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Archive for Oktober 2019

Spende der Mundart-Initiative Euskirchen an die Stadtbibliothek

Liebe Leserinnen und Leser,

vergangene Woche hatten wir sehr netten Besuch (der zudem noch noch was nettes mitgebracht hat 😉 ).

Hermann Josef Kesternich, Liesel Birkenfeld, Josef Pauli, Oskar Petry, Franz Schmitz und Alo Tkocz von der Mundartinitiative Euskirchen überreichten uns feierlich eine Spende in Höhe von 370 Euro und erzählten beim Kaffee so manche Anekdote rund um die Initiative und ihre Veranstaltungen.

Mundartinitiative - Scheckübergabe
v.l.n.r.: Franz Schmitz, Josef Pauli, Alo Tkocz, Oskar Petry, Christiane Funken, Hermann Josef Kesternich, Liesel Birkenfeld, Julia Rittel                                                                                                                                                        Foto ©Stephanie Heidt, Stadtbibliothek 

Die Mundartinitiative hat sich nicht nur der Erhaltung und Verbreitung des regionalen Dialekts verschrieben, sondern betreibt auch Forschung zur Geschichte der Region. Etwa 14 Veranstaltungen der Mundartinitiative in Kooperation mit der Volkshochschule und der Stadtbibliothek fanden bisher statt, aus Platzgründen meist im alten Rathaus Euskirchen.

Die letzte Veranstaltung im Frühjahr 2019 hatte das Thema „Buere en de Stadt – Erinnerung an die Landwirtschaft“ in der einstigen Agrar- und Tuchstadt Euskirchen. Diese Veranstaltung stieß auf derartiges Interesse, dass sie wiederholt werden musste. Beim ersten Mal waren es etwa 110 Zuhörer, bei der zweiten circa 60 Zuhörer.

Frühere Veranstaltungen waren:

2011 – De Flutsch (Euskirchener Kreisbahn):
Die Veranstaltung war noch in der alten Stadtbibliothek auf der Kirchstraße, die vor lauter Besuchern aus allen Nähten platzte. Jeder verfügbare Stuhl – auch die Bürostühle – wurde den Gästen angeboten.

2012 – Musik en de Stadt:
Bei dieser Veranstaltung wurde unter anderem auch das Öskereche-Lied mit allen Besuchern gesungen. Die Veranstaltung fand wegen der großen Nachfrage zweimal statt.

2013 – De Stüürkollekte, Puppenspiel nach Theodor Nießen:
Das fand im alten Casino statt, da dort mehr Platz für die Besucher zur Verfügung stand und man eine erhöhte Bühne benötigte.

2014 –Vesper op Öskereche Platt:
fand in der Pfarrkirche St. Martin statt, wo auch Martinslieder auf platt gesungen wurden.

2015 – Öskereche Originale:
Ab hier wurden die Veranstaltungen wegen des größeren Platzangebotes ins alte Rathaus verlegt.

2016 – Wieß Jold beim Buur jeholt

2017 – Keremes en de Stadt

2018 – Düvelsspook am Hölleweiher, nach Theodor Nießen:
Dazu hatten sich die Protagonisten in verschiedene Figuren aufgeteilt und sogar kostümiert.

Zu den meisten Veranstaltungen wurden Themenhefte gestaltet, gedruckt und zum Verkauf angeboten. Die Eigenkosten übersteigenden Beträge werden regelmäßig gespendet.
Durch Sponsoren für den Druck ist es gelungen, in diesem Jahr einen Überschuss von 370 € zu erzielen, der uns jetzt für die Anschaffung von Literatur gespendet werden konnte.

Mundartinitiative - Woat vüe Woat
Foto ©Stephanie Heidt, Stadtbibliothek

Uns ist das Thema auch sehr wichtig: Wir präsentieren im Erdgeschoss eine Abteilung „Regionales“, in der auch die Mundarthefte und andere Literatur aus der Region und im regionalen Dialekt angeboten wird.

