die Digitalisierung unserer verschiedenen Lebensbereiche schreitet stetig voran, sie erleichtert uns vieles im Alltag, sie bringt aber auch viele Unsicherheiten, Fragen und Ängste mit sich. Es fängt bei den kleinen Aspekten an, wie der Frage, was das Internet nun ist und was es mir persönlich bringt, wie ich WhatsApp nutze oder eine Reise online buche bis hin zum Thema, was mit den Daten im Internet nach dem eigenen Ableben passiert.
Eine weitere dieser Anlaufstellen sind wir. Mit unserer Veranstaltungsreihe „Digitaler Stammtisch“, möchten wir eine erste Einführung in die verschiedenen Thematiken geben, Grundwissen vermitteln und einen Raum zum Austausch und zur Diskussion bieten. Die digitalen Stammtische finden in Zusammenarbeit mit den SIE Senioren in Euskirchen und dem Digital-Kompass statt.
Die digitalen Stammtische finden 4 mal im Jahr donnerstags ab 17 Uhr zu aktuellen Themen der digitalen Welt statt.
Unser erster Stammtisch in diesem Jahr hat am 27.2.2020 zum Thema „digitaler Nachlass“ stattgefunden. Herr Steinke, Verbraucherschützer und Jurist, wurde dazu über Videotelefonie live in unserem Seminarraum übertragen. Er erklärte in einfachen Worten und verständlichen Beispielen die besten Herangehensweisen zum Umgang mit dem eigenen digitalen Erbe.
Die Zuhörer*innen konnten während des Vortrags Fragen stellen zu ihren Problematiken und Unsicherheiten. In einem gemeinsamen Dialog konnten verschiedene Fragen geklärt werden, z.B. wie eine Vertrauensperson ausgesucht wird, wo und wie man am besten die Passwörter hinterlässt und was überhaupt mit dem Begriff „digitaler Nachlass“ gemeint ist. Nach dem Expertenvortrag hatten die Teilnehmer*innen noch die Möglichkeit sich untereinander auszutauschen.
Wer gerne mehr zum Thema „Digitaler Nachlass“ erfahren möchte, findet Handreichungen und Hilfestellungen u.a. online hier oder hier.
Für dieses Jahr sind noch 3 digitale Stammtisch geplant:
„Wer liest gewinnt immer.“ Unter diesem Motto stand der 61. Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Zwölf lesebegeisterte Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen der weiterführenden Schulen im Kreis Euskirchen traten gegeneinander an. Die Schulsieger trafen sich am Mittwoch, 12. Februar 2020, in der Stadtbibliothek Euskirchen, um den besten Vorlesenden des Kreises Euskirchens zu küren.
Das Schulamt des Kreises konnte wieder Frau Jenniges und Frau Brinkmann-Viertl für die Begrüßung und Moderation des Wettbewerbs gewinnen. Die Jungen und Mädchen lasen in zwei Gruppen – im Seminarraum und in der Kinder- und Jugendabteilung der Stadtbibliothek Euskirchen – einen vorbereiteten und einen unbekannten Text vor. Die Wahl fiel hierbei auf „Oskar, Rico und das Herzgebreche“ von Andreas Steinhöfel.
Alle 12 Schulsieger des Kreises Euskirchens im 61. Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels 2019/2020 in der Stadtbibliothek Euskirchen. (c) Gerlinde Pfeil, Schulamt Kreis Euskirchen
Die unabhängige Jury, bestehend aus Vertreterinnen verschiedener Schulen und Buchhändlerinnen aus dem Kreis Euskirchen sowie der Stadtbibliothek Euskirchen, vergab Punkte für Lesetechnik, Interpretation und bei dem eigenen Text noch für die Textstellenauswahl. Alle Vortragenden lösten ihren Part souverän, lasen gut und sicher vor und erhielten von Frau Jenniges unter dem Applaus der vielen Gäste eine Urkunde und einen Buchpreis.
Der Vorlesewettbewerb 2020 hat wie immer allen Beteiligten viel Freude bereitet. Bücher wurden lebendig inszeniert, Lieblingsbücher vorgestellt, die besten Vorlesestellen gefunden und mit Stimme und Betonung experimentiert.
