Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for the ‘Buch- und Medientipps’ Category

Liebe Leserinnen und Leser,

vorne im Einband der Stammbaum derer von Haxthausen, alter Landadel aus dem Westfälischen, hinten im Einband eine Karte mit dem Bewegungsradius eben dieser Familie. Nicht mehr als 200 km im Umkreis des Stammsitzes Bökerhof bei Paderborn.
Ein gesellschaftlicher und geographischer Mikrokosmos zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Und mittendrin die Hauptperson: Fräulein Nette, heute besser bekannt als Annette von Droste-Hülshoff.
Dass sie einmal eine der bedeutendsten deutschen Dichterinnen sein wird, weiß sie zum Zeitpunkt der Handlung natürlich noch nicht.

Es ist die eine Geschichte über Liebe und Leidenschaft.
Sommer 1820, Fräulein Nette ist jung, gebildet, voller Tatendrang und blitzgescheit. Sie verliebt sich in einen Freund der Familie, leider nicht standesgemäß. Sie liebt das Singen, Schreiben und Diskutieren, das ist leider auch nicht standesgemäß. Denn wie soll eine junge Frau, zumal wenn adelig, in dieser Zeit sein? Sittsam, bescheiden und rein. Genau so. Mehr nicht. Und damit ist ausreichend Stoff für einen spannenden Roman vorhanden.

Der hervorragend recherchierte Roman ist allerdings weit mehr als ein Ausschnitt aus dem Leben der jungen Droste. Er ist vielmehr ein Sittengemälde par excellence der Zeit nach dem Ende der napoleonischen Herrschaft, nach der Neuordnung Europas am Vorabend der gesellschaftlichen Umwälzungen des 19. Jahrhunderts. 
Denken und forschen, leben und arbeiten im Spannungsfeld zwischen Restauration und Aufbruch. Geschildert am Beispiel der Adelsfamilie von Haxthausen und Droste-Hülshoff.
Die einen halten fest am Glauben, an Regeln und Konventionen, an Stand und Rang und Namen. Andere streben nach Erneuerung und Entdeckung, nach Wissen und Macht, nach Teilhabe in jeder Hinsicht. Das eine wie das andere ist Männersache.
Das muss gerade die hochbegabte, wissbegierige und bildungshungrige  Annette von Droste-Hülshoff schmerzhaft erfahren. Während Männer forschen, entdecken, schreiben (zum Beispiel Humboldt die Welt, Montgolfier die Luftfahrt, Franklin den Blitzableiter, Heine die Erneuerung der Literatur und die Gebrüder Grimm die Märchen) werden ambitionierte Frauen wie die Droste in ihrem Milieu dazu gezwungen, ihre Lebenszeit mit unfassbar stumpfsinnigen Arbeiten regelrecht zu verplempern.

Hochinteressant und spannend dabei das Drumherum. Da schöpft die Autorin aus dem Vollen. Sie beschreibt wie man aß und trank, wie man wohnte und lebte, wie man sich kleidete und reiste, wie man auf adeligen Landsitzen die Zeit totschlug und in Wirtshäusern zechte, wie man miteinander redete oder auch nicht, wie man intrigierte, die Fesseln von Glauben und Konvention aufrechterhielt oder versuchte, sie zu sprengen.

Und wer das liest ist mittendrin.  Satte 600 Seiten großes Kopfkino. Karen Duve hat einen historischen Roman geschrieben, und was für einen. Chapeau! Fesselnd, packend, erhellend, lesenswert!

Es grüßt Petra Goerge,
die nach dieser Lektüre nicht nur das Euskirchener Stadtmodell mit anderen Augen sieht.

P.S. Ein herzlicher Gruß und Dank an die ehemalige Kollegin Ursula Hensel, die mir diesen Roman so sehr ans Herz gelegt hat.

Read Full Post »

Liebe Leserinnen und Leser,

ein Buch ist ausgelesen. Und wer kennt das nicht?.- Man spürt beinahe körperlich den Schmerz, plötzlich nichts mehr zu lesen zu haben. War das Buch besonders gut, ist es umso schwieriger einen würdigen Nachfolger zu finden. Es ist fast so als hätte man einen Freund verloren. Zum Glück bin ich persönlich zur Zeit sogar mit 3 (zwei davon sind sogar dick, mind. 400 Seiten dick) guten Freunden gesegnet, aber ich weiß nicht jede/jeder hat so ein Glück.

Deswegen freut euch über unsere Bildstrecke: 19 Bücher, die ihr in 2019 lesen solltet!