In Kooperation mit der Mundartinitiative wurden im vergangenen Jahr außerdem beispielsweise eine Veranstaltung für Schüler durchgeführt, bei der die Senioren der Initiative Kindern interessante Geschichten über die Geschichte der Region und der heimatliche Dialekt nähergebracht wurden.

Außerdem veröffentlichen wir jeden Montag ein beliebtes kleines Begriffsrätsel bei Facebook, bei dem Interessierte sich über die Bedeutung von Begriffen auf Platt austauschen können. Hier sieht man das Buch „Woat vüe Woat“ von Hermann Josef Kesternich, das wir für unsere Mundarträtsel verwenden:

Der Buchbestand auf Rheinisch bzw. Platt und das Veranstaltungsprogramm zur Mundart sollen weiter ausgebaut werden. Dazu kann die Spende der Initiative beitragen. Ansprechpartnerin der Stadtbibliothek für das Thema Mundart ist Christiane Funken, Tel. 02251 65074-53 oder cfunken(at)euskirchen.de.

Schreibt uns gerne, wenn ihr zum Thema Mundart weitere Anregungen habt!

Viele Grüße
Eure
Julia Rittel (kann kein Platt sprechen, aber meist verstehen)
& Christiane Funken (ich veschtee et un fingen et sie joo)

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Liebe Leserinnen und Leser,

mein Name ist Vanessa, ich bin 18 Jahre alt. Nach meinem abgeschlossenen Fachabitur habe ich mich dazu entschieden, einen Bundesfreiwilligendienst zu machen. Diesen BFD mache ich nun seit dem 01.09.2019 vorrausichtlich bis zum 31.07.2020 in der Stadtbibliothek Euskirchen.

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Ich habe mir für meinen Bundesfreiwilligendienst die Stadtbibliothek in Euskirchen ausgesucht, weil ich abwechslungsreiche Tätigkeiten mag und gerne mit Menschen arbeite. Ein weiterer Grund ist, dass ich hinter die Kulissen einer Bibliothek schauen wollte. Ich erhoffe mir eine Arbeit, die man auch mit Spaß verbinden kann, indem man von tollen Kollegen umgeben ist und bei vielen schönen Veranstaltungen dabei ist.

In meiner Freizeit verbringe ich viel Zeit mit meinen Freunden und mit meiner Familie. Außerdem schaue ich gerne Serien, wie z.B. Riverdale und „Haus des Geldes“; auch reise ich sehr gerne, wie z.B. auf die Kanaren.
Ich hoffe, dass das Jahr in der Bibliothek mir den Übergang in das Berufsleben etwas erleichtert. Am wichtigsten ist mir jedoch, so viele Eindrücke wie möglich zu sammeln und die Bibliothek mit ganz vielen positiven Erinnerungen verlassen zu können.

Vielleicht sehen wir uns schon bald mal in der Bibliothek 😉
Mit freundlichen Grüßen
Vanessa 😊

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Liebe Leserinnen und Leser,

mein Name ist Lena Maukisch, ich bin 17 Jahre alt und habe meinen Schulabschluss 2018 an der Kaplan-Kellermann Realschule gemacht. Jetzt habe ich mich dazu entschieden, den Bundesfreiwilligendienst hier in der Stadtbibliothek Euskirchen zu absolvieren.

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Lena am Informationstisch in der Kinderbibliothek