In der sehr guten Konkurrenz durchgesetzt hat sich schließlich Alina Hensch vom Hermann-Josef-Kolleg aus Kall. Ihr vorbereiteter Text stammte aus dem Buch „Die Geheimnisse des Nicholas Flamel“ – „Der unsterbliche Alchemyst“ von Michael Scott. Alina vertritt den Kreis Euskirchen beim nachfolgenden Bezirksentscheid. Das Bundesfinale findet dann im Juni in Berlin statt.
Wir drücken Alina die Daumen, dass sie es genauso weit schafft wie Anton Naab aus Mecklenburg-Vorpommern, der Sieger des 60. Vorlesewettbewerbs und Deutschlands bester Vorleser 2019. Er las einen Drei-Minuten-Auszug aus „Als mein Bruder ein Wal wurde“ von Nina Weger (Oetinger Verlag) vor.
60. Vorlesewettbewerb 2019: Sieger Anton Naab
Im Sinne des Börsenvereins „Nur wer liest, kann verstehen, denn Lesen ist die Grundlage aller Bildung!“ verabschiedet sich im Namen aller Akteure mit viel Vorfreude auf den 62. Vorlesewettbewerb
wenn ein Hobby zur Leidenschaft wird, wenn aus einem geselligen Spieleabend ein Turniertag wird, dann ist man wahrscheinliche ein Siedler von Catan.
Und welcher Ort in Euskirchen wäre besser geeignet für ein Siedler von Catan Turnier, als die Stadtbibliothek?
Zu genau diesem Schluss sind auch Herr Lassmann und Herr Heinen gekommen. Beide sind passionierte Siedler und hatten die Idee, ihr erstes eigenes Turnier auf die Beine zu stellen. Um aber eine solche Veranstaltung zu stemmen, braucht man neben einem handfesten Konzept auch einen guten Kooperationspartner. Und da sind wir ins Spiel gekommen. Von dem Vorschlag zur Zusammenarbeit begeistert, haben wir nach einem kleinen Treffen, auf die Idee Taten folgen lassen.
Und so fanden sich am Samstag, 18.1.2020, in der Zeit von 11:30-18 Uhr, bei uns in der Stadtbibliothek 27 Siedler von Catan ein, um in einem eisernen Wettstreit wertvolle Siegpunkte zu erringen und Turniersieger zu werden.
Herr Lassmann fungierte als Mitorganisator und Turnierleiter. Nach einer kurzen Begrüßung, ging es auch direkt los. Der Turnierverlauf sah 3 Runden vor, die mit dem Basisspiel bestritten wurden. Die Mitspieler*innen wechselten nach jeder Runde die Spieltische, sodass sich so neue Spielgruppen ergaben.
In den Pausen konnte sich an einem kleinen Schnack-Buffet gestärkt werden.
Den vielen weiteren Interessierten, die leider nicht am Turnier teilnehmen konnten, boten wir in der ersten Etage an kleinen Spieltischen die Möglichkeit an, verschiedene Brett-und Gesellschaftsspiele auszuprobieren. Selbstverständlich auch ein Basisspiel Siedler von Catan. 🙂
So vielen der Würfel in der ganzen ersten Etage der Bibliothek. Groß und Klein, Alt und Jung, ließen sich vom Catan Fieber anstecken.
Alle Teilnehmenden hatten viel Spaß und einen angenehmen Spieletag in der Stadtbibliothek.
Wir haben uns sehr über die Zusammenarbeit mit Herrn Lassmann und Herr Heinen gefreut und schauen nun, wie es mit den Siedlern in der Stadtbibliothek Euskirchen weitergeht.
Wenn Ihr mehr über die Siedler von Catan Turnier erfahren möchtet, findet Ihr hier alles Wichtige.
Berichtet euch begeistert, Carmela Rizzuto
P.S. Ihr ärgert Euch jetzt, dass Ihr unsere Veranstaltung verpasst habt? Dann meldet euch beim Kulturhof-Newsletter an oder schaut mal auf unsere Homepage nach.