Nummer 1:

Pechvogel Nele hat von der Liebe die Nase gestrichen voll. Ihr neuer Job bei einer angesagten PR-Agentur soll ab jetzt an erster Stelle stehen. Inhaber Claas betraut sie mit der Imagekampagne für den Politiker Hofmann-Klasing, dessen Umfragewerte tief im Keller sind – aus gutem Grund, wie Nele bald herausfindet. Ausgerechnet jetzt beschließt ihr kleiner Bruder Lenny, der das Down-Syndrom hat, sich eine eigene Wohnung zu suchen. In dieser turbulenten Zeit stellt sich gerade Claas als große Hilfe heraus. Aber soll Nele sich wirklich von der Liebe einen Strich durch ihre Pläne machen lassen? Erhältlich ab dem 31.05.2019

Nummer 2:

Es ist ein Morgen wie jeder andere, als Robbie neben seiner schlafenden Frau Emily erwacht. Wie immer steht er vor ihr auf und kocht Kaffee. Doch an diesem Morgen schreibt er einen Brief und tut damit etwas, was Emily das Herz brechen wird. Robbie weiß: Er muss diesen Preis bezahlen, um ihre Liebe zu schützen. Denn niemand darf erfahren, welches Geheimnis Emily und er seit fünf Jahrzehnten hüten …  Gibt es bereits bei uns zum Ausleihen!

Nummer 3:

Seit dem Tod seiner Frau geht David ganz im Berufsleben auf und kümmert sich um seinen exzentrischen Vater. Gelegentliche Rendezvous-Versuche scheitern an Davids Schüchternheit. Bis er sich in Selma verliebt. Davids verstorbene Ehefrau Elinor ist darüber allerdings nicht erfreut: Eifersüchtig wacht sie als Geist über ihren Mann und bittet ihr Medium Paula um Hilfe. Doch die empfiehlt Elinor nur, endlich loszulassen … Erhältlich 22.03.2019

Nummer 4:

Joe ist sechzehn, als er im Laufe von drei Tagen die Ehe seiner Eltern zerbrechen sieht. Sein Vater hat seine Arbeit als Golfprofi verloren, und er schließt sich den Mannschaften an, die hinter der Stadt einen großen Waldbrand bekämpfen. Seine Mutter wird die Familie für einen anderen Mann verlassen. In ihrer Einsamkeit machen beide, Mutter und Vater, den Sohn zum Vertrauten. Als Joes Vater zurückkehrt, versucht er in wilder Eifersucht, das Haus des Liebhabers seiner Frau anzuzünden. All dies ist durch Joes Augen gesehen, und seine Unschuld, seine Trauer geben dem Roman eine unvergleichliche Intensität. „Wild leben“ ist ein Bild vom Erwachsenwerden in Amerika, in einer Gesellschaft, die Geborgenheit nicht kennt. Bereits erhältlich.

Nummer 5:

Auf dem Wiener Zentralfriedhof ist die Blumenhändlerin Carolin ein so gewohnter Anblick, dass sie beinahe unsichtbar ist. Ebenso wie die Botschaften, die sie mit ihren Auftraggebern austauscht, verschlüsselt in die Sprache der Blumen – denn ihre größte Angst ist es, gefunden zu werden. Noch vor einem Jahr war Carolins Name ein anderer; damals war sie als Polizeispitzel einer der brutalsten Banden des organisierten Verbrechens auf der Spur. Kaum jemand weiß, dass sie ihren letzten Einsatz überlebt hat. Doch dann erhält sie einen Blumengruß, der sie zu einem neuen Fall nach München ruft – und der sie fürchten lässt, dass sie ihren eigenen Tod bald ein zweites Mal erleben könnte … Erhältlich ab Februar 2019.

Nummer 6:

Die Schönings leben in einem kleinen Dorf an der deutsch-belgischen Grenze. Wie die meisten Familien hier verdienen sich auch die Schönings mit Kaffee-Schmuggel etwas dazu. Die 17jährige Henni ist, wie viele andere Kinder, von Anfang an dabei und diejenige, die die Schmuggel-Routen über das Hohe Venn, ein tückisches Moor-Gebiet, kennt. So kann sie die Kaffee-Schmuggler, hauptsächlich Kinder, in der Nacht durch das gefährliche Moor führen. Ab 1950 übernehmen immer mehr organisierte Banden den Kaffee-Schmuggel, und Zöllner schießen auf die Menschen. Eines Nachts geschieht dann das Unfassbare: Hennis Schwester wird erschossen.
Henni steckt man daraufhin 1951 in eine Besserungsanstalt. Wegen Kaffee-Schmuggels. Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit.
Kann bereits bei uns entliehen werden!