Ich lese viel und gerne in meiner Freizeit oder gerade wenn ich es kann. Meine Leidenschaft ist es, Bücher zu lesen oder selber kleine Geschichten zu schreiben. Genauso bin ich viel an E-Books, Spielkonsolen und Computern interessiert, weshalb ich diese Aspekte gerne in meinen Beruf einfließen lassen möchte. Hier kann ich mit Büchern arbeiten, aber auch mit Computern, Tablets und ebenfalls mit Menschen.
Das letzte Buch, das ich gelesen habe, war „Cinder & Ella“ von Kelly Oram. Dieses Buch handelt von Ella, die mit ihrer Mutter einen Unfall hatte, weshalb ihr ganzes Leben auf den Kopf gestellt wird. Ihre einzige Stütze nach Monaten ist Cinder, ihr Internet-Freund, den sie über ihren Blog kennengelernt hat, aber nicht seine wahre Identität erkennt. Es ist eine schöne Liebesgeschichte, die am Anfang eine eher traurige Stimmung enthält. Beim Lesen sind mir die Genres völlig egal. Finde ich ein Buch interessant, lese ich es meistens.
Ich hoffe, dass dieses Jahr mir hilft, einen Einblick in die Arbeitswelt der Bibliothek zu bekommen, dabei neue Menschen kennen zu lernen und bei Veranstaltungen mit zu helfen. Ich freue mich darauf, abwechslungsreiche Aufgaben zu erledigen.
Viele Grüße
Lena Maukisch (BFDlerin)

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Liebe Leserinnen und Leser,

seit dem 18.09.2019 bin ich, Julius Uhrmacher, der neue Praktikant hier in der Stadtbibliothek Euskirchen. Genauer gesagt absolviere ich in der Stadtbibliothek mein viermonatiges Praxissemester und unterstütze das Bibliotheksteam nach bestem Wissen und Gewissen.

Semesterpraktiikant

(c) Semesterpraktikant Julius Uhrmacher

Das Team hat mich sehr herzlich aufgenommen und hilft mir jederzeit bei Fragen, wenn ich mal nicht weiter weiß und vor allem auch mit meiner Projektarbeit. Meine Projektarbeit befasst sich mit den einzelnen Aufgaben, die im Rahmen des (Landesförder-)Projekts „Erweiterung der digitalen Angebote der Stadtbibliothek Euskirchen“ 2019/2020 noch ausstehen. Darunter fallen beispielsweise die Betreuung neuer Lese-Tablets mit dem Programm „Apple Configurator 2“, die Integration von „Sharemagazins“ auf Tablets, die Erstellung einer Zeitschriftenmatrix zum Nutzungsverhalten, der Entwurf eines neuen Flyers über die digitalen Angebote und noch viele andere abwechslungsreiche Aufgaben. Sie werden mich gelegentlich auch in den regulären Öffnungszeiten an der Theke und im Haus finden.

Als zukünftiger Bachelor-Bibliothekar freue ich mich, hier an der Stadtbibliothek mein theoretisches Wissen, welches ich im Laufe des Studiums gesammelt habe, in die Praxis umzusetzen und zusätzlich noch viele neue Erfahrungen für meinen weiteren Werdegang mitzunehmen.

Hier noch ein paar Informationen zu meiner Person: Ich studiere im 5. Semester Bibliothekswissenschaften and der TH (Technischen Hochschule) Köln. Vor fast genau zwei Jahren bin ich extra für das Studium von Regensburg (Bayern) nach Köln gezogen. Natürlich lese ich gerne in meiner Freizeit, aber neben Lesen habe ich auch noch andere Hobbies, beispielsweise bin ich leidenschaftlicher Koch und Hobby-Konditor. Ein anderes Hobby, dem ich seit Jahren nachgehe, sind regelmäßige Runden Pen&Paper Tabletop Spiele, vor allem D&D (Dungeons and Dragons), seit neuestem aber auch Pokémon Pen&Paper. Wer nicht weiß, was das ist, kann mich gerne bei Gelegenheit im Haus danach fragen.

Viele Grüße
Julius Uhrmacher

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Liebe Leserinnen und Leser,

in diesem Jahr waren alle Mitglieder des Fördervereins, alle MENTOR-Leselernhelfer/innen und alle Ehrenamtler/innen der Stadtbibliothek zu einem Ausflug nach Bad Münstereifel in die Jesuitenbibliothek des St. Michael-Gymnasiums eingeladen.