Endlich konnte die Puppenspielerin Petra Schuff wieder in Euskirchen auftreten und spielte, in der ausverkauften Stadtbibliothek, am vergangenen Donnerstag das Stück „Ritter Rost feiert Weihnachten“
Ritter Rost, Burgfräulein Bö und Koks der Drache freuen sich auf ein besinnliches Fest mit Plätzchen backen und Weihnachtssterne basteln. Die Freude wird jäh durch die Nachricht aus dem Radio unterbrochen: König Bleifuß der Verbogene wünscht dieses Jahr vorbildliche Weihnachten. Zur Überprüfung der Anordnung wird er die Ritterburgen besuchen. Auf der Ritterburg von Ritter Rost gerät nun alles in Aufruhr.
Frau Schuff begeisterte, mit einem liebevolle inszenierten weihnachtlichen Stück, tollen Figuren und viel Musik und Gesang. Unsere kleinen und auch die großen Gäste, könnten sich so ganz wunderbar auf Weihnachten freuen.
Ein intensives Programm erwartete die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen, die vom 26. bis 29. November 2019 mit ihren Deutschlehrern im Rahmen der Bildungspartnerschaft „Bibliothek und Schule“ jeweils für zwei Stunden den außerschulischen Lernort Stadtbibliothek besuchten.
CC-0, Bild by: stevepb
Im Rahmen des ersten Programmbausteins lernten die Kinder, Recherchen im Katalog der Bibliothek durchzuführen und Sachbüchern gezielt Informationen zu entnehmen. Nach einer kurzen, kindgerechten Einführung rund um Systematik, Signatur und Katalog fanden sie sich in Teams zusammen, um das interaktive Buchknackerquiz zu lösen. Hierbei handelt es sich um eine von den Euskirchener Bibliothekarinnen und Lehrerinnen gemeinsam erstellte Themenrallye auf Tablets. Diese Lernrallye leitet die Schüler Schritt für Schritt dazu an, Quizfragen zu verschiedenen Sachbereichen, z. B. Kochen, Sport oder Reisen, mit Hilfe von Sachbüchern zu lösen: Wie gebe ich ein sinnvolles Stichwort bei der Suche im Katalog der Bibliothek ein und wie kann ich die Ergebnisse filtern? Woran erkenne ich, dass es sich bei dem im Katalog angezeigten Buch wirklich um ein Sachbuch handelt? Wie sind die Sachbücher in den Regalen der Bibliothek geordnet? Wie nutze ich ein Inhaltverzeichnis oder ein Register? Rasch wurden die Kinder auf spielerische Weise zu Experten in Sachen Recherche und sammelten Hand in Hand in einer konzentrierten Atmosphäre fieberhaft Punkte beim Lösen der Aufgaben.
Nach diesem Recherchespiel gab es eine kurze Erholungspause, anschließend ging es in der Bibliothek wieder ruhiger zu: Die Kinder gestalteten eine literarische Vorleserunde, indem sie ihren Mitschülern ausgewählte Stellen aus ihren Lieblings-Jugendbüchern vortrugen. Bei diesem Programmbaustein stand die Freude am Lesen und Vorlesen literarischer Texte im Mittelpunkt, und so genossen die Zuhörer die ansprechenden Vorträge der jungen Vorlese-Profis, die auf diese Weise zugleich für den anstehenden Vorlesewettbewerb der sechsten Klassen trainieren konnten.
Der Bibliothekstag endete mit viel Applaus nicht nur für die Vorleser, sondern auch für alle Kinder der sechsten Klassen, die konzentriert zugehört und sich zuvor auf ein interaktives Lernerlebnis beim Lösen des Buchknackerquiz eingelassen hatten.
was denkt ihr, wie lange dauert es, ein Buch zu schreiben? Ein paar Monate, ein Jahr? Vielleicht sogar ein Leben lang? Tja, tatsächlich brauchten unsere hochmotivierten Schreibwerkstatt-Teilnehmer*innen nur fünf Tage für ihr erstes Kinderbuch – von der Idee bis zum fertig gedruckten Exemplar!
Was als Zielsetzung ziemlich ambitioniert klingt, schien für Clara, Luisa, Elisabeth, Kristin und Maurice total selbstverständlich: Schon nach dem ersten Tag schmückten etliche Flipchart-Seiten mit Figurenentwürfen und ersten Handlungsideen die Wände unseres Seminarraums und im Laufe der Woche kamen etliche dazu. Man konnte quasi zusehen, wie die Geschichte Gestalt annimmt. Ganz klar, hier wurde hart gearbeitet – und das trotz Ferien!
