschen ist »la Señorita Leo« ein echter Rettungsanker, eine Vertraute, eine Freundin via Äther. Menschen wie Germàn, einen einsamen Handelsreisenden, der sich keine von Auroras Sendungen entgehen lässt, weil er sich in ihre Stimme verliebt hat. Doch Aurora ist genauso unglücklich wie viele ihrer Zuhörer, weil auch ihr das Herz gebrochen wurde. Eines Tages fragt sie sich, was aus den Briefen wird, die nicht in ihre Hände gelangen, und erfährt, dass diese verbrannt werden. Entrüstet nimmt Aurora die Briefe mit nach Hause, um sie zu beantworten. Und so erfährt sie von Elisa, einem jungen Mädchen, das sich umbringen will. Oder von Sole, die nicht weiß, wie sie sich vor ihrem gewalttätigen Mann schützen soll. Bei dem mutigen Versuch, auch diesen Menschen und ihren Geschichten Gehör im Radio zu verschaffen, riskiert Aurora ihre Stelle … Kann bei uns bereits entliehen werden!

Nummer 11:

Als sich Philippe Lançon an einem Morgen im Januar spontan entscheidet, in der Redaktion von Charlie Hebdo vorbeizuschauen, gibt es kein Anzeichen dafür, dass sein Leben direkt auf eine Katastrophe zusteuert. Gemeinsam mit seinen Kollegen sitzt er im Konferenzraum, als zwei maskierte Attentäter das Gebäude stürmen. Kurz darauf sind die meisten seiner Freunde tot, ihm selbst wird der Unterkiefer zerschossen. Philippe Lançon wird nicht als Gastdozent nach Princeton gehen, wie es geplant war. Er wird seine Querflöte verschenken, die er nicht mehr spielen kann. Und er wird lange Zeit keine Redaktion mehr betreten. Stattdessen wird er siebzehn Gesichtsoperationen erdulden und versuchen, seine Identität zu rekonstruieren. So, wie das Attentat Frankreich in ein Davor und ein Danach gespalten hat, hat es auch das Leben Philippe Lançons auseinandergerissen. In der fulminanten literarischen Verarbeitung seiner Traumata macht der Autor so eindrucksvoll wie behutsam sichtbar, wie Geist und Körper sich nach einer unsagbaren Erfahrung ihren Weg zurück ins Leben bahnen. Erhältlich ab März 2019.

Nummer 12:

Es ist Herbst in Paris. Die ersten Herbststürme fegen durch die Straßen, die Tage werden kürzer. Erst vor kurzem hat Monsieur Matin seine Stelle im vornehmen Hotel Louis XV angetreten, wo er für Reklamationen und andere Problemfälle zuständig ist. Ein Job voller Konflikte und unangenehmer Situationen – da ist der Anblick des liebevoll dekorierten Schaufensters des kleinen Blumenladens auf seinem Heimweg Balsam für die Seele. Fleurs de Fleur steht auf dem Schild darüber. Am Abend eines besonders schwierigen Tages beschließt Monsieur Matin, hineinzugehen. Er betritt einen Raum, der ihn verzaubert: die Wärme, der Duft, die Farben – und natürlich die Blumenhändlerin! Als er den Laden wieder verlässt, hat er sein Herz an Mademoiselle Fleur verloren, die Floristin mit dem siebten Sinn für die Vorlieben ihrer Kunden. Von nun an kommt er, so oft es geht, und kauft jedes Mal etwas, obwohl er niemanden hat, dem er es mitbringen könnte. Monsieur Matins Liebe bleibt nicht unerwidert. Doch das Leben ist kompliziert. Und die Geschichte von Fleur Danton und Nicholas Matin ist es auch. Kompliziert und ungemein romantisch … Kann bereits bei uns entliehen werden.

Nummer 13:

In seinem letzten Buch gibt Stephen Hawking Antworten auf die drängendsten Fragen unserer Zeit und nimmt uns mit auf eine persönliche Reise durch das Universum seiner Weltanschauung. Seine Gedanken zu Ursprung und Zukunft der Menschheit sind zugleich eine Mahnung, unseren Heimatplaneten besser vor den Gefahren unserer Gegenwart zu schützen. Zugänglich und klar finden Sie in diesem Buch Hawkings Antworten auf die drängendsten Fragen unserer Zeit. Kann bereits bei uns entliehen werden.