In der Jesuitenbibliothek

(c) In der Jesuitenbibliothek in Bad Münstereifel

Nach der Begrüßung durch Frau Dr. Neft gab es von Herrn Bongart (Stadthistoriker) eine kurze Einführung in die Geschichte Bad Münstereifels und danach wurden wir in die Bibliothek mit ihren historischen und unschätzbaren Büchern geführt.

Bücherregale

Alte Folianten

Herr Hein (Lehrer für Geschichte und Philosophie) zeigte uns eine Ausgabe der „Schedelschen Weltchronik“ von 1493 mit ihren zahlreichen Illustrationen und erzählte einige Details über dieses Buch.

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(c) Mit Handschuhen werden die wertvollen Bücher  und Seiten von Herrn Hein aufgeblättert.

Herr Bongart stellte uns das Buch von Herrmann Löhrer „Wehmütige Klage“ aus dem Jahre 1676 vor, ein Buch über die Hexenverfolgung in einer rheinischen Kleinstadt. Es existieren weltweit nur noch 2 Exemplare dieses Buches, eins in der Stadtbibliothek in Amsterdam und eins in der Jesuitenbibliothek in Bad Münstereifel.

Schedelsche Weltchronik

 

Zum Abschluss gab es noch Kaffee und Kuchen im Café Böhnchen des St. Michael-Gymnasiums.

An dieser Stelle nochmals einen lieben Dank an Frau Dr.Neft, Herr Bongart und Herr Hein für diesen interessanten Nachmittag.

Liebe Grüße,
Elisabeth Gehrmann

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Liebe Leserinnen und Leser,

am 23. September war es wieder soweit: Der TOMMI Kindersoftwarepreis startete in eine neue Runde! Mit von der Partie waren zwei Mitarbeiterinnen der Stadtbibliothek und auch wir, die Bundesfreiwilligen Vanessa Streiff und Lena Maukisch sowie Julius Uhrmacher, derzeit Semesterpraktikant. Zusammen mit einem ehrenamtlichen Helfer, Marcel Jansen, haben wir zwei Wochen lang Kinder beim Spieletesten betreut und wenn nötig auch geholfen.

 

Neben der Stadtbibliothek Leverkusen ist die Stadtbibliothek Euskirchen die einzige Bibliothek aus Nordrhein-Westfalen, die bei TOMMi mitmacht. Bundesweit sind es „nur“ 17 Bibliotheken, u.a. große Bibliotheken, wie die Bücherhallen Hamburg oder die Bibliothek am Gasteig in München.

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Der TOMMI war auch dieses Jahr wieder ein voller Erfolg! Insgesamt haben wir 30 Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren über zwei Wochen jeweils nachmittags von 15 bis 18 Uhr in der freien Jury betreut. Alle Kinder spielten, testeten und bewerteten fleißig die durch Experten nach bestimmten Kriterien ausgesuchten Spiele.

Getestet wurden insgesamt 31 abwechslungsreiche Spiele, angefangen beim PC-Spiel Ostwind 2, über die Spiele-App Shine – Reise des Lichts bis hin zu Starlink an der Playstation4.

Besonders beliebt bei den Kindern waren jedoch die Spiele Landwirtschafts-
simulator 2019 sowohl für die PlayStation 4 als auch für die Gaming-Laptops, Yoshi’s Crafted World für die Nintendo Switch und Tori bei den elektronischen Spielezeugen.

 


Aber auch der Lernroboter X1-Drawer von Galileo fand bei den Kindern großen Anklang. Die Bewertungen der Kinder gehen ein in das deutschlandweite Jury-Ergebnis, das in den teilnehmenden Bibliotheken ermittelt wird. Die besonders gut bewerteten Spiele werden auf der Frankfurter Buchmesse am 18. Oktober 2019 um 13 Uhr offiziell ausgezeichnet. Mehr Infos zu den „TOMMInierten“ Spielen, Apps und Games sowie zu den Gewinnern (ab dem 18.10.2019) findet Ihr hier auf der Seite von Tommi Feibel, Kindersoftwarepreis.