Auch für den Kinder- und Jugendbuchautor Peter Schwindt, der schon einige Schreibwerkstätten durchgeführt hat (u.a. auch schon bei uns), war dieses Tempo neu: Nicht ohne Stolz verkündete er bei der Abschlusspräsentation, dass diese Truppe, die im Laufe der Woche zu einem echt tollen Kreativteam zusammengewachsen ist, mit Abstand am weitesten gekommen ist. Am Ende liegt es nämlich an den Kindern selbst, was sie aus dem Workshop machen: Peter Schwindt vermittelt ihnen lediglich das Handwerkszeug, erklärt, wie man eine Geschichte grundsätzlich aufbaut, und hilft bei kleineren oder größeren Problemen im Kreativprozess.
Doch, wie er am letzten Nachmittag mehrfach vor den ebenso überwältigten Eltern betonte, kommt der eigentliche Input immer von den Kindern selbst. Sowohl die Figuren als auch die gesamte Handlung haben sich unsere Teilnehmer*innen selbst ausgedacht und neben der Textform auch in zahlreichen Illustrationen festgehalten. Und eben weil unsere Truppe sich so ins Zeug gelegt hat, konnten wir ihnen, als kleine Überraschung, am Ende ihre Geschichte auch als richtiges, gedrucktes Büchlein überreichen.
Und darum geht’s in „Der geheimnisvolle Mieter“: Tim, 11 Jahre alt, zieht mit seiner Familie in ein sehr altes Haus um – exzentrische Nachbarn inklusive. Von der Studenten-WG bis zum einsamen Rentner sind die Parteien bunt gemischt. Nur eine Wohnung scheint auf mysteriöse Weise bewohnt zu sein, ohne dass je jemand den Mieter gesehen hat… ganz klar, dass Tim und seine Nachbarin und neue Freundin Sophia diesem Rätsel unbedingt auf die Spur gehen müssen!
Es grüßt Euch absolut begeistert
Lisa Häßy
P.S. Ein Druckexemplar haben wir für die Bibliothek behalten. Wer möchte, kann an der Infotheke gerne mal einen Blick hineinwerfen – es lohnt sich! 🙂
im November hatten wir wieder knapp 50 Besucherinnen und Besucher zum alljährlichen Lyrik-Abend unseres Fördervereins im Kulturhof zu Gast. In diesem Jahr gab es Texte, Bilder und Musik rund um Bertolt Brecht.
v.l. Maria Gerhards, Dr. Maria-Regina Neft, Paul Rittel
Konzipiert und vorgetragen wurde das Programm in bewährter Weise von Dr. Maria-Regina Neft und Maria Gerhards. Dank ihres Engagements kann jedes Jahr im Herbst ein solcher literarischer Abend in der Stadtbibliothek angeboten werden. Musikalisch unterstützt wurden die beiden vom jungen Kölner Cellisten und Sänger Paul Rittel.
Unter der Überschrift „Denn wie man sich bettet, so liegt man“ widmeten sich die Referentinnen an diesem Abend ausdrücklich dem lyrischen Werk Brechts.
Maria Gerhards trug ausgewählte Gedichte und Songtexte vor. Dr. Maria-Regina Neft stellte diese in den Rahmen seines Werdegangs, der mit Fotos und Bildern auf der großen Leinwand veranschaulicht wurde. Angesichts des enormen Schaffensdrangs von Bertolt Brecht war allein schon die Auswahl und Zusammenstellung eine Herausforderung.
Paul Rittel hatte sich vorab mit dem Werk Brechts und der geplanten Inhalte der Veranstaltungen auseinandergesetzt und präsentierte zunächst an passender Stelle eigene Cello-Arrangements bekannter Eisler-Vertonungen von Brecht-Lyrik wie dem „Lied von der Moldau“. Er kontrastierte diese später mit eigenen Songs, denn mit Brecht fühlt er sich in der Sehnsucht nach einer besseren Welt verbunden.
Die Lyrik-Abende des Vereins der Freunde und Förderer der Stadtbibliothek feierten mit dem Brecht-Abend ihr 10jähriges Jubiläum. Begonnen hat alles am 17.11.2009 mit einem literarischen Abend rund um Schiller-Balladen. Seitdem wurden Dichter sehr verschiedener Epochen und Stile wie Joseph von Eichendorff, Robert Gernhardt oder Else Lasker-Schüler vorgestellt. Die beiden ehrenamtlich tätigen Vortragenden Frau Dr. Neft und Frau Gerhards haben jede einzelne der insgesamt elf Veranstaltungen sorgfältig vorbereitet und locken alljährlich eine große „Fangemeinde“ in den Kulturhof.