Nummer 7:

Es ist 1942. Friedrich, ein stiller junger Mann, kommt vom Genfer See nach Berlin. In einer Kunstschule trifft er Kristin. Sie nimmt Friedrich mit in die geheimen Jazzclubs. Sie trinkt Kognak mit ihm und gibt ihm seinen ersten Kuss. Bei ihr kann er sich einbilden, der Krieg sei weit weg. Eines Morgens klopft Kristin an seine Tür, verletzt, mit Striemen im Gesicht: „Ich habe dir nicht die Wahrheit gesagt.“ Sie heißt Stella und ist Jüdin. Die Gestapo hat sie enttarnt und zwingt sie zu einem unmenschlichen Pakt: Wird sie, um ihre Familie zu retten, untergetauchte Juden denunzieren? Eine Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht – über die Entscheidung, sich selbst zu verraten oder seine Liebe. Ab nächster Woche in unserem Bestand!

Nummer 8:

Kaz Brekker und seinen Krähen ist ein derart spektakulärer Coup gelungen, dass sie selbst nicht auf ihr Überleben gewettet hätten. Statt der versprochenen fürstlichen Belohnung erwartet sie jedoch bitterer Verrat, als sie nach Ketterdam zurückkehren. Haarscharf kommen die Krähen mit dem Leben davon, Kaz‘ Geliebte Inej gerät in Gefangenschaft. Doch Kaz trägt seinen Spitznamen »Dirtyhands« nicht ohne Grund – von jetzt an ist ihm kein Deal zu schmutzig und kein Risiko zu groß, um Inej zu befreien und seinen betrügerischen Erzfeind Pekka Rollins zu vernichten. Das sensationelle Finale von Leigh Bardugos Fantasy-Bestseller um den tollkühnsten Coup der Fantasy-Geschichte. Kann bereits bei uns entliehen werden!

Nummer 9:

Philippe ist 17 Jahre alt und ein Außenseiter. Als hochbegabter Sohn des Schuldirektors, der wenig Kontakt zu den Mitschülern hat, lebt er in einem französischen Provinznest. Er fühlt sich von seinem Klassenkameraden Thomas, einem geheimnisvollen und charismatischen Winzersohn, angezogen und ist ganz verblüfft, als dieser sein Interesse erwidert. Thomas wird seine erste und große Liebe. Eine Liebe, die nur im Verborgenen gelebt werden darf und die für Thomas tragisch endet, weil er, geprägt durch die ländlichen Konventionen, seine sexuelle Identität sein Leben lang verleugnen wird. Ein authentischer und tief berührender Roman über Liebe und Identitätsfindung. Kann bei uns bereits entliehen werden!

Nummer 10:

Als Aurora die neue Stimme von »Die Stunde der Señorita Leo« wird, weiß sie noch nicht, dass das ihr Leben von Grund auf verändern wird. Als Sprecherin der beliebtesten Radiosendung Spaniens übernimmt sie eine große Verantwortung. In den Briefen, die ihr ihre Zuhörer schicken, findet die junge Frau Träume und Hoffnungen, Ängste und Sorgen, und ihr Rat ist stets willkommen. Für viele Menschen ist »la Señorita Leo« ein echter Rettungsanker, eine Vertraute, eine Freundin via Äther. Menschen wie Germàn, einen einsamen Handelsreisenden, der sich keine von Auroras Sendungen entgehen lässt, weil er sich in ihre Stimme verliebt hat. Doch Aurora ist genauso unglücklich wie viele ihrer Zuhörer, weil auch ihr das Herz gebrochen wurde. Eines Tages fragt sie sich, was aus den Briefen wird, die nicht in ihre Hände gelangen, und erfährt, dass diese verbrannt werden. Entrüstet nimmt Aurora die Briefe mit nach Hause, um sie zu beantworten. Und so erfährt sie von Elisa, einem jungen Mädchen, das sich umbringen will. Oder von Sole, die nicht weiß, wie sie sich vor ihrem gewalttätigen Mann schützen soll. Bei dem mutigen Versuch, auch diesen Menschen und ihren Geschichten Gehör im Radio zu verschaffen, riskiert Aurora ihre Stelle … Kann bei uns bereits entliehen werden!

Nummer 11:

Als sich Philippe Lançon an einem Morgen im Januar spontan entscheidet, in der Redaktion von Charlie Hebdo vorbeizuschauen, gibt es kein Anzeichen dafür, dass sein Leben direkt auf eine Katastrophe zusteuert. Gemeinsam mit seinen Kollegen sitzt er im Konferenzraum, als zwei maskierte Attentäter das Gebäude stürmen. Kurz darauf sind die meisten seiner Freunde tot, ihm selbst wird der Unterkiefer zerschossen. Philippe Lançon wird nicht als Gastdozent nach Princeton gehen, wie es geplant war. Er wird seine Querflöte verschenken, die er nicht mehr spielen kann. Und er wird lange Zeit keine Redaktion mehr betreten. Stattdessen wird er siebzehn Gesichtsoperationen erdulden und versuchen, seine Identität zu rekonstruieren. So, wie das Attentat Frankreich in ein Davor und ein Danach gespalten hat, hat es auch das Leben Philippe Lançons auseinandergerissen. In der fulminanten literarischen Verarbeitung seiner Traumata macht der Autor so eindrucksvoll wie behutsam sichtbar, wie Geist und Körper sich nach einer unsagbaren Erfahrung ihren Weg zurück ins Leben bahnen. Erhältlich ab März 2019.