Bemerkenswert ist auch, wie viele neue Freundschaften durch das Spieletesten beim Tommi entstanden sind, zum Beispiel bei einem gemeinsamen Yoshi Abenteuer. Auch wir, die Bundesfreiwilligen und der Semesterpraktikant, hatten während dieser zwei Wochen die Möglichkeit eine andere Bibliothekswelt kennenzulernen und auch wir hatten natürlich immer mal wieder viel Spaß an den einzelnen Stationen.
Alles in allem ist zu sagen, dass Kinder beim TOMMI die Möglichkeit haben in eine andere Geschichtenwelt außerhalb von Büchern einzutauchen. Wir freuen uns schon auf den nächsten TOMMI!
Viele Grüße
Eure Bundesfreiwilligen und Semesterpraktikant
Vanessa, Lena und Julius

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Liebe Leserinnen und Leser,

hier kommt die Nachlese zum Sommerleseclub 2019! Als neue Bfdlerinnen (Bundesfreiwilligendienstlerinnen) direkt in der ersten Woche die Abschlussveranstaltung vom Sommerleseclub mitzuerleben, war mega erfreulich. Wir, das sind Lena Maukisch und Vanessa Streiff.

Zum Auftakt des Sommerleseclubs, am 4. Juli 2019 war die Klasse 3a der Grundschule Paul-Gerhardt-Schule, mit der Lehrerin Susanne Ackermann sowie Andreas Krämer von der Volksbank Euskirchen eG zu Gast. Sie probierten freudig aus, wie man sich per Tablet, App und Green-Screen in eine total andere Welt hineinzaubert.

Dieses Jahr beim Sommerleseclub war einiges anderes. Nicht nur, dass wir einen exklusiven Clubraum für die Clubber hatten – übrigens „Nur für Mitglieder“ zugänglich, die ihr lilafarbenes Clubarmband trugen – sondern es gab auch viele kreative Dinge zu tun, wie Ihr unserem Veranstaltungsflyer SLC 2019 entnehmen könnt. Als stempelwürdig galten dieses Jahr nicht nur die gelesenen Bücher oder gehörten Geschichten, die nach wie vor natürlich einen wichtigen Bestandteil des Leseclubs bilden, sondern auch die Teilnahme an einer Veranstaltung.

Und die beste Neuerung war, dass alle Altersgruppen am Sommerleseclub mitmachen durften – als Einzelkämpfer oder in altersgemischten Teams. Kinder und Jugendliche meldeten sich mit ihren Eltern, Großeltern, Freunden oder Geschwistern gemeinsam an. Freunde und Geschwister oder auch ganze Familien bildeten tolle Teams.

Besonders gut angekommen ist die Aktion :„Team-Shooting – Fotostudio mit Greenscreen – Mache das beste Teamfoto!“. Dafür stellten sich die Kinder vor einen grünen Vorhang, kostümierten sich mit witzigen Accessoires und wählten aus verschiedene Vorlagen einen Hintergrund aus. So entstanden kreative Bilder unter Wasser, im Dschungel oder auf einer Urlaubsinsel. Hier sind tolle Ergebnisse herausgekommen, die auf der Abschlussfeier mit Oskar und Medaillen gewürdigt worden sind. Aber auch die „Logbuch – Kreativwerkstatt“ fand großen Anklang.

Letztendlich fanden sich 284 Teilnehmer in 143 Teams mit bis zu fünf Mitgliedern zusammen. Das jüngste war 2 und das älteste Mitglied sogar 72 Jahre alt. Die Namen der Teams haben uns vor lauter Kreativität weggehauen; Beispiele gefällig? Abgleitet vom Familiennamen gab es die „Heinis“, der „Aha-Effekt“ oder zwei Schwestern, die das Team „Superschwestern“ bildeten, oder das Team „Auch namenlos grandios“.