Über dieses langfristige Engagement freuen auch wir bei der Stadtbibliothek uns natürlich sehr!
Spende der Mundart-Initiative Euskirchen an die Stadtbibliothek
Liebe Leserinnen und Leser,
vergangene Woche hatten wir sehr netten Besuch (der zudem noch noch was nettes mitgebracht hat 😉 ).
Hermann Josef Kesternich, Liesel Birkenfeld, Josef Pauli, Oskar Petry, Franz Schmitz und Alo Tkocz von der Mundartinitiative Euskirchen überreichten uns feierlich eine Spende in Höhe von 370 Euro und erzählten beim Kaffee so manche Anekdote rund um die Initiative und ihre Veranstaltungen.
Die Mundartinitiative hat sich nicht nur der Erhaltung und Verbreitung des regionalen Dialekts verschrieben, sondern betreibt auch Forschung zur Geschichte der Region. Etwa 14 Veranstaltungen der Mundartinitiative in Kooperation mit der Volkshochschule und der Stadtbibliothek fanden bisher statt, aus Platzgründen meist im alten Rathaus Euskirchen.
Die letzte Veranstaltung im Frühjahr 2019 hatte das Thema „Buere en de Stadt – Erinnerung an die Landwirtschaft“ in der einstigen Agrar- und Tuchstadt Euskirchen. Diese Veranstaltung stieß auf derartiges Interesse, dass sie wiederholt werden musste. Beim ersten Mal waren es etwa 110 Zuhörer, bei der zweiten circa 60 Zuhörer.
Frühere Veranstaltungen waren:
2011 – De Flutsch (Euskirchener Kreisbahn):
Die Veranstaltung war noch in der alten Stadtbibliothek auf der Kirchstraße, die vor lauter Besuchern aus allen Nähten platzte. Jeder verfügbare Stuhl – auch die Bürostühle – wurde den Gästen angeboten.
2012 – Musik en de Stadt:
Bei dieser Veranstaltung wurde unter anderem auch das Öskereche-Lied mit allen Besuchern gesungen. Die Veranstaltung fand wegen der großen Nachfrage zweimal statt.
2013 – De Stüürkollekte, Puppenspiel nach Theodor Nießen:
Das fand im alten Casino statt, da dort mehr Platz für die Besucher zur Verfügung stand und man eine erhöhte Bühne benötigte.
2014 –Vesper op Öskereche Platt:
fand in der Pfarrkirche St. Martin statt, wo auch Martinslieder auf platt gesungen wurden.
2015 – Öskereche Originale:
Ab hier wurden die Veranstaltungen wegen des größeren Platzangebotes ins alte Rathaus verlegt.
2016 – Wieß Jold beim Buur jeholt
2017 – Keremes en de Stadt
2018 – Düvelsspook am Hölleweiher, nach Theodor Nießen:
Dazu hatten sich die Protagonisten in verschiedene Figuren aufgeteilt und sogar kostümiert.
Zu den meisten Veranstaltungen wurden Themenhefte gestaltet, gedruckt und zum Verkauf angeboten. Die Eigenkosten übersteigenden Beträge werden regelmäßig gespendet.
Durch Sponsoren für den Druck ist es gelungen, in diesem Jahr einen Überschuss von 370 € zu erzielen, der uns jetzt für die Anschaffung von Literatur gespendet werden konnte.
Uns ist das Thema auch sehr wichtig: Wir präsentieren im Erdgeschoss eine Abteilung „Regionales“, in der auch die Mundarthefte und andere Literatur aus der Region und im regionalen Dialekt angeboten wird.
In Kooperation mit der Mundartinitiative wurden im vergangenen Jahr außerdem beispielsweise eine Veranstaltung für Schüler durchgeführt, bei der die Senioren der Initiative Kindern interessante Geschichten über die Geschichte der Region und der heimatliche Dialekt nähergebracht wurden.