Nummer 12:

Es ist Herbst in Paris. Die ersten Herbststürme fegen durch die Straßen, die Tage werden kürzer. Erst vor kurzem hat Monsieur Matin seine Stelle im vornehmen Hotel Louis XV angetreten, wo er für Reklamationen und andere Problemfälle zuständig ist. Ein Job voller Konflikte und unangenehmer Situationen – da ist der Anblick des liebevoll dekorierten Schaufensters des kleinen Blumenladens auf seinem Heimweg Balsam für die Seele. Fleurs de Fleur steht auf dem Schild darüber. Am Abend eines besonders schwierigen Tages beschließt Monsieur Matin, hineinzugehen. Er betritt einen Raum, der ihn verzaubert: die Wärme, der Duft, die Farben – und natürlich die Blumenhändlerin! Als er den Laden wieder verlässt, hat er sein Herz an Mademoiselle Fleur verloren, die Floristin mit dem siebten Sinn für die Vorlieben ihrer Kunden. Von nun an kommt er, so oft es geht, und kauft jedes Mal etwas, obwohl er niemanden hat, dem er es mitbringen könnte. Monsieur Matins Liebe bleibt nicht unerwidert. Doch das Leben ist kompliziert. Und die Geschichte von Fleur Danton und Nicholas Matin ist es auch. Kompliziert und ungemein romantisch … Kann bereits bei uns entliehen werden.

Nummer 13:

In seinem letzten Buch gibt Stephen Hawking Antworten auf die drängendsten Fragen unserer Zeit und nimmt uns mit auf eine persönliche Reise durch das Universum seiner Weltanschauung. Seine Gedanken zu Ursprung und Zukunft der Menschheit sind zugleich eine Mahnung, unseren Heimatplaneten besser vor den Gefahren unserer Gegenwart zu schützen. Zugänglich und klar finden Sie in diesem Buch Hawkings Antworten auf die drängendsten Fragen unserer Zeit. Kann bereits bei uns entliehen werden.

Nummer 14:

Ganz plötzlich gibt es eine Serie merkwürdiger Veränderungen im Leben der völlig unauffälligen Grundschullehrerin Hanna: Aus ihren Wasserhähnen fließt Mineralwasser, und sie bekommt Pakete mit Sachen, die sie nie bestellt hat. In ihrem Garten zieht eine Unbekannte in einen Wohnwagen ein. Nicht zu vergessen die Giraffe, die sie in ihrem Vorgarten dabei ertappt, wie sie mit langem Hals die Blätter von ihrer Kugelrobinie frisst. Hannas beste Freundin Svenja, die einen Hang zur Romantik hat, weiß, dass diese Häufung von seltsamen Ereignissen etwas zu bedeuten hat. Jetzt muss Hanna nur noch herausfinden, was – und wie sie diese magische Serie stoppen kann. Kann bereits bei uns entliehen werden.

Nummer 15:

osa und Frank begegnen sich am anderen Ende der Welt. Durch Zufall oder weil es so sein soll. Sie sind sich ähnlich und doch grundverschieden – Rosa widersprüchlich, Frank ruhig. Zusammen sind sie nicht nur weniger allein, sondern ziemlich nah dran an vollständig. Sie beschließen, gemeinsam weiterzureisen und einen alten Camper zu kaufen. Doch dann taucht unerwartet Franks bester Freund David auf, und mit ihm ändert sich alles. Erhältlich ab Mai 2019.

Nummer 16:

Als Claudia Klütsch ein neues Oberhemd ihres Ehemanns aus der Verpackung zieht, fällt ein Zettel heraus. Es ist der Hilferuf eines Arbeiters aus der Textilfabrik in Bangladesch, in der das Hemd hergestellt wurde. Das Ehepaar versucht monatelang herauszufinden, was und wer genau hinter dieser Nachricht steckt. Schließlich fliegen sie selbst nach Bangladesch, um den Verfasser zu finden. Kann bereits bei uns entliehen werden.