Wer ein Buch gelesen oder eine Geschichte gehört hat (auch als eBook oder eAudio), der konnte den Ehrenamtlern über den Inhalt erzählen, ein Bild malen oder das Antolin-Quiz machen. Alle Medien der Bibliothek (außer DVDs oder Blu Rays) standen zur Verfügung. Erstmals war es möglich, die Logbücher auch online zu führen: so entstanden Hashtag-Walls oder Geschichten im Netz, an denen die Clubber gemeinsam arbeiten konnten – auch aus der Ferne, wenn man den Urlaub an entfernten Orten verbrachte.

Das Abschlussfest fand am Freitag, 06.09.2019, im alten Casino in Euskirchen statt. Das so viele Gäste beim Abschlussfest mitgefeiert haben, war sehr schön – alle Plätze waren belegt. Fast 250 Menschen waren anwesend und in Feierlaune. Unter anderem unser Bürgermeister Dr. Uwe Friedl und Fr. Dr. Maria-Regina Neft, Vorsitzende des Fördervereins der Stadtbibliothek.

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(c) Bürgermeister Dr. Uwe Friedl begrüßt die zahlreich erschienen Gäste zum Abschlussfest des diesjährigen Sommerleseclub.

Comiczeichnerin und Illustratorin Naomi Fearn, engagiert über Eventilator, moderierte die Veranstaltung sehr souverän. Sie hat sich eine kreative Mitmach-Aktion für alle Gäste überlegt. Die Besucher malten gekonnt unter ihrer Anleitung Comicfiguren. Alle lernten, wie man unterschiedliche Augen, Ohren, Mund und Haare zeichnet, um der Figur einen bestimmten Ausdruck zu verleihen. Auf allen Plätzen im Saal lagen dazu Blöcke und ein Stift bereit, womit die Gäste die Zeichnungen, die die Künstlerin auf einem per Beamer übertragenen Blatt vorzeichnete, selbständig nachmalen konnten. So entstand eine Fantasiefigur mit Flügeln, die Frau Fearn nach den Vorschlägen aus dem Publikum heraus, zeichnete. Sie erinnerte an einen geflügelten Löwen. Wer genau hinschaut, kann sie auf einem der Bilder erkennen.

Des Weiteren spielte sie ein selbstkomponiertes Lied mit ihrer Ukulele vor und sang zusammen mit dem Publikum. Während wir die Theke mit Getränken übernommen haben, erhielten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer Ihre Urkunden.

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(c) Lena Maukisch, Elisabeth Gehrmann, Vanessa Streiff (von li nach rechts)

Dann stand die Oskar-Verleihung an. Wart ihr da? Nein? Dann habt ihr was tolles verpasst. Immer drei Teams wurden auf die Bühne nach vorne gerufen. Über einen langen roten Teppich wurde das ganze wie eine Oskar-Verleihung umgesetzt. Hier kommt eine Auswahl der nominierten Teams. Oskars wurden in den Kategorien „Die beste Geschichte“, „Der coolste Teamname“, „Lesemeister“, „Der beste Leseplatz“, „Gemeinsam Stark“, „Das kreativste Logbuch“, „Das schönste Teamfoto“ und „Alleine Stark“, vergeben.

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Nach der Oskar-Verleihung verlosten wir unsere diesjährigen Preise für die Kinder. Der Hauptpreis war ein Longboard. Aber auch über Kino-Gutscheine, Gutscheine für das Freilichtmuseum in Kommern , das Industriemuseum in Kuchenheim, Phantasialand-Eintrittskarten, Lautsprecher-Boxen und USB-Sticks sowie Buchgutscheine der Buchhandlung Rotgeri freuten sich die Kinder.

Julia Rittel dankt den Ehrenamtlerinnen.
(c) Dank durch Julia Rittel an die Ehrenamtlerinnen.

Ebenfalls erhielten vier ehrenamtliche Helfer und Helferinnen eine besonders gestaltete Urkunde als Dank für Ihre geleistete Arbeit für den SLC. Bei einem einfachen Händeschütteln wollten wir es nicht belassen.