Außerdem veröffentlichen wir jeden Montag ein beliebtes kleines Begriffsrätsel bei Facebook, bei dem Interessierte sich über die Bedeutung von Begriffen auf Platt austauschen können. Hier sieht man das Buch „Woat vüe Woat“ von Hermann Josef Kesternich, das wir für unsere Mundarträtsel verwenden:
Der Buchbestand auf Rheinisch bzw. Platt und das Veranstaltungsprogramm zur Mundart sollen weiter ausgebaut werden. Dazu kann die Spende der Initiative beitragen. Ansprechpartnerin der Stadtbibliothek für das Thema Mundart ist Christiane Funken, Tel. 02251 65074-53 oder cfunken(at)euskirchen.de.
Schreibt uns gerne, wenn ihr zum Thema Mundart weitere Anregungen habt!
Viele Grüße
Eure
Julia Rittel (kann kein Platt sprechen, aber meist verstehen)
& Christiane Funken (ich veschtee et un fingen et sie joo)
am 23. September war es wieder soweit: Der TOMMI Kindersoftwarepreis startete in eine neue Runde! Mit von der Partie waren zwei Mitarbeiterinnen der Stadtbibliothek und auch wir, die Bundesfreiwilligen Vanessa Streiff und Lena Maukisch sowie Julius Uhrmacher, derzeit Semesterpraktikant. Zusammen mit einem ehrenamtlichen Helfer, Marcel Jansen, haben wir zwei Wochen lang Kinder beim Spieletesten betreut und wenn nötig auch geholfen.
(c) Groß und Klein probieren aus.
(c) Der Landwirtschaftssimulator macht allen Spaß.
(c) Wie geht die Anwendung?
Neben der Stadtbibliothek Leverkusen ist die Stadtbibliothek Euskirchen die einzige Bibliothek aus Nordrhein-Westfalen, die bei TOMMi mitmacht. Bundesweit sind es „nur“ 17 Bibliotheken, u.a. große Bibliotheken, wie die Bücherhallen Hamburg oder die Bibliothek am Gasteig in München.
Der TOMMI war auch dieses Jahr wieder ein voller Erfolg! Insgesamt haben wir 30 Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren über zwei Wochen jeweils nachmittags von 15 bis 18 Uhr in der freien Jury betreut. Alle Kinder spielten, testeten und bewerteten fleißig die durch Experten nach bestimmten Kriterien ausgesuchten Spiele.
Getestet wurden insgesamt 31 abwechslungsreiche Spiele, angefangen beim PC-Spiel Ostwind 2, über die Spiele-App Shine – Reise des Lichts bis hin zu Starlink an der Playstation4.
Besonders beliebt bei den Kindern waren jedoch die Spiele Landwirtschafts-
simulator 2019 sowohl für die PlayStation 4 als auch für die Gaming-Laptops, Yoshi’s Crafted World für die Nintendo Switch und Tori bei den elektronischen Spielezeugen.
Elektronisches Spielzeug.
Ausprobieren der Apps.
Testen und Bewerten in vollem Gang.
Eine Kugelbahn mit App zu bedienen.
Der Landwirtschaftssimulator
Spielen im Seminarraum
Aber auch der Lernroboter X1-Drawer von Galileo fand bei den Kindern großen Anklang. Die Bewertungen der Kinder gehen ein in das deutschlandweite Jury-Ergebnis, das in den teilnehmenden Bibliotheken ermittelt wird. Die besonders gut bewerteten Spiele werden auf der Frankfurter Buchmesse am 18. Oktober 2019 um 13 Uhr offiziell ausgezeichnet. Mehr Infos zu den „TOMMInierten“ Spielen, Apps und Games sowie zu den Gewinnern (ab dem 18.10.2019) findet Ihr hier auf der Seite von Tommi Feibel, Kindersoftwarepreis.
Bemerkenswert ist auch, wie viele neue Freundschaften durch das Spieletesten beim Tommi entstanden sind, zum Beispiel bei einem gemeinsamen Yoshi Abenteuer. Auch wir, die Bundesfreiwilligen und der Semesterpraktikant, hatten während dieser zwei Wochen die Möglichkeit eine andere Bibliothekswelt kennenzulernen und auch wir hatten natürlich immer mal wieder viel Spaß an den einzelnen Stationen.