Nummer 17:

Als Henry Markram ein autistisches Kind bekam, zählte er zu den berühmtesten Hirnforschern der Welt. Er arbeitete am Weizmann-Institut und am Max-Planck-Institut, gewann zahlreiche Forschungspreise und hielt Vorträge auf der ganzen Welt. Seine Methode, die misst, wie Zellen sich vernetzen, wurde internationaler Standard. Doch dann kam Kai. Und Fragen und Sorgen lagen auf einmal im Kinderzimmer, zwischen Teddybär und Mondlampe. Markrams geachtete Aufsätze vermochten seinem Sohn weniger zu helfen als das Liederbuch, aus dem er ihm abends vorsang. Und so stürzte sich der Hirnforscher auf die Frage, was Autismus wirklich ist. Nach Jahren gelang ihm der Durchbruch. Und seine Antworten stellten alles auf den Kopf, was man über Autismus zu wissen glaubte. Kann bereits bei uns entliehen werden.

Nummer 18:

Meterhohe Sanddünnen, flirrende Sonne, erbarmungslose Hitze – so lebensfeindlich präsentiert sich die Wüste in Qatar. Doch fasziniert sie ebenso mit ihrer Weite und Stille. So auch Laura Wrede, die seit sieben Jahren in Qatar lebt, dort arbeitet und ihrer Leidenschaft, der Falknerei nachgeht. In ihrem Buch berichtet sie von ihrer aufregenden Zeit in Qatar, über Traditionen, Bräuche und wie es ihr gelingt, sich in einer von Männer dominierten Welt durchzusetzen. Sie erzählt vom Leben in der Wüste und den Beduinen, die in der Stille der Wüste ein einfaches Leben führen. Und sie lässt den Leser daran teilhaben, was sie in der Zeit über sich und fürs Leben gelernt hat. Kann bereits bei uns entliehen werden.

Nummer 19:

Wie erkläre ich einem Kind die Welt in ihrer ganzen Vielfalt? Dass es Berge und Seen gibt, aber auch Wüste? Dass kein Mensch wie der andere ist, und dass wir doch alle die gleichen Bedürfnisse haben. Oliver Jeffers macht seinem Sohn mit wenigen, präzis gewählten Worten und eindrücklichen Bildern die Welt begreifbar. Denn letztlich ist unser Fortbestehen in unserer Verantwortung. „Achte gut auf die Erde, denn es ist die einzige, die wir haben.“ Kann bereits bei uns entliehen werden.

Read Full Post »

Liebe Leserinnen und Leser,

heute möchte ich euch den aktuellen Thriller von Bernhard Aichner vorstellen. Manch einer von euch kennt Bernhard Aichner vielleicht von seiner Triologie „Totenfrau“, die ich persönlich noch nicht gelesen haben. Noch nicht.

Denn sein neuer Thriller „Bösland“ war so packend und spannend das ich ihn in 3 Tagen durchgelesen habe. Und ich bin eher die Schnecke mit Rollator unter den Lesern.

Aber erst mal zum Inhalt: 

Der 10 jährige Ben wächst in einer morbiden und von Misshandlungen geprägten Familie auf. Seine wegsehende Mutter wird nur von seinem alkoholkranken und prügelndem Vater übertroffen. Der Dachboden, das Bösland, der Familie wird zum Schauplatz der Grausamkeit. Wenn sein Vater ihn nicht gerade prügelt oder misshandelt, quälen Ben und sein bester Freund Felix Kux hier Tiere, trinken Bier und halten alles auf einer alten Kamera fest. Eines Tages wird im Bösland ein Mädchen brutal tot geprügelt… Ein Junge wird verhaftet, landet in der Psychiatrie. Doch 30 Jahre später beginnt er erneut zu morden…

Mein Fazit:

Die ersten 100 Seiten von „Bösland“ habe ich quasi mit offenem Mund gelesen. Der arme Ben so bitterböse wird ihm mitgespielt. Ein kleiner Junge, der nach und nach selbst eigenartig wird, weil ihm zu viel zugestoßen ist. Später macht die Geschichte dann eine radikale Wendung durch. Am Anfang dieser Wendung ist mir zunächst nicht klar, ob es tatsächlich real ist oder Ben begonnen hat zu halluzinieren. Darauf möchte ich aber jetzt nicht näher eingehen. (Spoileralarm)

Zwischendurch hat es mir etwas an Tiefe gefehlt. Warum werden all diese Morde begannen? Was bewegt den Mörder? Irgendwie ist er einfach nur böse und das war’s.

Bernhard Aichner spielt mit seinem Schreibstil gekonnt mit Dialogen und Erzählungen. Jederzeit verständlich, jederzeit interessant geschrieben.

Lediglich das Ende der Geschichte war mir ein wenig zu flach. Ich hatte das Gefühl der Autor hat plötzlich keine Lust mehr und möchte das Buch schnell zum Abschluss bringen. Ich hatte mir vom Ende mehr erhofft. Einen großen Knall mit Aha-Effekt, vielleicht.