Ein herzlicher Dank gilt der Volksbank Euskirchen, die diese Leseförderaktion seit 2006 großzügig finanziell unterstützt und dem Verein der Freunde und Förderer der Stadtbibliothek Euskirchen, dem die Förderung von Euskirchener Kindern und Jugendlichen besonders am Herzen liegt. Dank auch an die vielen Unterstützer, die Preise für die Verlosung gegeben haben. Gefördert wird das Projekt außerdem durch das Kultursekretariat Gütersloh NRW und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

Mit der tollen Moderatorin Naomi Fearn und gemeinsam mit Euch wurde es ein wunderschönes Fest. Dies direkt miterleben zu dürfen war wunderbar. Das neue Konzept gemeinsam, kreativ und digital, unter Nutzung des Online-Logbuchs, kam bei Euch sehr gut an. Nun hoffen wir, dass Ihr auch so viel Spaß hattet wie wir und wir würden uns sehr freuen, wenn wir Euch im nächsten Jahr wieder als Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Sommerleseclub 2020 begrüßen dürfen.

Eure Lena, Vanessa und Stephanie Heidt

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Liebe Leserinnen und Leser,

mit Sicherheit habt ihr schon festgestellt, dass wir in der Stadtbibliothek keine Frauenquote nötig haben – unser Team war immer schon größtenteils weiblich! 🙂

Jedoch war das nicht immer so : Noch im 19. Jahrhundert waren Bibliotheken sowohl in der Nutzung, als auch der fachlichen Betreuung ausschließlich Männern vorbehalten. Der Umbruch kam dann mit der ersten Frauenbewegung.

Zu dieser Zeit spielt Animant Crumbs Staubchronik von Lin Rina. Die namensgebende Protagonistin Animant Crumb ist eine junge Frau aus angesehenem Hause, die sich – sehr zum Empören ihrer Mutter – mehr für Bücher als gesellschaftliche Gepflogenheiten, Bälle oder ihre eigene Hochzeit interessiert.
Da kommt es ihr sehr entgegen, dass für die Universitätsbibliothek mal wieder händeringend nach einem neuen Assistenten gesucht wird. Kein Mann hat es bisher lange mit dem mürrischen Bibliothekar aufnehmen können – aber eine Frau vielleicht?

Cover 2019-10 Rina - Animant Crumbs Staubchronik

Animant wittert eine Chance, den Verkupplungsversuchen ihrer Mutter zu entkommen. Jedoch gestaltet sich die Arbeit noch als echte Herausforderung, denn ihr Chef Thomas Reed ist wirklich alles andere als ein Menschenfreund. Animant jedoch ist fest entschlossen, durchzuhalten. Dabei lernt sie nicht nur eine Menge über Bücher und Bibliothekswesen und sogar eine moderne Suchmaschine – sondern leider auch über Sexismus: Eine Frau, die arbeitet? Freiwillig? Und sie liest auch noch? Das sorgt im Jahr 1890 für eine Menge Getuschel.

Doch Animant Crumb lässt sich nicht unterkriegen und beweist allen, dass Frauen mehr sein können als nur schmuckes Beiwerk an der Seite eines Mannes.

Und dennoch verändert sich im Laufe der Zeit auch ihre Einstellung zu Ehe und Romantik, denn je mehr Zeit sie mit Mr. Reed verbringt, umso mehr bemerken beide, wie ähnlich sie sich im Grunde ihres Wesens eigentlich sind…

Dieses Buch ist eines meiner absoluten Lese-Highlights aller Zeiten! – und das nicht nur, weil es in einer Bibliothek spielt 😉
Diese Geschichte lebt meiner Meinung nach vor allem von seinen wirklich tollen Nebenfiguren und Seiten-Erzählsträngen. Diese verweben sich wie im realen Leben miteinander und lassen den Leser doch nie den Überblick verlieren. Wirklich großartig umgesetzt, genau wie die Verbindung von Realität und Fiktion, von Historienbezug und eigenen Ideen der Autorin.

Eine absolute Leseempfehlung!

Es grüßt Euch aus der Bibliothek

Lisa Häßy

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