Alles in allem ist zu sagen, dass Kinder beim TOMMI die Möglichkeit haben in eine andere Geschichtenwelt außerhalb von Büchern einzutauchen. Wir freuen uns schon auf den nächsten TOMMI!
Viele Grüße
Eure Bundesfreiwilligen und Semesterpraktikant
Vanessa, Lena und Julius
hier kommt die Nachlese zum Sommerleseclub 2019! Als neue Bfdlerinnen (Bundesfreiwilligendienstlerinnen) direkt in der ersten Woche die Abschlussveranstaltung vom Sommerleseclub mitzuerleben, war mega erfreulich. Wir, das sind Lena Maukisch und Vanessa Streiff.
Zum Auftakt des Sommerleseclubs, am 4. Juli 2019 war die Klasse 3a der Grundschule Paul-Gerhardt-Schule, mit der Lehrerin Susanne Ackermann sowie Andreas Krämer von der Volksbank Euskirchen eG zu Gast. Sie probierten freudig aus, wie man sich per Tablet, App und Green-Screen in eine total andere Welt hineinzaubert.
Dieses Jahr beim Sommerleseclub war einiges anderes. Nicht nur, dass wir einen exklusiven Clubraum für die Clubber hatten – übrigens „Nur für Mitglieder“ zugänglich, die ihr lilafarbenes Clubarmband trugen – sondern es gab auch viele kreative Dinge zu tun, wie Ihr unserem Veranstaltungsflyer SLC 2019 entnehmen könnt. Als stempelwürdig galten dieses Jahr nicht nur die gelesenen Bücher oder gehörten Geschichten, die nach wie vor natürlich einen wichtigen Bestandteil des Leseclubs bilden, sondern auch die Teilnahme an einer Veranstaltung.
Und die beste Neuerung war, dass alle Altersgruppen am Sommerleseclub mitmachen durften – als Einzelkämpfer oder in altersgemischten Teams. Kinder und Jugendliche meldeten sich mit ihren Eltern, Großeltern, Freunden oder Geschwistern gemeinsam an. Freunde und Geschwister oder auch ganze Familien bildeten tolle Teams.
Besonders gut angekommen ist die Aktion :„Team-Shooting – Fotostudio mit Greenscreen – Mache das beste Teamfoto!“. Dafür stellten sich die Kinder vor einen grünen Vorhang, kostümierten sich mit witzigen Accessoires und wählten aus verschiedene Vorlagen einen Hintergrund aus. So entstanden kreative Bilder unter Wasser, im Dschungel oder auf einer Urlaubsinsel. Hier sind tolle Ergebnisse herausgekommen, die auf der Abschlussfeier mit Oskar und Medaillen gewürdigt worden sind. Aber auch die „Logbuch – Kreativwerkstatt“ fand großen Anklang.
Letztendlich fanden sich 284 Teilnehmer in 143 Teams mit bis zu fünf Mitgliedern zusammen. Das jüngste war 2 und das älteste Mitglied sogar 72 Jahre alt. Die Namen der Teams haben uns vor lauter Kreativität weggehauen; Beispiele gefällig? Abgleitet vom Familiennamen gab es die „Heinis“, der „Aha-Effekt“ oder zwei Schwestern, die das Team „Superschwestern“ bildeten, oder das Team „Auch namenlos grandios“.
Wer ein Buch gelesen oder eine Geschichte gehört hat (auch als eBook oder eAudio), der konnte den Ehrenamtlern über den Inhalt erzählen, ein Bild malen oder das Antolin-Quiz machen. Alle Medien der Bibliothek (außer DVDs oder Blu Rays) standen zur Verfügung. Erstmals war es möglich, die Logbücher auch online zu führen: so entstanden Hashtag-Walls oder Geschichten im Netz, an denen die Clubber gemeinsam arbeiten konnten – auch aus der Ferne, wenn man den Urlaub an entfernten Orten verbrachte.
Die Lesemonster
Die Buchstabenmäuse
Der Aha-Effekt
Das Abschlussfest fand am Freitag, 06.09.2019, im alten Casino in Euskirchen statt. Das so viele Gäste beim Abschlussfest mitgefeiert haben, war sehr schön – alle Plätze waren belegt. Fast 250 Menschen waren anwesend und in Feierlaune. Unter anderem unser Bürgermeister Dr. Uwe Friedl und Fr. Dr. Maria-Regina Neft, Vorsitzende des Fördervereins der Stadtbibliothek.