Dennoch: Absolute, 100% Lese-Empfehlung!

Ausleihbar bei uns, natürlich.

Beste Grüße

Annika Freitag

Read Full Post »

Liebe Leserinnen und Leser,

pünktlich zum Jahresbeginn melde ich mich mit einem neuen Buch des Monats zurück!
An dieser Stelle also erstmal ganz frisch ein „frohes Neues“ an Euch. 🙂

Da ich finde, dass man ein neues (Lese-)Jahr am besten mit einem richtig, richtig guten Buch einleiten sollte, war die Auswahl dieses Mal ganz schön kniffelig.
Aber ich glaube, ich habe genauso ein Highlight für euch gefunden:

Thalamus von Ursula Poznanski ist mir ursprünglich durch das sehr stimmungsvolle Cover aufgefallen.
Der Klappentext hat dann meine Neugier umso mehr geweckt.

Timo ist siebzehn Jahre alt, als er sich bei einem Unfall mit seinem Motorroller schwere Kopfverletzungen zuzieht – die Folge:
Der Verlust seiner Sprachfähigkeit und erheblich gestörte Feinmotorik.
Im Markwaldhof, einem speziellen Rehabilitationszentrum mit hervorragendem Ruf, nimmt man sich seiner Probleme an.

Doch schon bald stellt Timo fest, dass nachts merkwürdige Dinge in der Kurklinik vor sich gehen: Sein Bettnachbar, der im Wachkoma liegt und eigentlich als hoffnungsloser Fall gilt, läuft wie kerngesund herum und droht Timo umzubringen, nur um tagsüber wieder völlig regungslos dazuliegen.

Anfangs glaubt Timo noch an Halluzinationen, doch bald beginnt er, eine fremde Stimme in seinem Kopf zu hören, die immer wieder sagt: Hol Hilfe…

Wer meinen Vorstellungs-Blogartikel gelesen hat, erinnert sich vielleicht daran, dass Thriller und Co. eigentlich gar nicht mein Genre sind – zu spannend, zu nervenaufreibend.

Aber warum sollte man nicht mal über den eigenen Tellerrand schauen, dachte ich mir – und habe es absolut nicht bereut: Dieses Buch hat mich schon in den ersten Kapiteln so sehr in seinen Bann gezogen, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte und in eineinhalb Tagen durchgelesen habe.
Die Art, wie Ursula Poznanski Timos Zweifel an seiner eigenen Wahrnehmung und sowie seine Unfähigkeit sich mitzuteilen rüberbringt, ist unglaublich beklemmend und packend zugleich.

Der Kontrollverlust in Verbindung mit einem Hauch Mystik und Science-Fiction machen den Roman zu einem wahren Page-Turner.
Besonders interessant fand ich auch das Nachwort, in welchem die Autorin auf den wissenschaftlichen Hintergrund eingeht.

Von mir gibt es auf jeden Fall eine Empfehlung für alle, die gerne Spannendes lesen und sich für aktuelle Forschungsthemen interessieren.

Ich für meinen Teil werde jetzt wohl auch den anderen Büchern der Autorin eine Chance geben, denn ich muss zugeben, ich bin auf den Geschmack gekommen. 🙂

 

Es grüßt Euch ganz schön „gethrillt“

Lisa Häßy

Read Full Post »

Liebe Leserinnen und Leser,

ich weiß ja nicht ob ihr Gamer seid, ich jedenfalls bekenne mich in diesem Fall schuldig. Daher dachte ich, ich lasse euch an meiner Zockerei teilhaben, ’n bisschen. 😉

lch hab nämlich Assassins Creed gespielt. Das Neue. Odyssey.

Assassins Creed ist ja irgendwie so eine Sache für sich. Als das Erste heraus kam dachte ich: „Hallöchen, das sieht aber jut aus.“.

Beim nächsten Teil dachte ich schon: „Na ja, ist ja irgendwie fast das gleiche.“

Und plötzlich kamen so viele Assassins Creed-Teil raus, die habe ich gar nicht mehr alle gespielt. Seid Veröffentlichung des ersten Assassins hat Ubisoft echt jedes Jahr einen neuen Teil rausgehauen. Boring.

Immer nur schleichen, und meucheln, dann schleichen und meucheln, zwischendurch desynchronisieren, dann noch eine Runde klettern.

Bei Odyssey war ich dementsprechend voreingenommen. Abeerrrrr…. mein lieber Schwan! Das macht echt Laune.

So isses:

Man startet als Alexios (oder Kassandra) ins antike Griechenland. Jetzt ist der spielbare Charakter auch kein Assassine mehr sondern ein Söldner(in). Statt um Rache geht es in dieser Story um ein verflochtenes Familiendrama. Neben der Hauptstory gibt es wieder zahlreiche Nebenquests. Außerdem lässt sich in Mini-Schlachten auf den Verlauf des Peloponnesischen Krieges Einfluss nehmen. Hierbei bleibt es einem selbst überlassen ob man lieber Sparta ( AhuAhu!) oder Athen unterstützt.