Nummer 14:

Ganz plötzlich gibt es eine Serie merkwürdiger Veränderungen im Leben der völlig unauffälligen Grundschullehrerin Hanna: Aus ihren Wasserhähnen fließt Mineralwasser, und sie bekommt Pakete mit Sachen, die sie nie bestellt hat. In ihrem Garten zieht eine Unbekannte in einen Wohnwagen ein. Nicht zu vergessen die Giraffe, die sie in ihrem Vorgarten dabei ertappt, wie sie mit langem Hals die Blätter von ihrer Kugelrobinie frisst. Hannas beste Freundin Svenja, die einen Hang zur Romantik hat, weiß, dass diese Häufung von seltsamen Ereignissen etwas zu bedeuten hat. Jetzt muss Hanna nur noch herausfinden, was – und wie sie diese magische Serie stoppen kann. Kann bereits bei uns entliehen werden.

Nummer 15:

osa und Frank begegnen sich am anderen Ende der Welt. Durch Zufall oder weil es so sein soll. Sie sind sich ähnlich und doch grundverschieden – Rosa widersprüchlich, Frank ruhig. Zusammen sind sie nicht nur weniger allein, sondern ziemlich nah dran an vollständig. Sie beschließen, gemeinsam weiterzureisen und einen alten Camper zu kaufen. Doch dann taucht unerwartet Franks bester Freund David auf, und mit ihm ändert sich alles. Erhältlich ab Mai 2019.

Nummer 16:

Als Claudia Klütsch ein neues Oberhemd ihres Ehemanns aus der Verpackung zieht, fällt ein Zettel heraus. Es ist der Hilferuf eines Arbeiters aus der Textilfabrik in Bangladesch, in der das Hemd hergestellt wurde. Das Ehepaar versucht monatelang herauszufinden, was und wer genau hinter dieser Nachricht steckt. Schließlich fliegen sie selbst nach Bangladesch, um den Verfasser zu finden. Kann bereits bei uns entliehen werden.

Nummer 17:

Als Henry Markram ein autistisches Kind bekam, zählte er zu den berühmtesten Hirnforschern der Welt. Er arbeitete am Weizmann-Institut und am Max-Planck-Institut, gewann zahlreiche Forschungspreise und hielt Vorträge auf der ganzen Welt. Seine Methode, die misst, wie Zellen sich vernetzen, wurde internationaler Standard. Doch dann kam Kai. Und Fragen und Sorgen lagen auf einmal im Kinderzimmer, zwischen Teddybär und Mondlampe. Markrams geachtete Aufsätze vermochten seinem Sohn weniger zu helfen als das Liederbuch, aus dem er ihm abends vorsang. Und so stürzte sich der Hirnforscher auf die Frage, was Autismus wirklich ist. Nach Jahren gelang ihm der Durchbruch. Und seine Antworten stellten alles auf den Kopf, was man über Autismus zu wissen glaubte. Kann bereits bei uns entliehen werden.

Nummer 18:

Meterhohe Sanddünnen, flirrende Sonne, erbarmungslose Hitze – so lebensfeindlich präsentiert sich die Wüste in Qatar. Doch fasziniert sie ebenso mit ihrer Weite und Stille. So auch Laura Wrede, die seit sieben Jahren in Qatar lebt, dort arbeitet und ihrer Leidenschaft, der Falknerei nachgeht. In ihrem Buch berichtet sie von ihrer aufregenden Zeit in Qatar, über Traditionen, Bräuche und wie es ihr gelingt, sich in einer von Männer dominierten Welt durchzusetzen. Sie erzählt vom Leben in der Wüste und den Beduinen, die in der Stille der Wüste ein einfaches Leben führen. Und sie lässt den Leser daran teilhaben, was sie in der Zeit über sich und fürs Leben gelernt hat. Kann bereits bei uns entliehen werden.

Nummer 19:

Wie erkläre ich einem Kind die Welt in ihrer ganzen Vielfalt? Dass es Berge und Seen gibt, aber auch Wüste? Dass kein Mensch wie der andere ist, und dass wir doch alle die gleichen Bedürfnisse haben. Oliver Jeffers macht seinem Sohn mit wenigen, präzis gewählten Worten und eindrücklichen Bildern die Welt begreifbar. Denn letztlich ist unser Fortbestehen in unserer Verantwortung. „Achte gut auf die Erde, denn es ist die einzige, die wir haben.“ Kann bereits bei uns entliehen werden.

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