(c) Bürgermeister Dr. Uwe Friedl begrüßt die zahlreich erschienen Gäste zum Abschlussfest des diesjährigen Sommerleseclub.
Comiczeichnerin und Illustratorin Naomi Fearn, engagiert über Eventilator, moderierte die Veranstaltung sehr souverän. Sie hat sich eine kreative Mitmach-Aktion für alle Gäste überlegt. Die Besucher malten gekonnt unter ihrer Anleitung Comicfiguren. Alle lernten, wie man unterschiedliche Augen, Ohren, Mund und Haare zeichnet, um der Figur einen bestimmten Ausdruck zu verleihen. Auf allen Plätzen im Saal lagen dazu Blöcke und ein Stift bereit, womit die Gäste die Zeichnungen, die die Künstlerin auf einem per Beamer übertragenen Blatt vorzeichnete, selbständig nachmalen konnten. So entstand eine Fantasiefigur mit Flügeln, die Frau Fearn nach den Vorschlägen aus dem Publikum heraus, zeichnete. Sie erinnerte an einen geflügelten Löwen. Wer genau hinschaut, kann sie auf einem der Bilder erkennen.
Naomi Fearn
Nasen
Naomi Fearn spielt Ukulele
Augen
Des Weiteren spielte sie ein selbstkomponiertes Lied mit ihrer Ukulele vor und sang zusammen mit dem Publikum. Während wir die Theke mit Getränken übernommen haben, erhielten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer Ihre Urkunden.
(c) Lena Maukisch, Elisabeth Gehrmann, Vanessa Streiff (von li nach rechts)
Dann stand die Oskar-Verleihung an. Wart ihr da? Nein? Dann habt ihr was tolles verpasst. Immer drei Teams wurden auf die Bühne nach vorne gerufen. Über einen langen roten Teppich wurde das ganze wie eine Oskar-Verleihung umgesetzt. Hier kommt eine Auswahl der nominierten Teams. Oskars wurden in den Kategorien „Die beste Geschichte“, „Der coolste Teamname“, „Lesemeister“, „Der beste Leseplatz“, „Gemeinsam Stark“, „Das kreativste Logbuch“, „Das schönste Teamfoto“ und „Alleine Stark“, vergeben.
Diese Diashow benötigt JavaScript.
Nach der Oskar-Verleihung verlosten wir unsere diesjährigen Preise für die Kinder. Der Hauptpreis war ein Longboard. Aber auch über Kino-Gutscheine, Gutscheine für das Freilichtmuseum in Kommern , das Industriemuseum in Kuchenheim, Phantasialand-Eintrittskarten, Lautsprecher-Boxen und USB-Sticks sowie Buchgutscheine der Buchhandlung Rotgeri freuten sich die Kinder.
(c) Dank durch Julia Rittel an die Ehrenamtlerinnen.
Ebenfalls erhielten vier ehrenamtliche Helfer und Helferinnen eine besonders gestaltete Urkunde als Dank für Ihre geleistete Arbeit für den SLC. Bei einem einfachen Händeschütteln wollten wir es nicht belassen.
Ein herzlicher Dank gilt der Volksbank Euskirchen, die diese Leseförderaktion seit 2006 großzügig finanziell unterstützt und dem Verein der Freunde und Förderer der Stadtbibliothek Euskirchen, dem die Förderung von Euskirchener Kindern und Jugendlichen besonders am Herzen liegt. Dank auch an die vielen Unterstützer, die Preise für die Verlosung gegeben haben. Gefördert wird das Projekt außerdem durch das Kultursekretariat Gütersloh NRW und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.
Mit der tollen Moderatorin Naomi Fearn und gemeinsam mit Euch wurde es ein wunderschönes Fest. Dies direkt miterleben zu dürfen war wunderbar. Das neue Konzept gemeinsam, kreativ und digital, unter Nutzung des Online-Logbuchs, kam bei Euch sehr gut an. Nun hoffen wir, dass Ihr auch so viel Spaß hattet wie wir und wir würden uns sehr freuen, wenn wir Euch im nächsten Jahr wieder als Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Sommerleseclub 2020 begrüßen dürfen.