Das hat genervt:

Eigentlich wollten alle NPCs die ich angetroffen habe nur das eine von mir: Bring wen für mich um. OK, man spielt einen Söldner, aber ein bisschen mehr Abwechslung wäre schon schön gewesen. Die Dialoge die man mit denen hat sind auch irgendwie panne und immer gleich:

NPC: „Kannst du meine Schwester umbringen? Sie ist eine Verräterin.

Alexios: „Ja ne…Moment mal. Warum? Und überhaupt, ist doch deine Schwester?“

NPC: „Du kriegst alle Drachmen die ich habe!“

Alexios: „Okidoki, die Alte ist sowas von Tod.“

Und Kopfgeldjäger. Diese Kopfgeldjäger. Die laufen auf der Map rum und sobald sie einen entdecken ist man quasi schon halb desynchronisiert. Meistens schleppen die auch noch irgendeinen Vierbeiner mit sich rum, der einen auch angreift. Warum sind die so stark?

Mein Fazit: 

Das lohnt sich, aber sowas von! Auch wenn ich mich paar mal geärgert habe, wenn ich abgemurkst wurde, ist das eine wirklich runde Sache. Die Grafik ist top. Man kann sich auf der riesigen Map super hochleveln und ewige Stunde im antiken Griechenland rum- reiten, klettern, rennen, und spazieren.

Wer jetzt Lust auf Odyssey hat, kann es sich bei uns gerne ausleihen. 😉

Beste Grüße

Annika Freitag

 

 

 

 

Read Full Post »

Liebe Leserinnen und Leser,

bald ist es soweit: In dreieinhalb Wochen ist bereits Heiligabend! Eigentlich höchste Zeit, ein weihnachtliches Buch zu lesen, findet Ihr nicht?

DSC00614

Da ich aber gut verstehen kann, wenn einem angesichts der Reizüberflutung in den Geschäften die Adventsstimmung schon im Vorfeld vergeht, habe ich mit „David und der Weihnachtskarpfen“ von Jan Procházka ein Weihnachtsbuch für Euch rausgesucht, das ganz ohne Rentiere, Männer mit weißem Rauschebart oder Wichteln auskommt: Stattdessen nur einen Jungen, dessen Vater und… einen Karpfen.

Der ist nämlich als Feiertagsessen für die Familie gedacht und wartet, in der Badewanne schwimmend, auf sein trauriges Ende. David jedoch kann sich mit dem Gedanken, dass der Fisch auf dem Teller landet, mit jedem Tag weniger anfreunden. Deshalb beschließt er, alles daran zu setzen, den Karpfen zu retten – zum Missfallen seiner Eltern, die der Fisch viel Geld gekostet hat und die sich eigentlich schon auf das Festmahl freuen…

Ohne zu viel vom Ende vorwegnehmen zu wollen, ist es eine wirklich schöne, herzerwärmende Geschichte, die eben nicht mit den Klischee-Elementen einer Adventsgeschichte aufwarten muss, um den wahren Geist von Weihnachten zu verbreiten.

Wer also auf der Suche nach einer Weihnachtsgeschichte der anderen Art ist, dem kann ich Procházkas Buch wärmstens ans Herz legen, egal ob jung, ob alt, ob Karpfenesser oder nicht 🙂

Und auch wenn es schon mehr als 40 Jahre alt ist, ist das Buch meiner Meinung nach ideal, um mit dem Jahr 2018 abzuschließen und sich auf das Wesentliche zu besinnen.

In diesem Sinne schon mal von meiner Seite schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Bleibt gesund und lest uns auch im nächsten Jahr weiter – das würde mich freuen 🙂

Viele (vor-)weihnachtliche Grüße,

Eure Lisa Häßy

Read Full Post »

Liebe Leserinnen und Leser,

manchmal liege ich abends in meinem Bett und denke: „Jetzt würde ich eigentlich gerne noch etwas lesen.“ Kein interessantes Buch steht mir aber zur Seite.

Ich habe auch keinen E-Reader. Mist.

Doch, Tada!, da viel mir ein ich habe ein Smartphone und bin in der Onleihe angemeldet. Schnell hatte ich das passende gefunden:  „Der Fluch“ von Stephen King, oder eher gesagt von „Richard Bachmann“ (der alte Schlawiner hat ja mal unter falschem Namen geschrieben, oder schöner gesagt unter einem Pseudonym.)

„Der Fluch“ von 1986. Kannte ich nicht. Umso schöner für euch, denn jetzt kann ich euch darüber berichten.

Zum Inhalt: 

Der Anwalt Billy Halleck ist übergewichtig. Nein, er ist nicht nur übergewichtig, er ist richtig fett. An einem schlüsselhaften Tag überfährt er, zusammen mit seiner Frau Heidi, eine alte Zigeunerin. Die alte Frau stirbt. Trotzdem wird er vom Richter frei gesprochen. Doch der Vater der Toten belegt ihn mit einem Fluch…„Dünner“ flüstert er ihm, auf den Stufen zum Gerichtsgebäude, zu. Und das Schicksal nimmt seinen grauenhaften Verlauf…“

Der Film:

Ja, das Buch ist verfilmt worden. Allerdings wohl nicht sehr erfolgreich. Es gibt ja richtig viele, miese King-Verfilmungen, wenn wir mal der Wahrheit die Ehre geben wollen. Aber diese ist wohl besonders mies. Habe ich jedenfalls gelesen. Regisseur Tom Holland (mancher kennt ihn von „Chucky – die Mörderpuppe“) hat sich scheinbar nicht mit Ruhm bekleckert.

Mein Fazit:

Old, but Gold!

Was soll ich sagen? Stephen King kann es einfach: Spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Hätte es mir die Zeit erlaubt, hätte ich das Buch in einem Zug durchgelesen. Es ist nicht übermäßig gruselig aber sehr fesselnd. Man möchte einfach erfahren wie es weitergeht.

Wenn ihr jetzt Lust bekommen habt auf „Der Fluch“ oder andere spannende Bücher von Stephen King und zahlreichen anderen Autoren, werft mal einen Blick in die Onleihe. Es lohnt sich!

Beste Grüße

Annika Freitag

Read Full Post »

Liebe Leserinnen und Leser,

Gesundheit! Gesundheit! Gesundheit! – Überall wird gerade geniest und gehustet. Die alljährliche Erkältungswelle ist in vollem Gange und arbeitet sich, zusammen mit anderen hoch unliebsamen Bazillen, einmal quer durchs Land.
Natürlich hoffe ich, dass es Euch noch nicht erwischt hat und schon gar nicht schlimmer. Doch für den Fall der Fälle habe ich das passende Buch des Monats für Euch gefunden!

„Kittel, Keime, Katastrophen“ von Heinz-Wilhelm Esser, einigen von Euch vielleicht besser bekannt als Doc Esser aus dem WDR Fernsehen, beschäftigt sich nämlich mit dem manchmal fast schon abenteuerlichen Alltag in unseren Krankenhäusern.
Aus erster Hand berichtet der Notfallmediziner und Lungenfacharzt von seiner Arbeit und weiß auch so manche Anekdote zu erzählen.
Schnell wird klar: Der wirkliche Alltag im Krankenhaus hat herzlich wenig mit dem zu tun, was uns in Serien ala „Grey’s Anatomy“ oder „Doctor’s Diary“ vermittelt wird.

20181030_102755

„Kittel, Keime, Katastrophen“ räumt mit zahlreichen solcher Klischees auf und bietet dem Leser stattdessen sachdienliche Informationen rund ums Kranksein – von allgemeinen Patientenrechten über multiresistente Keime, Narkosen und Schmerzempfinden bis hin zur Patientenverfügung.

Dabei führt der Autor trotz der ernsten Thematik mit viel Witz und Charme und manchmal auch mit einem Augenzwinkern durch sein Buch (Stichwort: Google-Wissen von Patienten) und bietet dem Leser somit einen ehrlichen Blick hinter die Kulissen – vor allem dann, wenn es um das deutsche Gesundheitswesen allgemein geht.
Dabei kommt er zu dem Schluss: Ärzte und Pfleger sind auch nur Menschen. Und hilft es ungemein, ihnen auch als solchen zu begegnen – trotz oder gerade wegen der unangenehmen Umstände, die einen erst ins Krankenhaus gebracht haben.

Denn dass niemand gerne krank ist, auch Ärzte nicht, versteht sich von selbst. Dennoch war es sehr unterhaltsam zu lesen, wie unterschiedlich ein Arzt das Krankenhaus wahrnehmen kann, je nach dem, ob er beruflich oder selbst Patient da ist 🙂

Wir wollen es nicht hoffen, aber wem ein Klinikaufenthalt bevorsteht, der ist mit diesem Buch auf jeden Fall dafür gewappnet – oder weiß sich zumindest ein wenig abzulenken und die Zeit zu vertreiben 🙂

In diesem Sinne – bleibt gesund (beziehungsweise gute Besserung an alle, die es schon erwischt hat)!

Keimfreie Grüße,

Eure Lisa Häßy

Read Full Post »

« Newer Posts